
David Thees
Mit ihrem 15. Studioalbum „One“ liefern Sevendust ein Werk ab, das gleichermaßen Rückbesinnung und Weiterentwicklung ist. Michael „Elvis“ Baskette hat sich der Band angenommen und die neue Platte produziert. Er hat schon mit Größen wie Alter Bridge oder Mammoth zusammengearbeitet.
Nach über drei Jahrzehnten Bandgeschichte steht die Gruppe nun vor der Herausforderung, ob man sich weiterentwickelt oder an alten, gewohnten Dingen festhält. Genau in diesem Spannungsfeld bewegt sich dieses Album.
Steigen wir ein!
Der Opener und Titeltrack „One“ startet mit einem sirenenartigen Effekt und explodiert im nächsten Atemzug. Mit einem eingehenden Chorus. Getragen von schweren, groovigen Gitarren und der unverwechselbaren Stimme von Frontmann Lajon Witherspoon. Die Band ist innerhalb eines einzigen Tons identifizierbar.
„Unbreakable“ startet ruhig und mit einer Art Puls in Kombination mit simplen Pianoklängen. Sobald Gesang und die Instrumente einsetzen, wird hier ein lyrisch so wie musikalisches Meisterwerk im Sevendust-Stil präsentiert.
Die Leadsingle „Is This The Real You” beginnt mit einem starken Gitarrenriff, was die Energie so richtig nach vorne bringt. Mit dem Refrain wurde hier ein absolutes Highlight geschaffen und auch das großartige Video dazu bringt einen einzigartigen Vibe mit sich.
Die Band überzeugt auch visuell
Auch mit „Threshold“ hat Sevendust ein starkes Video hervorgebracht, was die Wiederbelebung der Band symbolisiert. Atmosphärische Energien und der sehr eingängige Sevendust-Sound stehen hier im Vordergrund.
Durch „We Won“ steigt man mit aggressiv-groovigen Alternativ-Riffs ein. Der Song spielt mit ruhigen und fordernden Momenten und schafft es darüber hinaus durch das Gitarrensolo progressive Energie zu vermittelt.
Der opernhafte Anfang von „Blood Price“ ist ein angenehmer Wechsel, der dann in gewohnter Manier in intensive Gitarren übergeht. Die tiefen Growls von Lajon wechseln immer wieder in einen wunderschöne Clean-Gesang. Dieser Wechsel zieht sich durch den gesamten Song und auch das ausgedehnte Gitarrensolo macht es zum härtesten Song der Platte.
Sevendust mit großem Finale
Das Finale bildet der Song „Misdirection“. Hier wird die Experimentierfreudigkeit der Band am besten hervorgehoben. Der „untypischste“ Sevendust-Song des Albums, der nicht auf geradlinige Härte abzielt, sondern mit emotionaler Tiefe und Originalität und Aufrichtigkeit glänzt. Ein absolut fesselnder Moment zum Abschluss eines gelungenen Albums.
Fazit
„One“ ist selbstbewusst, dynamisch und hat keine Angst davor, sich authentisch zu zeigen. Sevendust verbiegen sich nicht und bleibt ihrem Stil treu, ohne sich dabei auf der Stelle zu bewegen. Eine Achterbahn der Gefühle mit stimmigen Wechseln.

▶Tracklist 10 Songs
- 1One
- 2Unbreakable
- 3Is This The Real You
- 4Threshold
- 5We Won
- 6Construct
- 7Bright Side
- 8The Drop
- 9Blood Price
- 10Misdirection

