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The Warning - Keep Me Fed
ReviewAlternativeRock

The Warning

Keep Me Fed

Album

VÖ 28. Juni 2024Republic Recordscd · vinyl
Malin Jerome Weber/1. Juli 2024
Streamen
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M

Musiker durch und durch. Ein Leben ohne Mucke machen, hören und live erleben, gibt es für Malin nicht. Dementsprechend ist Musik auch Malins Lieblings-Gesprächsthema. Und damit er seinem Umfeld damit nicht zu sehr auf die Nerven geht, schreibt er einfach für MoreCore. Die neuesten Alben von altbekannten und gefeierten Artists, vom Underdog aus dem Nischengenre, von lokalen Konzerten oder den großen Festivals – you name it – Malin wird euch etwas dazu erzählen. Als Schlagzeuger, Musiklehrer und Student der sozialen Arbeit findet er, dass man Musik und Menschen nicht trennen kann oder sollte, denn nichts macht Musik schöner, als die Gemeinschaft und das Miteinander. Wenn er euch nicht gerade von seiner Plattensammlung berichtet, probt und schreibt er wahrscheinlich mit seiner Band Small Strides, stopft sich den Bauch mit Guacamole voll oder steht am Fenster und beobachtet die Hunde in der Nachbarschaft.


Es sind in jedem Festivalsommer die gleichen Fragen: “Wo sind die Headliner von morgen? Wo sind die FLINTA*-Artists? Wo sind die jungen Bands?”. Spätestens jetzt, wo The Warning aus Mexiko ihr neues Album “Keep Me Fed” veröffentlicht haben, darf nirgendwo auf der Welt noch ein planloses Schulterzucken als Antwort akzeptiert werden. Besagte Platte fängt auf beeindruckende Weise die Vertrautheit und das Selbstbewusstsein dieses Geschwistertrios ein, die sie sich über ihre mittlerweile bereits elfjährige Bandgeschichte aufgebaut haben. Ein kleiner Reminder vorab: Bei der immens hohen Qualität dieser zwölf Tracks sind jegliche Bewertungen unter der Berücksichtigung, dass wir es noch mit drei unfassbar jungen Frauen zu tun haben, absolut überflüssig (wenn nicht sowieso schon).

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The Warning scheinen sich auf “Keep Me Fed” musikalisch wirklich gefunden zu haben. So streifen sie ihre Hard Rock-Wurzeln endgültig ab und pendeln sich bei Riff-betontem Alternative Rock ein, der aber auch von einer gewissen Tanzbarkeit geprägt ist und absolut modern klingt. Ihre Vorbilder wie Royal Blood, Queens of the Stone Age oder Muse sind dabei zwar klar erkennbar, werden aber zu keiner Sekunde übermäßig stark zitiert. So oder so wird man über die gesamte Lauflänge so sehr von den ausgefeilten Instrumentalperformances und der Catchigkeit der Songs auf Trab gehalten, dass man sich darüber sowieso keine Gedanken machen kann.

The Warning überzeugen auf jeder Ebene

Als wäre das nicht schon genug, glänzt “Keep Me Fed” noch mit einer druckvollen, aber transparenten Produktion, die trotz aller Poppigkeit noch ordentlich Kante besitzt. Hört man sich Live-Performances der Band an, offenbart sich gleich die Schwierigkeit, die außergewöhnliche Gruppendynamik von The Warning im Studio abzubilden. Dass es Produzent Anton Delost gelingt, dieses Kunststück zu vollbringen, macht das Hörerlebnis zu einem noch größeren Spaß als sowieso schon. Abgerundet wird das Ganze durch die vielen kleinen Momente, in denen Bassistin Alejandra und Drummerin Paulina vom Rest der Band etwas Luft zum Atmen bekommen und mit ihren geschmackvollen Fills glänzen können.

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Über die gesamte Platte hinweg geben The Warning ihren Tracks verschiedene Fokuspunkte. So fallen manche Songs grooviger (“Burnout”, “MORE”), manche wiederum riff-betonter (“SICK”, “Six Feet Deep”) und andere wiederum hymnischer aus (“Hell You Call A Dream”). Auch wenn das Album von einer angenehmen Kohärenz geprägt ist, gibt es zahlreiche Ausnahmemomente, die immer wieder aufhorchen lassen. Seien es kurze Ausflüge in Nu Metal-Gefilde (“Sharks”), Solo-Einlagen a lá Tom Morello (“Satisfied”) oder breakdown-ähnliche Halftime-Parts (“Escapism”, “Automatic Sun”). Mit “Qué Más Quieres“ findet sich sogar ein Song in Spanisch auf dem Album, der schon alleine dadurch einen gänzlich anderen Charakter mitbringt.

Ein nahezu perfektes Album

Trotz aller starken Ideen, die The Warning auf LP Nummer 4 unterbringen, wirkt das Album nie überladen und unglaublich ausbalanciert. Vor allem die Tatsache, dass die Band es schafft, Härte und Poppigkeit gegeneinander aufzuwiegen, macht “Keep Me Fed” zu einer Platte, die sowohl im Mainstream als auch in der alternativen Musikszene gut ankommen könnte. Dann wirken zudem noch auf lyrischer Ebene die Texte trotz einer gewissen Jugendlichkeit nie zu platt. Es gibt wirklich nicht viel zu meckern, außer dass man sich höchstens im hinteren Drittel ein wenig satt gehört hat. Mit 1 – 2 Songs weniger hätten die Schwestern vielleicht die Punktlandung gestanden. So bleibt aber immer noch eine über alle Maße starke Platte, die auch größere Bands mit mehr Erfahrung nicht so einfach aus dem Ärmel schütteln könnten.

Foto: The Warning / Offizielles Pressebild

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Fazit

9.5/10
· Zeitlos

The Warning werden noch so unfassbar weit kommen. Ihr viertes Album könnte der entscheidende Meilenstein sein, mit dem sich die drei Schwestern den Weg auf die ganz großen Bühnen der Welt ebnen. Es regnet Hits und hagelt Riffs auf “Keep Me Fed”. Die musikalische und produktionstechnische Exzellenz, die die Mexikanerinnen dabei an den Tag legen, lässt selbst ihre musikalischen Vorbilder an vielen Stellen ganz schön alt aussehen. Genau hier beginnt die Rockmusik von morgen, die aber ohne Zweifel ausnahmslos alle Generationen an Rockfans abholen wird.

The Warning - Keep Me Fed

The Warning

Keep Me Fed

Album

VÖ 28. Juni 2024

cd · vinyl

Republic Records

▶Tracklist 12 Songs
  1. 1Six Feet Deep
  2. 2S!CK
  3. 3Apologize
  4. 4Qué Más Quieres
  5. 5MORE
  6. 6Escapism
  7. 7Satisfied
  8. 8Burnout
  9. 9Sharks
  10. 10Hell You Call A Dream
  11. 11Consume
  12. 12Automatic Sun
Streamen
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The Warning·Alternative·Rock

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The Warning
Foto: The Warning / Offizielles Pressebild

The Warning

MexikoSeit 2013

The Warning ist eine Rockband aus Monterrey, Mexiko, die im Jahr 2013 von den Schwestern Daniela, Paulina und Alejandra Villarreal Vélez gegründet wurde. Erste Bekanntheit erlangten sie durch ihre Cov…

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