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The Hirsch Effekt im Interview zur neuen EP „Solitaer/Gregaer“
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Interview

The Hirsch Effekt im Interview zur neuen EP „Solitaer/Gregaer“

Bassist Ilja John Lappin über Songwriting während der Pandemie und über die anstehende Tour.

Mauritz Hagemann/1. Sep. 2022· Aktualisiert 1. April/4 Min.Foto: Christoph Eisenmenger / Offizielles Pressebild
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Mauritz Hagemann


The Hirsch Effekt gelten gemeinhin als ewig sprudelnde Kreativquelle. Doch 2 Jahre Pandemie und vor allem die damit verbundenen Einschränkungen sind und waren auch für das Trio aus Hannover eine Herausforderung, wie uns Bassist Ilja John Lappin im Interview verriet.

Solitaer/Gregaer

The Hirsch Effekt waren allerdings trotz aller Schwierigkeiten alles andere als untätig und so ist in der vergangenen Woche die Mini-EP „Solitaer“ erschienen, die eine Art Gegenstück zur „Gregaer“-EP aus dem letzten Jahr darstellt. Als Doppel-EP bilden sie das ab, was The Hirsch Effekt in der Pandemie geschaffen haben. „Solitaer“ ist auch deshalb ein Gegenstück zu „Gregaer“, weil die EP anders als ihre Vorgängerin, die mit vielen Mitmusiker:innen zusammen aufgenommen wurde, mehr oder weniger in Isolation entstand.

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Was wir über die neuen Songs denken, könnt ihr hier noch einmal nachlesen.

The Hirsch Effekt: Songwriting in der Pandemie

„Früher haben wir uns in der Regel in 2er-Gruppen zum Songwriting getroffen. Inzwischen entsteht aber auch viel in Isolation“, so Ilja. Auf „Gregaer“ sei zwar auch ein Song gewesen, den die Band zu dritt geschrieben hat. Bei „Solitaer“ sei dann eher aus einer Schnapsidee heraus der Plan entstanden, dass für die die 3-Track-EP jedes Bandmitglied einen Song alleine schreibt und dann auch alleine entscheidet, wie der Song performt wird. Tatsächlich singt auf „Solitaer“ jedes Bandmitglied seinen Song selbst. Gerade für Schlagzeuger Moritz Schmidt ein besonderes Erlebnis, denn schließlich ist er bisher nicht als Sänger in Erscheinung getreten.

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„Die Songs sind alle sehr unterschiedlich, gerade auch was ihre musikalische Seele angeht. Damit haben wir aber auch gerechnet und das ist auch gut so. Es war einfach ein neuer und inspirierender Ansatz, Musik zu schreiben. Die Songs funktionieren als Ganzes aber trotzdem“, so der passionierte Bassist. Ilja hatte übrigens von Anfang den Wunsch, alle neuen Songs auf der kommenden Tour live zu spielen. Ob es so kommen wird, ist noch nicht zu 100 % klar, wobei die Songs von Ilja John Lappin und Gitarrist Nils Wittrock auf jeden Fall den Weg auf die Setlist finden soll. „Unser Drummer hat sich etwas ganz besonderes für seinen Song ‚Amorphus‘ ausgedacht. Das ist schon spannend, wenn nicht einmal die Bandkollegen wissen, wie die Live-Performance aussehen soll.“

Hamburg und Siegen als Tour-Highlights

Die Tour führt The Hirsch Effekt im September einmal quer durch Deutschland. Gibt es Städte und Venues, auf die sich die Band besonders freut? Als erstes fällt Ilja das Logo in Hamburg ein. Hier habe die Band schon öfter gespielt, unter anderem als Support für Between The Buried And Me. „Das ist ein schöner 400er-Club. Hamburg City, einfach legendär. Ich freue mich jetzt schon darauf, da zu spielen.“ Aber auch ein Club wie das Vortex in Siegen steht in der Gunst weit oben. Der Club gehört zwar zu den kleineren Venues auf der Tour, ist aber dank der beständigen und treuen Szene ein ganz besonderer Tourstopp.

Touren in der Post-Pandemie-Ära

Die Band freut sich zwar, nach langer Zeit wieder ohne große Einschränkungen touren zu können, ein fader Beigeschmack bleibt in der aktuellen Zeit aber schon. „Wir können das ganz offen sagen: Wir sind bei den Vorverkaufszahlen noch nicht da, wo wir vor der Pandemie waren. Vielleicht ist das aber auch gerade einfach so. Die Leute wollen nicht lange planen, sie wollen etwas jetzt erleben.“, sagt Ilja. Das sei zwar verständlich und nachvollziehbar, mache es aber für alle Beteiligten nicht leichter. The Hirsch Effekt sind sich aber sicher, dass es am Ende trotz aller Unsicherheit eine richtig gute Tour wird.

An die genannten „corona-konformen“ Konzerte denkt die Band im Übrigen alles andere als gerne zurück. „Die Leute mussten zwei Stunden bei 34 Grad mit einer Maske da sitzen und durften nicht einmal klatschen. Und dann wurde uns noch gesagt, wir dürften kein Merch verkaufen.“ Für die damalige Zeit sei es natürlich auch schön gewesen, überhaupt live unterwegs zu sein, doch solche Konzerte – mit teil absurden Regeln – seien hoffentlich ein Ding der Vergangenheit.

The Hirsch Effekt live auf Tour

Wer The Hirsch Effekt und die neuen Songs – ganz ohne Maske und mit ausdrücklicher Klatscherlaubnis – live erleben will, kann das im September an diesen Dates tun:

02.09.2022 – Bremen, Tower Musikclub

03.09.2022 – Erfurt, Kulturzentrum Engelsburg

08.09.2022 – Bochum, ROTUNDE – Alter Katholikentagsbahnhof

09.09.2022 – Saarbrücken, Garage Saarbrücken

10.09.2022 – Augsburg, Soho Stage

11.09.2022 – Luzern (CH), Sedel

14.09.2022 – Leipzig, NAUMANNs Tanzlokal

15.09.2022 – Marburg, Kulturzentrum KFZ Marburg

16.09.2022 – Siegen, Vortex Surfer Musikclub

17.09.2022 – Düsseldorf, The TUBE

21.09.2022 – Hamburg, Logo Hamburg

22.09.2022 – Wiesbaden, Schlachthof Wiesbaden

23.09.2022 – Göttingen, EXIL Göttingen

24.09.2022 – Braunschweig, Braunschweig Eulenglück

Foto: Christoph Eisenmenger / Offizielles Pressebild

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