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Mayday Parade - What It Means To Fall Apart
ReviewAlternativeEmoPop-Punk

Mayday Parade

What It Means To Fall Apart

Album

VÖ 19. November 2021BMGcd · vinyl
Kevin Postir/15. November 2021
Streamen
SpotifyApple MusicYouTubeDeezerTidal
K

Kevin als das MoreCore-Nordlicht zu bezeichnen, würde wahrlich zu kurz greifen. Zwar ist der leidenschaftliche St.Pauli-Fan in Hamburg zuhause, hat aber unverkennbar sowohl rheinländische als auch italienische Wurzeln. Genau so vielfältig wie sein Stammbaum sind auch seine Aufgaben bei MoreCore. Teil des Headquarters, Feel Good Manager und Redakteur auf allen Ebenen. Wie man daneben noch Zeit für Langstreckenläufe und den Viersaiter in einer Pop Punk-Band findet, weiß wohl nur Kevin selbst. Aber egal, was er macht: Er macht es gut und mit ganz viel Herzblut.


Seid ihr bereit für eine kleine Zeitreise? Drei Jahre sind ins Land gezogen, seitdem Mayday Parade uns mit ihrem letzten Album „Sunnyland“ beglückten. Mit der neuen Platte „What It Means To Fall Apart“ zeigen uns die Herren aus Florida, wie sich emo-angehauchter Pop-Punk im Jahr 2021 anhört.

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Gleich zu Beginn, mit „Kids Of The Summer“ schlägt die Band eher emotionale, melancholische Sounds an. der Aufbau des Stücks ist dabei linear und besonders der Refrain überzeugt durch seinen tiefgehenden Klang, der hauptsächlich durch die Zweistimmigkeit hervorgerufen wird. Ein Eindruck schwingt hier bereits mit und wird sich in den kommenden Songs festigen: Mayday Parade zeigen auf „What It Means To Fall Apart“, was sie in den vergangenen 16 Jahren an Erfahrung haben sammeln können. Hier fällt dies besonders dadurch auf, dass die Band nahtlos von einem catchy Part in den nächsten wechselt, ohne den Fluss des Stücks zu stören.

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Auch „Golden Days“ kann mit ähnlichen Attributen überzeugen. Hier ist es besonders die ausbalancierte Mischung aus dem verträumten, leicht verschwommenen Sound, der durch die Dopplung und den Hall hervorgerufen wird. Dieser wird allerdings messerscharf und treibend durch die glasklaren Drums geführt, wodurch das Stück nicht ausufert, sondern seine klare Struktur behält.

Mayday Parade spielen mit dem Ambiente

„Think Of You“ geht im Vergleich zu seinen Vorgängern in eine etwas andere Richtung. Es handelt sich um einen deutlich leichteren Song, der durch akustische Gitarren und ein Pfeifen im Hintergrund auffällt. Dadurch, dass der Track so reduziert klingt, versprüht er auf professionelle Art und Weise ein Proberaum-Feeling, das die Stimmung des Albums auflockert.

Im Vergleich hierzu geht das folgende Stück, „If My Ghosts Don’t Play, I Don’t Play“ in eine deutlich rockigere Richtung. Fans dürfen sich hier auf beinahe hymnenartigen, straighten und modernen Rock freuen. Damit beweisen Mayday Parade bereits im ersten Drittel des Albums, dass sie wissen, was sie tun. Songs sind auf das Wichtigste reduziert, sie sind stimmig und erinnern gleichzeitig an vergangene Releases. Ein ähnliches Gefühl könnte man eventuell beim letzten Album „The Rain Just Follows Me“ der Jungs von Hawthorne Heights gehabt haben.

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Besonders der Mittelteil von „What It Means To Fall Apart“ gestaltet sich in gewohnter Mayday Parade-Manier eher ruhig bis dramatisch. Während „Sideways“ mit poppigem Touch eher sanft daher kommt, drückt „One For The Rocks and One For The Scary“ ordentlich auf die Tränendrüse. Hierbei handelt es sich um eine der großen Balladen, bei denen man den Funkenregen gleich auf der Haut spürt. Auch wenn der Song zu Teilen etwas repetitiv wirkt, so platziert er die gewünschten Emotionen im passenden Maße.

„Bad At Love“ hält sich dagegen etwas zurück und wirkt dadurch zu Teilen reduziert und beinahe etwas dünn. Auch diesem Stück hätte eine ähnliche Produktion, wie „One For The Rocks and One For The Scary“ gut getan. Das nächste Lied „Notice“ hingegen treibt die Vibes noch einmal nach vorne und bleibt im Kopf.

Kommt das Beste zum Schluss?

Wie gestaltet sich denn das letzte Drittel des Albums? Mit „Heaven“ liefert die Band einen ruhigen LoFi-Dub Song. Der elektronische Sound und die fachliche Umsetzung zünden dabei nur gering. Insgesamt steht der Stil der Band nicht sonderlich.

„Angels Die Too“ und „You Not Me“ passen da mit einer Klavierballade und einem modernen Pop-Punk-Song deutlich besser. Den Abschluss bildet der Track „I Can’t Do This Anymore“. Ein entspannter, ruhiger Song, der langsam ist, ohne dabei schwer zu wirken. Eine Mischung, die insgesamt eine Abrundung des Albums darstellt.

Bild: Anna Lee / Offizielles Pressefoto

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Fazit

8.5/10
· Hervorragend

Mit ihrem neuen Album „What It Means To Fall Apart“ bringen Mayday Parade ein neues Stück Musik an den Start, das nahtlos in das Repertoire der Band passt. Die Songs stehen der Band und es wird deutlich, dass die US-Amerikaner ihren Sound, der über die vergangenen Jahre gereift ist, verstehen. Lediglich der ein oder andere Ausbruch in neue Genre wirkt durchaus holprig und trübt das Bild zu Teilen. Aber hey, so ist kreatives Arbeiten eben.

Mayday Parade - What It Means To Fall Apart

Mayday Parade

What It Means To Fall Apart

Album

VÖ 19. November 2021

cd · vinyl

BMG

▶Tracklist 12 Songs
  1. 1Kids Of Summer
  2. 2Golden Days
  3. 3Think Of You
  4. 4If My Ghosts Don't Play, I Don't Play
  5. 5Sideways
  6. 6One For The Rocks And One For The Scary
  7. 7Bad At Love
  8. 8Notice
  9. 9Heaven
  10. 10Angels Die Too
  11. 11You Not Me
  12. 12I Can't Do This Anymore
Streamen
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Mayday Parade·Alternative·Emo·Pop-Punk

Älteres ReviewDer Weg einer Freiheit - Noktvrn
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Mayday Parade

USASeit 2005

32 Artikel auf MoreCore

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