Damals noch für den eigenen Musikblog geschrieben, entschied sich Maik 2015 bei MoreCore anzuheuern und nahm unseren Jonas gleich mit. Mittlerweile kümmert er sich als Redakteur um den Bereich "Features und Interviews", legt auf unseren MoreCore Partys auf, betreibt mit Linn unseren Podcast "Kerngeschäft" und ist auch immer mal wieder vor der Kamera bei MCTV zu sehen. Im Team gilt er insgeheim als das sympathische Multitalent. In seiner Freizeit sammelt er Schallplatten, schaut so ziemlich jedes Fußballspiel und isst für sein Leben gerne Pizza.
Mit einer der letzten Veröffentlichungen in 2015 überhaupt, schafften es BARONESS das Kunststück sich in letzter Minute noch auf den Thron so mancher Jahresbestenliste zu schwingen. Keine Frage, dass die Band uns wie versprochen nicht lange warten lassen würde, bis Purple auch auf der Bühne präsentiert würde.
Auch wenn es mittlerweile vier Jahre zurückliegt, so sei an dieser Stelle nochmals ein großer Dank ausgesprochen, dass BARONESS uns nach ihrem schweren Unfall weiterhin als Band erhalten geblieben ist. Das Quartett, dass sich in Folge der traumatischen Ereignisse 2012 neu formieren musste, ist längst eingespielt und harmoniert perfekt. Dennoch schwingt ein wenig Vergangenheit mit, wenn gerade mit Kerosene der Song als Opener gewählt wird, der sich mit dem Unfall des Tourbuses auseinandersetzt. Die Band um Sänger und Gitarrist John Baizley lässt sich allerdings nichts anmerken, und warum sollten sie auch? Purple hat der Popularität der Progressive Metaler alles andere als schlecht getan, was auch für ausverkaufte Shows, wie an diesem Abend im Bürgerhaus Stollwerck in Köln gesorgt hat.
Die Hard BARONESS Fans, vor allem der blauen und roten Platten, kommen heute allerdings weniger auf ihre Kosten. Freunde der grünen und gelben dafür umso mehr. So dürfen natürlich March To The Sea, die melancholischen Cocainium und Eula und der Fan-Favorite Take My Bones Away nicht fehlen. Aber auch die neuen Songs kommen sehr gut an. Allen voran die Hymne Shock Me mit seinem 80s Synthie-Intro, welches Bassist Nick Jost auf dem Keyboard spielt, sorgt für Jubel im Publikum, welches alterstechnisch gut gemischt ist und zeigt, wie die Band durch ihre mal lauten progressiven, mal verträumten fast poppigen Songs einige Geschmäcker trifft. Was man BARONESS jedenfalls nicht absprechen kann, ist die Tatsache, dass sie ihr Handwerk absolut beherrschen. Bestes Beispiel: Morningstar, welches rhythmisch immer wieder Drums und Gitarren auseinander driften lässt, sich irgendwo verliert, um dann am Ende wieder zusammenzufinden. Zwischendurch ein wilder Drum Fill – doch hier fällt nichts aus dem Ruder.
