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MEMPHIS MAY FIRE - This Light I Hold
Review

MEMPHIS MAY FIRE

This Light I Hold

Album

VÖ 28. Oktober 2016
Jonas Happel/31. Oktober 2016
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J

Jonas ist einer der Heads von MoreCore und kümmert sich hauptsächlich um die Pressearbeit, Zahlen, diverse Projekte sowie die Kommunikation mit Partnern, Labels und Bands. In seiner Freizeit vertritt er in Perfektion die kölsche Lebensart, die er nach über zehn Jahren in der Rheinmetropole nun auch im Münsterland auslebt. Dazu gehört auch, für jeden im Team ein offenes Ohr zu haben! Zudem ist er auf vielen Konzerten und Festivals anzutreffen, schwingt super gerne mal den Kochlöffel und schreibt nebenher Musik für Kinder. Beruflich arbeitet Jonas als Lehrer für Sonderpädagogik an zwei inklusiven Grundschulen in Bocholt.


Während sich meine Kollegen unserer MoreCore Party im schönen Münster widmeten, saß ich Zuhause und ließ die neue Platte von MEMPHIS MAY FIRE rotieren. Eine Band, bei der mir das Debütalbum „Sleepwalking“ immer noch ein zufriedenes Grinsen ins Gesicht treibt, ich es jedoch seitdem etwas aus den Augen verloren habe. Southern Rock ähnliche Gitarren und eine verbissene Wildheit gepaart mit Post-Hardcore typischen Breakdowns drückten mich damals in meinen Bürostuhl. Nicht umsonst war die Single „Ghost In The Mirror“, neben Kollegen und festen Größen wie SUICIDE SILENCE, EVERY TIME I DIE sowie MISS MAY I, Teil des Saw VI-Soundtracks.

Drei Alben sind seitdem schlichtweg an mir vorbeigezogen, haben MEMPHIS MAY FIRE jedoch zu einer festen Größe der amerikanischen Metalcore-Szene gemacht. Dauergast auf der Vans Warped Tour und jährliche Headliner-Touren, bestätigen ihren Ruf als gefeierte Live-Band. Ihr neuester Output „This Light I Hold“, und damit Album Nr. 5, erschien am Freitag via Rise Records. Ob meine Mundwinkel vor Zufriedenheit wieder in die Höhe schnellen oder ob es eher gute Miene zum bösen Spiel ist, erfahrt ihr in den kommenden Zeilen.

memphis_may_fire

Der erste Eindruck bestätigt das Konzept der letzten Alben „Unconditional“ und „Challenger“. Gewohnter Sound, energische Strophen, aufbauende Hooks sowie mächtige Breakdowns. Nach dem Motto „It ain’t broke, don’t fix it“, kriegen Fans genau das, was sie sich wünschen: Post-Hardcore/ Metalcore mit der ordentlichen Portion Energie. Auf große Experimente wird zugunsten eines „einfachen Einstiegs“ in die Musik verzichtet. Eingängigkeit ist das Gebot der Stunde, welches wunderbar umgesetzt wird.

„Out Of It“ macht den Anfang perfekt und Lust auf mehr. Die Gitarren ziehen einen vollen Nutzen aus dem Stereo-Panorama, während das Schlagzeug in simpler Manier Spannung aufbaut, nur um dann in einen treibenden Galopp zu verfallen, welcher die Thematik des Chorus wiederspiegelt. Die Vocals entnehmen sich dem bekannten Wechsel zwischen Clean und Guttural, wobei Frontmann Matty mit authentischen Screams sein absolutes Biest rauslässt. Besonders im Breakdown will man dem Kollegen nicht im dunklen Gang begegnen.

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Die wild-wütenden Vocals des Fronters bleiben auch bei „Carry on“ Nummer eins der Tagesordnung. Begleitet von einer markanten Lead-Gitarre, überzeugt der Song gerade im Chorus und spiegelt das optimistische Thema der Lyrics komplett wieder. Auffallend ist der ruhige Part gegen Ende des Songs, der nochmal auf einen erhebenderen Chorus vorbereitet. Zwar sind bis hierhin nur zwei Songs des Albums vergangen, eine Überschneidung in der Songstruktur ist jedoch unverkennbar.

„Wanting More“ bricht schließlich durch einen sehr eigenen Rhythmus ein wenig das bisherige Konzept und ist der Song, der mir von allen am meisten im Kopf geblieben ist. Man kann einfach nicht anders und muss mitnicken. Auch hier gibt es wieder einen eher ruhigeren Part, gefolgt von einem vorhersehbaren Breakdown. Einzig der dominante Anteil an Clean-Vocals sticht noch heraus. Das Konzept der Eingängigkeit setzt sich gerade in den folgenden Songs „Sever The Ties“, „The Enemy“ oder „The Antidote“ fort. Wechselnder Gesang, mitsingbare Hooks und wütende Breaks. Ein kleines Gitarrensolo ab und an weckt nochmal auf, wobei es genauso schnell verschwindet, wie es erschienen ist.

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Kleine Lichtblicke zwischendurch sind der Titelsong „This Light I Hold“ mit einem Feature von PAPA ROACH-Sänger Jacoby Shaddix und „Not Over Yet“ mit THIS AMERICAN HEART-Sänger Larry Soliman. Jacoby beherrscht „This Light I Hold“ mit seiner charismatischen Stimme und stiftet zum Mitschreien an. Passend dazu hört man einen Nu-Metal Einfluss im Instrumentalen. In „Not Over Yet“ übernimmt Soliman den obligatorischen „Quiet“-Part und fügt sich perfekt in den Song ein.

Etwas überflüssig erscheint hingegen der Song „That’s Just Life“ zur Halbzeit der Platte. Zwar sind auch hier wieder die Eingängigkeit und ein „leichter Einstieg“ ein absolutes Muss, nur kippt der Song durch seine Melancholie die komplette Stimmung der Platte. Eine Power-Ballade, die eher auf eine Akustik-EP gepasst hätte.

Fazit:

Alles in allem macht „This Light I Hold“ hingegen bei der Hörbarkeit vieles richtig, nimmt mich und Freunde von Experimenten aber nicht mit. Gerade im Hinblick auf die Produktion und das Songwriting ist vieles seit „Sleepwalking“ eingestampft worden. Fans der letzten drei Alben kommen aber komplett auf ihre Kosten und werden mit dem Album noch einige Stunden Spaß haben. Auch live werden sich die Songs, gerade mit den markanten Hooks, als wahre Singalongs entpuppen.

Tickets für die anstehende Tour mit SILVERSTEIN und Co. bekommt ihr hier!

Wertung: 6/10

Band: Memphis May Fire

Titel: This Light I Hold

Genre: Post-Hardcore / Metalcore

Songs: 13

Release: 28.10.2016

Label: Rise Records

Autor: Philip Linn

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MEMPHIS MAY FIRE - This Light I Hold

MEMPHIS MAY FIRE

This Light I Hold

Album

VÖ 28. Oktober 2016

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Memphis May Fire
Foto: Memphis May Fire / Live Nation / Offizielles Pressebild

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