
Kevin stellt den nördlichen Teil von MoreCore dar. Seitdem er zum Team gestoßen ist, ist er fester Teil der Redaktion und wird liebevoll "Redaktionsrambo" genannt, da er einfach überall am Start ist. Seien es Reviews, Konzert-Berichte, Interviews oder Unterstützung im MoreCore.TV Team, Kevin ist gerne dabei. Ursprünglich im Hardcore und Punkrock zu Hause, interessiert er sich für die unterschiedlichsten Genre und entdeckt gerne neue Künstler. Wenn es für MoreCore gerade einmal nichts zu tippen gibt, nimmt er auch selbst die Gitarre in die Hand und schrammelt etwas vor sich hin. Neben der Musik, Festivals und Konzerten begeistert Kevin sich für American Football und schlägt sich dafür mit Freude die ein oder andere Nacht um die Ohren.
An allen Ecken und Enden munkeln man ja, dass der Pop-Punk und der Emo im Jahre 2022 besonders stark zurückkommt. Der US-amerikanische Musiker smrtdeath trägt mit seinem kommenden Album „it’s fine“ definitiv dazu bei. Die Platte, die in digitaler Version bereits am 04. Februar 2022 erscheint und physisch am 08. April 2022 erhältlich sein wird, bietet elf Tracks, die mit Spannung erwartet werden.
Wie das gute Stück klingt, erfahrt ihr in unserer Review.
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Ja, es scheint wahr zu sein. Die Pop Punk Welle ebbt auch im Jahre 2022 nicht ab. Die Kombination mit Trap-Beats ist bereits seit ein paar Jahren in aller Munde und erreichte spätestens mit Musikern, wie Lil Peep, oder auch Machine Gun Kelly ihren vorzeitigen Zenit.
Auch bekannte Größen der Branche springen auf diesen Zug auf. So wird die physische Ausfertigung von „it’s finde“ via Epitaph Records erscheinen. Zusätzlich wurde das Album von niemand Geringerem als Matt Malpass produziert. Der Grammy-nominierte Produzent arbeitete zuvor mit Blink-182, Machine Gun Kelly und Yungblud zusammen.
Eine aus der Pandemie geborene Ein-Mann-Band
smrtdeath, der mit bürgerlichem Namen Mike Skwark heißt, schaffte es während der Pandemie, sein musikalisches Projekt als Ein-Mann-Band aufzuziehen. Auf „it’s fine“ spielt der Musiker sämtliche Instrumente, schreibt alle Texte und suchte sich lediglich für die Recordings Unterstützung. Darüber hinaus gibt es allerdings zahlreiche Gastauftritte, die sich definitiv sehen lassen können.
Begonnen wird mit Lil Lotus, der gleich auf zwei Songs einen Feature-Auftritt erhält. „she always gets what she wants“ beginnt in feinster Pop Punk-/Trap-Manier und offenbart einen zurückhaltenden und gleichzeitig gradlinigen Sound.
Wer hier an Künstler, wie Lil Peep, oder Cold Heart denkt, der liegt sicherlich nicht falsch. Genau dieser Punkt wird im Verlaufe des Albums an der ein oder anderen Stelle deutlich.
Es fehlt „it’s fine“ an der ein oder anderen Stelle am besonderen Merkmal, am USP, an dem gewissen Etwas, das Wiedererkennung hervorruft. Ähnliche Eindrücke erhält man auch bei Songs wie „idek“, oder „got right“.
Insgesamt thematisiert smrthdeath auf „it’s fine“ sowohl persönliche Hoch- und Tieflagen, als auch allgemeingültige Themen. Dabei weist der Musiker eine recht schnörkellose Handschrift auf, die eingängig und authentisch wirkt. Dies wird beispielsweise in Tracks wie „sober“ oder auch „everything’s fucked“ deutlich.
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Zwischen Melancholie und Akzenten
Die Melancholie, mit der smrtdeath spielt, zieht sich wie ein angenehmer Schleier über „it’s fine“. Bereits im ersten Song „all my friends are pissed off“ mischt sich zum pop-punkigen Start und den eher traplastigen Refrains eine seichte Schwere. Der Einsatz und die Mischung aus elektronischen und akustischen Drums sowie den Saiteninstrumenten wirkt darüber hinaus ausgewogen.
In „misfit“ wirkt es allerdings so, als würden die beiden Schlagzeugarten eher gegeneinander arbeiten, da sich die einzelnen Snareschläge und die 808 zu Teilen überlappen und hierdurch keine Akzentuierung hervorgerufen wird. Trotz allem stellt das Stück eines der Highlights auf „it’s fine“ dar. Für Fans von Iann Dior und ähnlichen Künstlern, ist „misfit“ definitiv eine Empfehlung.
Features mit Impact
Es sind definitiv die Features, die „it’s fine“ den letzten Schliff geben. Hierbei ist besonders zu erwähnen, dass smrtdeath den einzelnen Künstlern genügend Raum gibt, sich zu entfalten. Der Song „great“ wird beispielsweise mit WHOKILLEDXIX bestritten. Das Musiker-Duo, welches für ihren elektronischen Sound bekannt ist, schaffen es auch gemeinsam mit smrtdeath ihre Handschrift zu hinterlassen und bringen dadurch eine weitere Farbe in den Song.
Auch das Mitwirken von Mark Hoppus (Blink-182, +44, etc.) bereichert den Song „adding up“ und stellt durch die zahlreichen Einflüsse eine gelungene Kombination dar.
Bild: SMRTDEATH / Offizielles Cover zu „It’s Fine“
Fazit
Mit „it’s fine“ bietet smrtdeath Fans des modernen Pop-Punks sowie Anhängern von Emo und Trap-Beats genau das, was sie wollen. Das Album schwangt zwischen Melancholie und Leichtigkeit und thematisiert dabei die alltäglichen Kämpfe, die die meisten kennen dürften. Featuregäste wie Lil Lotus und Mark Hoppus schaffen es darüber hinaus, sich auf „it’s fine“ auszubreiten und bereichern den Sound des Albums mit ihren Einflüssen. An der ein oder anderen Stelle fehlt durchaus der bleibende Eindruck, der sich im Kopf festsetzt, sodass man dem Album ein paar Durchläufe auf der heimischen Anlage geben sollte.

▶Tracklist 11 Songs
- 1all my friends are pissed off
- 2she always gets what she wants
- 3everything's fucked
- 4great
- 5mistfit
- 6sober
- 7what i wanted
- 8idek
- 9adding up
- 10got right
- 11it's fine