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Orbit Culture: „In Flames sind quasi unsere Bandväter – die coolen Onkel!“
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Interview

Orbit Culture: „In Flames sind quasi unsere Bandväter – die coolen Onkel!“

Niklas Karlsson und Christopher Wallerstedt im Interview.

Rodney Fuchs/5. Sep. 2023· Aktualisiert 2. April/3 Min.Foto: Lisa Bressmer · @lisa_brss
R

Rodney ist unser wandelndes Musiklexikon. Als Drummer in seinen eigenen Bands sowie aushilfsweise dort, wo gerade Not am Manne ist, hat er zudem ein ausgeprägtes rhythmisches Verständnis. Apropos Rhythmus: Es ist uns schier unbegreiflich, wie er seine Tätigkeiten als Musiker, Booker, Redakteur und Photograph für drei Magazine, freier Journalist, Masterstudent, Food-Blogger, Wein-Connaisseur, Bowle-Barista, Freund und Liebhaber in seinem Tagesablauf untergebracht bekommt. Apropos Wein: Ein Best-of Rodneys wochenendlicher Sprachnachrichten ist zwar nicht geplant, aber auch nicht unwahrscheinlich.


Der 18. August 2023 war kein gewöhnlicher Tag für Orbit Culture. Passend zum Release-Day ihres neuen Albums „Descent“ spielen die Schweden eine Show auf dem Summer Breeze Open Air. Eine Situation, die sie so noch nicht hatten, wie Sänger und Gitarrist Niklas Karlsson und Drummer Christopher Wallerstedt im Interview erzählen.

Orbit Culture: Den Moment aufsaugen und genießen

„Es fühlt sich großartig an, wir sind sehr aufgeregt, wir haben dafür sehr lange gearbeitet. Vor so vielen Leuten zu stehen, ist einfach mindblowing“, so Christopher. In der ersten Reihe singen Menschen die Songs von Orbit Culture mit, was für die beiden Musiker immer noch neu und surreal ist. „Wir müssen ehrlich sein. Wir machen das schon eine Weile, aber in den letzten zwei Jahren ist so verdammt viel passiert und plötzlich sind die Menschen mehr am Start denn je zuvor.“

Orbit Culture
Orbit Culture

Orbit Culture genießen den Moment und die Summer Breeze-Premiere zum Release ihres neuen Albums. Die Release Days zuvor verbrachte die Band laut Niklas anders. „Als wir ‚Nija‘ veröffentlicht haben, haben wir eine Party mit unseren engsten Freunden und den Familien gemacht. Wir waren Steak essen und haben die ganze Nacht gefeiert. Beim Release der letzten EP waren wir mit Fans in einer Bar, um ihnen etwas zurück zu geben. Die Bar war voll und wir hatten eine großartige Zeit.“

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Band Daddies

Neben großen Festivalshows haben die Schweden im letzten Jahr als Support für Avatar und In Flames mächtig Spotlight bekommen. Die Connection zur Melodic Death Metal-Band wird dabei immer stärker, wie der Gitarrist erzählt. „Es fühlt sich ein bisschen so an als sind sie quasi unsere Bandväter – die coolen Onkel, die wir nie hatten. Sie unterstützen uns und sind die großartigsten Leute, die wir kennen. Für sie ist es komplett selbstverständlich, dass wir sie um Hilfe bitten können und wir sind in ständigem Austausch.“

„Erst heute hat mich Anders kontaktiert und gratulierte uns zum Release des Albums.“

Mit ihrem Sound treffen Orbit Culture einen Nerv, der hin und wieder an andere Bands erinnert, sich dabei aber einzigartig aufspielt. Ein Schlüssel dafür, Filmmusik: „Wir sind alle große Movie-Fans und Scores haben einen großen Einfluss auf unsere Musik. Filmmusik lässt uns etwas fühlen und das lieben wir. Deshalb ist es ein so großer Einfluss auf unsere Musik.“

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Einfach Metal

Grenzen setzt sich die Band prinzipiell keine. „Wenn wir einen Disco Beat fühlen, werden wir auch diesem in unserer Musik Platz geben.“ Auf ein bestimmtes Genre lassen sich Orbit Culture ebenfalls nur bedingt. „Immer wenn uns jemand fragt, was wir für Musik machen, sage ich einfach: Metal.“

Orbit Culture
Orbit Culture

Befreit von Erwartungshaltungen, lassen die Schweden alles zu, was ihnen Spaß macht. Dabei stellen sie fest, dass sie in ihren Prozessen reifer geworden sind. Ein Attribut, das ihrem neuen Album auch nachgesagt wird. „Ich nehme es als Kompliment an. Wir haben diese Band vor 10 Jahren angefangen und sind sehr happy, dass wir diesen Karriereschritt jetzt gemacht haben.“

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Ambition und Wertschätzung

Einen Plan für die nächsten Jahre haben Orbit Culture nicht. Demut und Wertschätzung bestimmen den Alltag der Band, die lange an ihrem nun kommenden Erfolg gearbeitet hat. Dabei befindet Niklas sogar, dass es gut ist, dass der Erfolg erst jetzt kommt. „Wir sind nun alle in unseren Dreißigern und wissen sehr zu schätzen, was wir an dieser Band haben. Das hätten wir mit Anfang 20 sicherlich nicht getan.“

Die abschließenden Worte der beiden sind simpel. „Egal, ob du uns schon lange kennst oder neu dabei bist. Wir sind sehr stolz auf das Album und hoffen, dass es den Fans auch gefällt.“

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Lisa Bressmer (lisa_brss)

#Orbit Culture#Summer Breeze Open Air

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