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Koyo - Barely Here
ReviewPost-Hardcore

Koyo

Barely Here

Album

VÖ 08. Mai 2026Pure Noise Recordscd · vinyl · digital
Kevin Postir/10. Mai
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K

Kevin als das MoreCore-Nordlicht zu bezeichnen, würde wahrlich zu kurz greifen. Zwar ist der leidenschaftliche St.Pauli-Fan in Hamburg zuhause, hat aber unverkennbar sowohl rheinländische als auch italienische Wurzeln. Genau so vielfältig wie sein Stammbaum sind auch seine Aufgaben bei MoreCore. Teil des Headquarters, Feel Good Manager und Redakteur auf allen Ebenen. Wie man daneben noch Zeit für Langstreckenläufe und den Viersaiter in einer Pop Punk-Band findet, weiß wohl nur Kevin selbst. Aber egal, was er macht: Er macht es gut und mit ganz viel Herzblut.


Koyo sind eine der Bands, die bereits mit ihrem 2023 erschienenen Album "Would You Miss It?" für Wirbel gesorgt hat. Bei den unzähligen Shows, die die Band aus Long Island, NY seitdem auf dem Buckel hat scheint es beinahe so, als würde es die Band bereits seit Ewigkeiten geben. Man muss sich daher ins Gedächtnis rufen, dass "Barely Here" erst das zweite Album der fünfköpfigen Band darstellt. Produziert, gemixt und gemastert von Jon Markson (Drug Church, Drain, The Story So Far) und veröffentlicht über Pure Noise Records, haben wir uns das gute Stück einmal zur Brust genommen und wollen herausfinden, ob das zweite Album an die Erfolge des Debüts anknüpfen kann.

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Ein Album, wie eine Hardcore-Show

"Barely Here" beginnt mit dem gleichnamigen Song. Ein Track, der ab der ersten Sekunde alles gibt. Rohe Hardcore-Dynamik trifft auf hymnenhafte Refrains. Sänger Joey Chiaramonte beweist einmal mehr, dass seine treibende, druckvolle Stimme der Band einen unvergleichbaren Sound verleiht.

Auch die darauffolgenden Tracks geben wenig Zeit zum Durchatmen. Es ist, als wäre man auf einer Hardcore-Show. Hier geht es wenig um lange Ansagen, um Interludes, oder um musikalische Downer. Hier geht es um Intensität und um Message und davon haben Koyo eine ganze Menge!

Koyo sind mit Freunden unterwegs

Zwei Feature-Gäste haben die US-Amerikaner mit im Gepäck. So wird der Song "Saying Vs Meaning" von Sammy Ciaramitaro (Drain) vervollständigt, auf "Oxidize" darf darüber hinaus Marisa Shirar (Flashwater) ihre Vocals zum Besten geben.

Beide Features sorgen primär für einen noch härteren und roheren Sound im Song, spürbar neue Strömungen mischen sie den Liedern allerdings nicht bei. Es bleibt auf "Barely Here" bis zum Ende gradlinig.

Der Teufelskreis in der Musik-Branche

Inhaltlich verarbeitet besonders Chiaramonte auf dem neuen Album die körperliche und psychische Belastung, die bei ihm durch das intensive Touren aufgehäuft wurde. Zahlreiche Shows mit unterschiedlichen weiteren Bands, diverse Kontinente und das Fernsein von den eigenen vier Wänden zollten bei dem Musiker irgendwann ihren Tribut. Es ist dabei wie eine Spirale, denn mit steigendem Erfolg und auch mit dem neuen Album, stehen Koyo erneut vor einem intensiven Touring-Leg. Chiaramonte fühlt sich darauf allerdings dieses Mal besser vorbereitet.

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Koyo wirken gefestigt

Doch was genau bleibt von "Barely Here" und wie steht das Album in Relation zur Debüt-Scheibe. Koyo wirken gefestigt, stark und unermüdlich. Die Strapazen der vergangenen Monate scheinen abgeschüttelt und es ist so, als hätte die Band ihren anfänglichen Sound für sich beibehalten, sich darauf fokussiert und als seien die fünf Musiker in ihrem Stil angekommen. Zumindest für den Moment scheint Koyo damit eine Band zu sein, die ihrem Stil treu bleibt, sich wohl fühlt und genau das hört man auch!

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Fazit

8/10
· Sehr stark

Mit ihrem zweiten Album "Barely Here" beweisen Koyo, dass sie ihre musikalische Mitte gefunden haben. Das Album schließt nahtlos an das Debüt "Would You Miss It?" an und wirkt damit frisch, gradlinig und treibend. Eine Band, die weiß was sie will und genau das liefert, was man an ihr schätzt.

Koyo - Barely Here

Koyo

Barely Here

Album

VÖ 08. Mai 2026

cd · vinyl · digital

Pure Noise Records

▶Tracklist 10 Songs
  1. 1Barely Here
  2. 2Jet Stream Wish
  3. 3Saying Vs. Meaning (feat. Sammy Ciaramitaro)
  4. 4It Happens To The Best Of Us
  5. 5You Hate Me
  6. 6Selden Mansions
  7. 7Oxidize (feat. Marisa Shirar)
  8. 8What I'm Worth
  9. 9Pace And Loiter
  10. 10Irreversible
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