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Wage War - Deadweight
Review

Wage War

Deadweight

Album

VÖ 04. August 2017
Julia Strücker/28. Juli 2017
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J

Julia, genannt "Strückerli", gewann 2015 unser Meet And Greet mit Beartooth. Nur ca. ein halbes Jahr später wurde sie bereits fester Bestandteil des MoreCore Teams und fungiert seitdem als Fotografin mit eindrucksvollem Talent. Julia packt an wo Not am Mann ist und führt auch gern mal die Kamera bei Interviews oder verschiebt Pixel und Pfade, um uns mit diversen Grafiken zu versorgen. Sie hat immer ein Lachen und ist ein Garant für gute Laune und allerhand Dad Jokes. Wenn sie nicht gerade in irgendeinem Bühnengraben herumflitzt, hosten sie und ihr Freund Jan in ihrer gemeinsamen Wohnung Bands aus der ganzen Welt, die gerade auf Tour sind und einen Schlafplatz benötigen. Auch abseits der Musik arbeitet Julia selbstständig als Fotografin und Grafikerin und verbringt möglichst viel Zeit mit ihren Freunden.


Hach Freunde, was soll ich sagen, ich freu’ mich! Erst vorgestern habe ich noch aufgeregt meine mündliche Prüfung zur Bachelorarbeit hinter mich gebracht, welche ich besser als erwartet bestanden habe. Und zur Belohnung darf ich direkt mal das neue Album von WAGE WAR bewerten. Oh yes!

Was habe ich darauf gewartet, zumal die Jungs aus Ocala (Florida) die Platte bereits im November angekündigt haben. Schon das erste Album Blueprints trifft zu 100% meinen Geschmack und auch live überzeugt mich die Band absolut.

Zwei Jahre liegen zwischen dem neuen Stück Deadweight und dem Vorreiter. Und auch dieses Mal hat A DAY TO REMEMBER-Vocalist Jeremy McKinnon seine Finger wieder im Spiel und hat die Jungs bei der Produktion unterstützt. So, hören wir uns doch mal an, was Nettes dabei rum gekommen ist.

Wage_War_2017

Den Beginn macht “Two Years”, namentlich passend zur Wartezeit zwischen Album eins und zwei. Er beginnt ruhig, wirkt mystisch und vermittelt ein “lost at open sea”- Gefühl, bis Shouter Briton Bond anfängt Vollgas zu geben. Der Track ist gerade mal etwas länger als eine Minute und dient aufgrund seines Aufbaus und seiner Kürze als Intro für Song Nummer zwei: “Southbound”. Und der hat es in sich! Briton bringt seine Gesangskünste auf ein neues Level und geht zwischen den tiefen Growls auch mal fließend in hohe Shouts über. Auch Cleansänger Cody Quistad packt ein dickes Power-Paket aus, was seine Stimme angeht. Schnelle Rhythmuswechsel und Gitarren, die bei mir die Assoziation von “Irrenhaus” hervorrufen, machen den djenty Sound einzigartig und zeigen, welche Vielseitigkeit in WAGE WAR steckt. “Southbound” ist definitiv eines meiner Highlights auf dem Album.

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Darauf folgt das Trio, welches wir schon kennen: “Don’t Let Me Fade Away”, “Stitch” und “Witness”, wobei sich hier ersterer als mein persönlicher Favorit herauskristallisiert hat. Mit “Stitch” und “Witness” zeigen WAGE WAR, dass sie auch stampfen können. Auf jeden Fall gute Songs für die Pits. Meiner Meinung nach, hört man besonders bei diesen Songs absolut den A DAY TO REMEMBER-Einfluss heraus.

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Auf der Hälfte der Platte finden wir den gleichnamigen Track “Deadweight”. Für mich leider einer der schwachen Songs. Die Gang-Shouts, die den Refrain hauptsächlich ausmachen, wirken auf mich lustlos, monoton und unkreativ. Allgemein fehlt mir hier einfach etwas, was mich wirklich packt. Daher bin ich hier eher dazu verleitet zu skippen. Dann aber kommt ein Song, der nochmal eine ganz andere Seite von WAGE WAR zeigt und mich gespannt aufhorchen lässt! Shouter Briton hält sich bedeckt im Hintergrund und lässt Sänger Cody den Vortritt. Mit “Gravity” kommt also ein Song, der vom Cleangesang bestimmt wird. Die Lyrics und die passende Melodik fesseln mich direkt! Er handelt davon, wie verzweifelt der Protagonist auf Hilfe hofft, um aus seiner Misere heraus zu kommen. Ich fand den Song beim ersten Mal hören so stimmig, dass ich ihn direkt ein zweites und drittes Mal gehört habe. Großer Favorit auf der Platte! Aber keine Sorge Kinnas, es wird auch wieder härter.

Bei den folgenden vier Songs passiert für mich nichts „Neues“, was aber auch nicht schlimm ist. Die Jungs präsentieren mit “Never Enough”, “Indestructible”, “Disdain” und “My Grave Is Mine To Dig” klassische WAGE WAR-Songs: Schnelle Riffs, viel Double Bass-Bums und eine gesunde Mischung aus einnehmenden Shouts, stimmigen Cleanparts und brachialen Breakdowns. Zwar zeigt sich hier klar die gewohnte Linie, trotzdem habe ich das Gefühl, dass gerade Cody mehr und mehr unter Beweis stellen will, was stimmlich alles in ihm steckt. Wenn ich das mit dem Debütalbum Blueprints vergleiche, gefällt mir es hier deutlich besser. Es weckt stetig die Neugier in mir, wie er sich wohl bei Live-Auftritten schlagen wird.

Mit “Johnny Cash” findet Deadweight einen melancholischen und verhältnismäßig ruhigen, langsamen Ausklang. Ob und wenn ja, was genau der Titel mit Rock Legende Johnny Cash auf sich hat, konnte ich bislang noch nicht wirklich erkennen. Durch seine Stimmung und Aufbau, erinnert der Track aber auf jeden Fall an den ersten Song “Two Years” und schließt somit den Kreis um das Album.

Fazit:

Die Jungs haben mich stellenweise wirklich überrascht und total „gecatcht“. Es hat eine sehr gute Mischung von “Neues ausprobieren” und “Altes bewahren”. Für mich hat es wenig Stolpersteine, die mir nicht gefallen, aber das ist vollkommen okay. Nichtsdestotrotz ist definitiv nochmal eine Steigerung zum ersten Album zu hören.

Also Jungens, gar nicht lange warten. Bitte flott den nächsten Flieger nach good old Germany nehmen und uns das Album live vorstellen!

Wertung: 9/10

Band: Wage War

Album: Deadweight

Genre: Hardcore/Metalcore

Songs: 12

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Wage War - Deadweight

Wage War

Deadweight

Album

VÖ 04. August 2017

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