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The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die - Dreams of Being Dust
ReviewEmoRock

The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die

Dreams of Being Dust

Album

VÖ 22. August 2025Epitaph Recordsdigital · cd · vinyl
Celina Schlömer/24. August 2025
Streamen
SpotifyApple MusicYouTubeDeezerTidal
C

Celina Schlömer


Politische Stellungnahme und Engagement waren wohl selten so wichtig wie jetzt. The World Is A Beuatiful Place & I Am No Longer Afraid To Die (TWIABP) haben das nicht nur verstanden, sondern tischen mit „Dreams of Being Dust“ gleich elf politisch geladene, unerschrockene Tracks auf. Frustration, Angst und jede Menge Wut werden dabei sowohl musikalisch als auch lyrisch verpackt und hörbar gemacht.

TWIABP passen in keine Schublade

Das US-Sextett hat seit ihren Anfängen in der Emo-Hochphase eine ganzschöne Reise hingelegt. Ihre jüngste Scheibe ist dabei nicht nur ihre bis dato härteste Platte, sondern fängt genau diese Entwicklung ein. Von Emo-core über Post-Rock bis hin zu Hardcore-, Prog- und Metal-Elementen – an Experimentierfreude fehlt es der Band auf keinen Fall. Praktisch umgesetzt wird dies durch dichte Soundwände, einer Mischung aus aggressiven und cleanen Vocals und melodischen, emo-esque Gitarrenriffs.

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Schon der Opening-Track „Dimmed Sun“ kündigt das neue Kapitel an. Wie Donner preschen Drums und E-Gitarren los. Abgerundet durch unheilvolle Synthies und Lines wie „A world-ending wave/ Last Page in a book/ Washing all away“ wird ein wütender, apokalyptischer Ton gesetzt.

Doch es gibt auch ruhigere Momente. „Oubliette“ nimmt sich dynamisch zurück, trifft dafür mit Zeilen wie „What coward king teaches this kind of lesson? /Widespread hunger in the poorest of children” genau ins Herz.

Die volle Dröhnung lyrische und musikalische Wucht

Während die brachiale Single „Beware the Centrists“ schon im Mai als Kostprobe serviert wurde und dabei Diskussionen losgetreten hat, können auch die anderen Tracks als durchaus waghalsig beschrieben werden. Sowohl bestimmt als auch geschmacksvoll wird hier soziale Ungerechtigkeit ver- und aufgearbeitet.

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Ein Standout ist dabei „December 4th, 2024“. Hier wird das Kind direkt beim Namen genannt und dabei in eine Mischung aus dichten Shoegaze Gitarren und Post-Hardcore-Riffs getränkt.

Persönliches Highlight ist jedoch der Closing Track und das verdiente Finale des Albums „For Those Who Will Outlive Us“. Nicht nur kollaborieren TWIABP hier mit Greg Thomas (END), sondern liefern auch ansonsten allerhand Überraschungen. In knapp acht Minuten Laufzeit driftet der Song von atmosphärischen und ruhigen Passagen in wuchtige Metalcore-Gewitter, ohne jemals den roten Faden zu verlieren. Es wird klar, dass genau hier die Stärken der Band liegen. Gerade Fans der ausufernden 10-Minuten-Epen früherer TWIABP-Platten werden dabei voll auf ihre Kosten kommen. Es stellt sich hier allerdings auch die Frage, ob den anderen Tracks etwas mehr Laufzeit nach alter Manier nicht auch ganz gut getan hätte.

Viele Köche verbessern den Brei

TWIABP haben sich schon immer durch ihre eher große Besetzung ausgezeichnet. Doch genau diese unterschiedlichen Einflüsse und Nuancen sind im besten Sinne hörbar. Der Wechsel an unterschiedlichen Stilen ist hierbei genauso interessant, wie die unterschiedlichen Vocals. Doch dabei bleibt es nicht. Die Band hat sich für die Platte gleich vier Feature-Kollegen ins Boot geholt. Neben den bereits diskutierten Gästen wurde für den Track „Se Sufre Pero Se Goza“ Counterparts-Sänger Brendan Murray ans Mikrofon geholt. Dieser verleiht mit seinen Screams dem Song das nötige vokale Chaos und rundet den energiegeladenen Track perfekt ab.

TWIABP haben mit „Dreams of Being Dust” ein Manifest der Wut, Frustration und Verweigerung geschaffen, das definitiv wachrüttelt. Ob es sich musikalisch gegen seine extrem starken Vorgänger durchsetzen kann, hängt dabei wohl stark mit Erwartungshaltung und persönlichem Geschmack zusammen. Qualitativ werden hier auf jeden Fall keine Abstriche gemacht.

Foto: Lisa Johnson / Offizielles Pressebild

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Fazit

8/10
· Sehr stark

„Dreams of Being Dust“ ist keine einfache Platte. Sie (über)fordert, konfrontiert und steckt mit ihrer Wut an. TWIABP offenbaren hier ihren Weltschmerz und lassen keinen Raum zum Wohlfühlen. Wer den Emo-Tagen der Band hinterhertrauert, wird hier nicht fündig. Doch wer sich auf den Post-Rock-Prog- und Metal-Sound der Band einlassen kann, wird definitiv belohnt werden.

The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die - Dreams of Being Dust

The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die

Dreams of Being Dust

Album

VÖ 22. August 2025

digital · cd · vinyl

Epitaph Records

▶Tracklist 11 Songs
  1. 1Dimmed Sun
  2. 2Se Sufre Pero Se Goza
  3. 3No Pilgrim
  4. 4Beware the Centrist
  5. 5Oubliette
  6. 6Captagon
  7. 7Dissolving
  8. 8Reject All and Submit
  9. 9December 4th, 2024
  10. 10Auguries of Guilt
  11. 11For Those Who Will Outlive Us
Streamen
SpotifyApple MusicYouTubeDeezerTidal
The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die·Emo·Rock

Älteres ReviewSTORM - Join The Storm
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The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die
Foto: Adam Peditto / Offizielles Pressebild

The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die

USASeit 2009

The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die ist eine Band aus Willimantic im US-Bundesstaat Connecticut. Stilistisch wirft das Kollektiv dabei munter Emo, Indie und Rock in einen Top…

2 Artikel auf MoreCore

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