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Rising Insane - Wildfires
ReviewMetalcorePost-Hardcore

Rising Insane

Wildfires

Album

VÖ 23. August 2024Long Branch Recordscd · vinyl
Mauritz Hagemann/21. August 2024
Streamen
SpotifyApple MusicYouTubeDeezerTidal
M

Mauritz Hagemann


Rising Insane haben sich in den letzten Jahren durch kontinuierliche und gute Arbeit ihren Platz in der Spitzengruppe der deutschen Metalcore-Szene gesichert. Die Norddeutschen haben erst 2017 ihr Debütalbum „Nation“ veröffentlicht – und jetzt steht mit „Wildfires“ schon Album Nummer 4 in den Startlöchern. Wir haben für euch einmal etwas genauer in die Platte reingehört.

Rising Insane starten energisch

Mit „Reign“ startet die Platte energisch. Rising Insane lassen keinen Zweifel daran, wo die Reise auf „Wildfires“ hingehen soll. Musikalisch eher Post-Hardcore als Metalcore, einen klar hörbaren Synthie-Einschlag und mit einem deutlichen Fokus auf den Refrains. Richtig hart wird es dann aber zum Ende auch noch einmal. Man könnte meinen, Rising Insane wollen in diesen ersten knapp vier Minuten direkt allen zeigen, welche musikalische Vielfalt im Album steckt. Mit „Monster“ folgt dann gleich die erst kürzlich veröffentlichte Single. Der Song beschränkt sich in knapp drei Minuten auf das Wesentliche, wobei gerade die Gesangslinie im Refrain sicher kreativ ist, aber doch ein paar Anläufe braucht, um ihren Weg in den Gehörgang zu finden.

„Lighthouse“ als das große Highlight

Mit „Lighthouse“ folgt der vielleicht stärkste Song der Platte. Das sehen übrigens auch die Fans durchaus so – von allen bisher veröffentlichten Singles wurde „Lighthouse“ bei Spotify am häufigsten gehört. Das hat bekanntlich auch nur eine begrenzte Aussagekraft, doch verstehen kann man die Hörerinnen und Hörer ohne Frage. Der Song bringt noch einmal alles, was Rising Insane ausmacht, auf den Punkt. Die Strophen zeigen gesanglich noch einmal eine andere, eher zum Hardcore gehörige Seite. Und hier sitzt auch der Refrain perfekt – diese Gesangsline ist gekommen, um zu bleiben. Das machen Rising Insane richtig stark.

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Rising Insane wagen sich nach und nach mehr

Je weiter das Album fortschreitet, umso mehr wagen sich Rising Insane auch aus ihrer Komfortzone heraus. Da werden die Gitarren wie in „Bet On Me“ oder „Warning“ schon einmal deutlich metallischer. Die Synthie-Elemente hingegen bleiben durchweg und geben dem Album so einen Rahmen, in dem sich nahezu alle der elf Tracks bewegen. Bei den eben genannten Songs ist definitiv mehr für die Hard & Heavy-Fraktion dabei. Das geht aber mitunter zulasten der Eingängigkeit der Songs. Gleichwohl bewegen sich Rising Insane in Sachen Songwriting nahezu auf dem gesamten Album auf bekannten Pfaden. Die ganz großen neuen und innovativen Ideen sind nicht dabei – aber das muss ja auch nicht sein. Auf Biegen und Brechen progressiv sein zu wollen, hat vielen Bands bekanntlich eher geschadet als geholfen.

Keine Lückenfüller

Das Interlude „Counting Regrets“ gibt uns schließlich vor dem Finale des Albums noch einmal einen Moment, um Luft zu holen. Denn auch im letzten Albumdrittel drehen Rising Insane noch einmal richtig auf. Man kann über das im Streaming-Zeitalter immer wichtiger werdende Single-Game denken was man will. Doch wenn es einen positiven Effekt hat, dann ist es die Tatsache, dass Lückenfüller auf Alben immer weniger zu finden sind. Mittelmäßige Songs, die nur dem Zweck dienen, auf eine ausreichende Anzahl an Songs zu kommen, findet man auf „Wildfires“ jedenfalls nicht. Mit „The Door“ haben Rising Insane auch die fast schon obligatorische Ballade mit an Bord. Ohne Frage solide, aber nicht unbedingt etwas für den sofortigen Gänsehaut-Moment. Zumindest zeigt die Band aber eindrucksvoll ihre musikalische Vielfalt. Mit dem Titeltrack „Wildfires“ wird schließlich der Schlussstrich unter Album Nummer 4 gezogen. Hier ist es vor allem Sänger Aaron Steineker, der noch einmal zeigt, wozu er in der Lage ist. Denn unabhängig von der Musikrichtung steht und fällt die Qualität einer Band mit dem Gesang – und in dieser Hinsicht sind Rising Insane ziemlich gut aufgestellt. Aber eben nicht nur in dieser.

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Ob Rising Insane, die aus dem Bremer Umland stammen, Fußballfans sind, wissen wir nicht. Falls die Band aber dem SV Werder die Daumen drückt, so sollten sich die Grün-Weißen definitiv ein Beispiel an der Band nehmen. Denn die Band zeigt auf „Wildfires“ eindrucksvoll, wie man in die nationale Spitzengruppe aufsteigt und seine Position dort verteidigt. Das Album liefert jede Menge Gründe, weshalb Rising Insane auch in Zukunft zur Speerspitze der deutschen Hardcore- und Metalcore-Szene gehören wird.

Foto: Jana Kuhs x Coregraphy / Offizielles Pressebild

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Fazit

7.5/10
· Sehr stark

Eines vorweg: Rising Insane liefern auf „Wildfires“ richtig gute Arbeit ab. Die erste Hälfte gehört eher den eingängigen Post-Hardcore-Tracks, in der Mitte des Album wird es dann metallischer. Etwas mehr Innovation hätte man sich ruhig trauen können – die Band kann ihr Potential noch mehr ausschöpfen. Gerne beim nächsten Album – fürs Erste sind wir mit „Wildfires“ aber voll und ganz zufrieden.

Rising Insane - Wildfires

Rising Insane

Wildfires

Album

VÖ 23. August 2024

cd · vinyl

Long Branch Records

▶Tracklist 11 Songs
  1. 1Reign
  2. 2Monster
  3. 3Lighthouse
  4. 4Malicious
  5. 5Bet On Me
  6. 6Warning
  7. 7Counting Regrets (Interlude)
  8. 8Carousel
  9. 9Burn
  10. 10The Door
  11. 11Wildfires
Streamen
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Foto: Martin Droste / Offizielles Pressebild

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Rising Insane sind eine 2012 gegründete Post-Hardcore- und Metalcore-Band aus dem Raum Bremen. Die fünfköpfige Band besteht aus Aaron Steineker (Vocals), Florian Köchy (Vocals/Gitarre), Sven Polizu…

83 Artikel auf MoreCore

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