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Ville Valo: Diese 10 Songs haben den Musiker geprägt
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Feature

Ville Valo: Diese 10 Songs haben den Musiker geprägt

Eine musikalische und persönliche Zeitreise.

Kevin Postir/7. Mai 2024· Aktualisiert 2. April/5 Min.Foto: Pia Böhl · @piaboehl
K

Kevin als das MoreCore-Nordlicht zu bezeichnen, würde wahrlich zu kurz greifen. Zwar ist der leidenschaftliche St.Pauli-Fan in Hamburg zuhause, hat aber unverkennbar sowohl rheinländische als auch italienische Wurzeln. Genau so vielfältig wie sein Stammbaum sind auch seine Aufgaben bei MoreCore. Teil des Headquarters, Feel Good Manager und Redakteur auf allen Ebenen. Wie man daneben noch Zeit für Langstreckenläufe und den Viersaiter in einer Pop Punk-Band findet, weiß wohl nur Kevin selbst. Aber egal, was er macht: Er macht es gut und mit ganz viel Herzblut.


Jeder kennt sie, diese ganz besonderen Lieder, die uns nicht mehr aus dem Kopf gehen. Mit denen wir Emotionen, Momente und Personen verbinden. Stücke, die mehr sind, als reine Musik, ein paar Noten und ein Text. Für unser MoreCore Printmagazin hattem wie die Möglichkeit, mit Ville Valo alias VV über die Songs zu sprechen, die den Musiker und ehemaligen Frontmann der Band HIM begleiten und prägen.

Diese 10 Songs haben Ville Valo (Ex-HIM) geprägt

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Black Sabbath – „Sabbath Bloody Sabbath“

„Ich sah Black Sabbath zwei Mal live, ein Mal mit Bill Ward, dem originalen Drummer bei einem Festival in Finnland. Das wird 1997 oder 1996 gewesen sein. Dann sah ich sie später mit einem anderen Drummer, aber ich habe keine Ahnung, ob ich den Song jemals live gesehen habe. Ich weiß, dass sie ihn relativ selten gespielt haben, weil der Gesang für Ozzy eigentlich zu hoch ist, aber genau davon lebt der Song.“

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Sisters Of Mercy – „Temple of Love“

„Ich hörte den Song damals auf einer Party und jemand sagte mir, dass es Depeche Mode sei. Für eine sehr lange Zeit habe ich also Songs von Depeche Mode und Sisters Of Mercy verwechselt. Das war vor dem Streaming und dem Internet. Es war also schwer, neue Bands schnell zu finden. Ich gelangte also in die Goth-Schiene und all dieser düsteren Rock Musik. Seitdem ich ‚Temple of Love‘ das erste Mal gehört habe, war ich Fan der Band!“

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Chris Isaak – „Wicked Game“

„Ich war damals ca. 17 Jahre alt und noch in der Schule. Und da gab es dieses Indie-Kino in der Stadt, das David Lynch-Filme zeigte. Ich ging damals dorthin, um Wild At Heart zu sehen. ‚Wicked Game‘ war Teil des Soundtracks. Ich mochte schon immer diese 50s Stimmung. Dieses etwas Mystische, Twin Peak-artige, das Gefühl, dass etwas seltsames vor sich geht. Genau so, wie David Lynch-Filme eben sind. Den Song habe ich so sehr geliebt, also ging ich in unsere Bibliothek, die das Stück auf Vinyl hatte.“

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Depeche Mode – „Enjoy The Silence“

„Ich hatte anfänglich bereits erzählt, dass ich damals Depeche Mode und Sisters Of Mercy immer wieder verwechselte. Als ich ‚Enjoy The Silence‘ dann zum ersten Mal hörte, haute der Song mich um. Ich hatte noch nie eine cleane Gitarre im Stile der 50s gehört, die die Melodie spielte. Dazu kamen dann noch die elektronischen Einflüsse.“

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Madonna – „Live To Tell“

„‚Live To Tell‘ ist ebenfalls ein Song, den HIM live gespielt haben. Ich mag das Intro so gerne, es hat etwas Bedrohliches. Ich glaube, dass Lacuna Coil den Song später auch einmal gecovert haben, aber wir spielten ihn in den 90ern. Er hat etwas Doomiges und etwas Mystisches, was für HIM sehr gut funktioniert hat. Man findet darin etwas Melancholisches, auch etwas Trauriges und häufig hat Musik, die ich mag, etwas von dieser Stimmung. Lustigerweise habe ich bei dieser Liste mit Songs angefangen, die relativ wenig davon aufweisen.“

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Aphex Twin – „Xtal“

„Ein Freund von mir hörte früher sehr moderne und experimentelle elektronische Musik und ich habe immer noch die Kassette mit diesem Album drauf. Es war eine neue Welt für mich. Lange Songs, ohne Text, Refrain und Strophen, das war spannend! Elektronische Musik wurde langsam immer populärer und es gab zu dieser Zeit eine Menge Genre-Geburten, die gab es bereits in den 80s, allerdings ging das in den 90s so weiter. Dieser Song erinnert mich an diese spannende Zeit des Aufbruchs.“

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Interpol – „Take You On A Cruise“

„Ich war nie ein Fan von Joy Division und auch die Indie-Szene hat mich nie richtig gecathed. Wir befinden uns nun im Jahr 2004 und wir tourten mit HIM das erste Mal in den USA, Interpol definitiv der Soundtrack dazu.“

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Type O Negative – „Black No. 1 (Little Miss Scare -All)“

„Eigentlich ist es egal, welchen Song man vom Album ‚Bloody Kisses‘ nimmt, also nehme ich ‚Black No. 1‘. Zu dieser Zeit bestand die erste Version von HIM. Wir nahmen Demos auf und waren auf der Suche nach unserem eigenen Sound. Wir waren da eine Zeit lang in der Jane’s Addiction-Ecke, aber Type O bestätigte uns darin, dass man einen Black Sabbath-Einfluss haben konnte und trotzdem shoegazeig sein konnte wie The Cure und all der Kram.“

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Turbonegro – „Get It On“

„Der Song war ein riesiger Hit, als ich das erste Mal nach Deutschland kam. Ich war dort aus Promo-Gründen und der Track lief ununterbrochen im Radio. Normalerweise hatte man damals keine englischsprachigen Fernsehsender in den Hotels, ohne Internet war das schwierig, also hörte man Radio. Ich erinnere mich noch, wie ich in Hamburg das erste Mal war, wie ich die Reeperbahn sah und Turbonegro hörte.“

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Zetra – „Beauty Has Her Way“

„Vielleicht sollten wir mit etwas aAktuellem enden. Zetra ist eine Band, die uns auf der aktuellen Tour begleitet. Diesen Song habe ich durch Zufall in einer Playlist gehört. Ich mochte ihn sofort und fing dann an, Recherche zu betreiben und mehr von der Band zu hören.“

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Das vollständige Interview mit vielen weiteren Geschichten rund um die Songs, die VV auf seinem Weg begleiteten, gibt es in unserem aktuellen Print-Magazin zu lesen! Dieses gibt es über unseren Onlineshop, bei Impericon, bei Amazon oder bei meine-zeitschrift.de sowie vor eurer Haustür im Bahnhofs- und Flughafenbuchhandel!

Foto im Auftrag von MoreCore.de: Pia Böhl (piaboehl)

#HIM#Ville Valo#VV

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