
Kevin stellt den nördlichen Teil von MoreCore dar. Seitdem er zum Team gestoßen ist, ist er fester Teil der Redaktion und wird liebevoll "Redaktionsrambo" genannt, da er einfach überall am Start ist. Seien es Reviews, Konzert-Berichte, Interviews oder Unterstützung im MoreCore.TV Team, Kevin ist gerne dabei. Ursprünglich im Hardcore und Punkrock zu Hause, interessiert er sich für die unterschiedlichsten Genre und entdeckt gerne neue Künstler. Wenn es für MoreCore gerade einmal nichts zu tippen gibt, nimmt er auch selbst die Gitarre in die Hand und schrammelt etwas vor sich hin. Neben der Musik, Festivals und Konzerten begeistert Kevin sich für American Football und schlägt sich dafür mit Freude die ein oder andere Nacht um die Ohren.
Koyo sind eine der Bands, die bereits mit ihrem 2023 erschienenen Album "Would You Miss It?" für Wirbel gesorgt hat. Bei den unzähligen Shows, die die Band aus Long Island, NY seitdem auf dem Buckel hat scheint es beinahe so, als würde es die Band bereits seit Ewigkeiten geben. Man muss sich daher ins Gedächtnis rufen, dass "Barely Here" erst das zweite Album der fünfköpfigen Band darstellt. Produziert, gemixt und gemastert von Jon Markson (Drug Church, Drain, The Story So Far) und veröffentlicht über Pure Noise Records, haben wir uns das gute Stück einmal zur Brust genommen und wollen herausfinden, ob das zweite Album an die Erfolge des Debüts anknüpfen kann.
Instagram Post
Ein Album, wie eine Hardcore-Show
"Barely Here" beginnt mit dem gleichnamigen Song. Ein Track, der ab der ersten Sekunde alles gibt. Rohe Hardcore-Dynamik trifft auf hymnenhafte Refrains. Sänger Joey Chiaramonte beweist einmal mehr, dass seine treibende, druckvolle Stimme der Band einen unvergleichbaren Sound verleiht.
Auch die darauffolgenden Tracks geben wenig Zeit zum Durchatmen. Es ist, als wäre man auf einer Hardcore-Show. Hier geht es wenig um lange Ansagen, um Interludes, oder um musikalische Downer. Hier geht es um Intensität und um Message und davon haben Koyo eine ganze Menge!
Koyo sind mit Freunden unterwegs
Zwei Feature-Gäste haben die US-Amerikaner mit im Gepäck. So wird der Song "Saying Vs Meaning" von Sammy Ciaramitaro (Drain) vervollständigt, auf "Oxidize" darf darüber hinaus Marisa Shirar (Flashwater) ihre Vocals zum Besten geben.
Beide Features sorgen primär für einen noch härteren und roheren Sound im Song, spürbar neue Strömungen mischen sie den Liedern allerdings nicht bei. Es bleibt auf "Barely Here" bis zum Ende gradlinig.
Der Teufelskreis in der Musik-Branche
Inhaltlich verarbeitet besonders Chiaramonte auf dem neuen Album die körperliche und psychische Belastung, die bei ihm durch das intensive Touren aufgehäuft wurde. Zahlreiche Shows mit unterschiedlichen weiteren Bands, diverse Kontinente und das Fernsein von den eigenen vier Wänden zollten bei dem Musiker irgendwann ihren Tribut. Es ist dabei wie eine Spirale, denn mit steigendem Erfolg und auch mit dem neuen Album, stehen Koyo erneut vor einem intensiven Touring-Leg. Chiaramonte fühlt sich darauf allerdings dieses Mal besser vorbereitet.
Koyo wirken gefestigt
Doch was genau bleibt von "Barely Here" und wie steht das Album in Relation zur Debüt-Scheibe. Koyo wirken gefestigt, stark und unermüdlich. Die Strapazen der vergangenen Monate scheinen abgeschüttelt und es ist so, als hätte die Band ihren anfänglichen Sound für sich beibehalten, sich darauf fokussiert und als seien die fünf Musiker in ihrem Stil angekommen. Zumindest für den Moment scheint Koyo damit eine Band zu sein, die ihrem Stil treu bleibt, sich wohl fühlt und genau das hört man auch!
Fazit
Mit ihrem zweiten Album "Barely Here" beweisen Koyo, dass sie ihre musikalische Mitte gefunden haben. Das Album schließt nahtlos an das Debüt "Would You Miss It?" an und wirkt damit frisch, gradlinig und treibend. Eine Band, die weiß was sie will und genau das liefert, was man an ihr schätzt.

▶Tracklist 10 Songs
- 1Barely Here
- 2Jet Stream Wish
- 3Saying Vs. Meaning (feat. Sammy Ciaramitaro)
- 4It Happens To The Best Of Us
- 5You Hate Me
- 6Selden Mansions
- 7Oxidize (feat. Marisa Shirar)
- 8What I'm Worth
- 9Pace And Loiter
- 10Irreversible