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Normandie - Dark & Beautiful Secrets
ReviewAlternativePost-HardcoreRock

Normandie

Dark & Beautiful Secrets

Album

VÖ 19. Februar 2021Easy Life Recordscd · vinyl
Simon Lehmann/17. Februar 2021
Streamen
SpotifyApple MusicYouTubeDeezerTidal
S

Aus den Untiefen des Internets direkt auf eure heimischen oder mobilen Empfangsgeräte gestolpert: Hier ist Monsi! Seit Jahren schon enthusiastischer Leser dieser illustren Beiträge, die wir hier so posten, hat er sich Anfang des Jahres ein Herz gefasst, sich beworben, und ist jetzt mit Feuereifer bei uns dabei! Zur Zeit sind die redaktionelle Arbeit sowie Rezensionen seine Steckenpferde. Letztere sind auch durch ihn erstmalig im Morecore Universum auch in Videoform zu erleben! Was er noch in Zukunft so anzustellen vermag? Wir werden es erleben! Eins steht fest: Er kam, um zu bleiben!


Neues aus der Normandie! Naja, wohl eher aus dem Hause Normandie! Nach etwas über zwei Jahren Kreativprozess und dem ein oder anderen kleinen Besetzungswechsel beehren uns die Schweden mit ihrem nun mehr dritten Longplayer. Dieser hört auf den Namen „Dark & Beautiful Secrets“ und was uns als noch unwissende Zuhörerschaft auf diesem Album so alles erwartet, das klären wir in den folgenden Zeilen.

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Schönes Bekanntes

Zum Einstieg setzt das Album auf bereits Bekanntes. So handelt es sich bei den ersten vier Songs um die bereits im Vorfeld veröffentlichten Singles „Babylon“, „Hostage“, „Jericho“ und „Holy Water“. Diese stimmen den Zuhörer auch schon perfekt auf das, was noch kommt ein: Ein gesunder Mix aus beschwingten Schlagzeugrhythmen, dezenten Synthesizern und Rhythmusgitarren sowie der über allem thronenden und melodieführenden Stimme von Frontmann Philip Strand, der einmal mehr mehr seine geballte Gesangskompetenz ausspielt.

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All das verpacken Normandie in kompakte, gut produzierte, maximal vier Minuten lange Songs. Soweit, so gut, so bereits bekannt.

Mehr weniger

Jedoch fällt beim genaueren Hinhören auf, dass, obgleich die Songs allesamt klanglich voluminös anmuten, Normandie dieses Mal weitestgehend auf Elemente wie Chöre, Streicher, Pauken oder ähnliches verzichtet haben.

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So klingt „D&BS“ im direkten Vergleich zu früheren Alben etwas aufgeräumter und auf das Wesentliche reduziert, was aber nur selten ein Nachteil ist. Lediglich der Song „Bury Me Alive“ hätte meiner Meinung nach eine kleine Brise Epicness vertragen können. Aber auch ohne Bombast funktioniert „Dark & Beautiful Secrets“ dank seines Drives und seinen eingängigen Songs über die gesamte Spielzeit von circa 35 Minuten fabelhaft.

Dunkle Geheimnisse bei Normandie

Die eben angesprochene Bombast-Reduzierung hat aber auch seinen Grund. So wollte Frontmann und Songtexter Philip Strand dem Album einen etwas roheren und nahbareren Anstrich verleihen. Schließlich geht es diesmal, wie der Albumtitel bereits impliziert, um persönliche Geheimnisse, die er sich im Entstehungsprozess des Albums von der Seele geschrieben hat.

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So handeln die Songs zum Beispiel von Panikattacken („Hostage“), seiner fragilen Beziehung zum Internet („Atmosphere“) und wie man sich in seinen Gedanken verlieren kann („Babylon“). Dabei zeigen Normandie mit ihrer Kombination aus persönlichen Themen und poppiger Melodie, dass es manchmal auch etwas Positives sein kann, wenn ein Geheimnis nach Jahren der Verschwiegenheit endlich das Licht der Welt erblickt.

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Wer sich also im Vorfeld Gedanken über die Bedeutung des Albumtitels gemacht hat, der sollte seine Antwort dieses Mal auf jeden Fall in den Lyrics wiederfinden, sofern er sich nicht von der treibenden Musik von Track zu Track mitreißen lässt.

Dennoch fehlt mir da etwas

Jedoch gibt es bei all der musikalischen Finesse und der textlichen Tiefe eine Kleinigkeit, die mir auf diesem Album ein wenig fehlt. Und zwar ist es schlichtweg DIESER EINE KILLER, der mich komplett abholt und auf den ich mich bei jedem Durchlauf aufs Neue freue. Auf Ihrem Debütalbum „Inguz“ war das für mich der Song „Believe“. Der Song, der mich zur Band brachte und der mich sofort in den Bann ihrer Musik zog.

„White Flag“ hatte hier für mich den Titeltrack bereit, der mich mit seinem musikalischen Klimax und seiner Emotionalität bis heute immer wieder begeistert… Und auf „D&BS“ fehlt mir solch ein Song irgendwie.

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Versteht mich nicht falsch, ich finde die Songs allesamt klasse und und im Kontext der gesamten Diskographie betrachtet ist es für mich auch das stimmigste Album der Band. Dennoch vermisse ich bei jedem Durchhören DEN EINEN Track, der mich komplett aus den Socken haut.

Natürlich ist das nur meine persönliche Auffassung und es kann natürlich sein, dass sich auf lange Sicht noch ein Song herauskristallisiert, den ich für die nächsten Wochen und Monate in mein Herz und in meine Heavy Rotation packe. Aber Stand heute habe ich diesen Track noch nicht für mich gefunden.

Foto: Normandie / Offizielles Pressebild

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Fazit

8/10
· Sehr stark

Mit „Dark and beautiful Secrets“ liefern Normandie ihr bislang stimmigstes und persönlichstes Album ab. Zehn vor Energie strotzende Songs, die jetzt das Rad (oder den bandeigenen Sound) nicht unbedingt neu erfinden, aber durch ihren Drive, ihre Emotionalität und Melodien den geneigten Zuhörer dazu verleiten, sich wieder und wieder und wieder auf die 35-minütige Reise durch die dunklen und schönen Geheimnisse, die das Album für ihn bereithält, zu begeben.

Normandie - Dark & Beautiful Secrets

Normandie

Dark & Beautiful Secrets

Album

VÖ 19. Februar 2021

cd · vinyl

Easy Life Records

▶Tracklist 10 Songs
  1. 1Babylon
  2. 2Hostage
  3. 3Jericho
  4. 4Holy Water
  5. 5Mission Control
  6. 6Bury Me Alive
  7. 7Atmosphere
  8. 8Thrown In The Gutter
  9. 9Renegade
  10. 10Chemicals
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Normandie·Alternative·Post-Hardcore·Rock

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Foto: Normandie / Offizielles Pressebild

Normandie

SchwedenSeit 2013

Die schwedische alternative Band Normandie wurde 2013 in Örebro gegründet. Die Sänger Philip Strand und Johan Lindström veröffentlichten bereits wenige Tage nach Gründung, gemeinsam mit den Gitarriste…

48 Artikel auf MoreCore

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