
Sascha kennt sich als gelernter Veranstaltungstechniker ganz gut mit Technik aus und ist deswegen auf Festivals und Shows meistens hinter der Kamera anzutreffen und sieht zu, dass dort alles funktioniert und gut aussieht. Ansonsten kümmert er sich hauptsächlich um die Postproduktion von Interviews für den MCTV Channel auf YouTube. In seiner Freizeit stalkt er User und Bands auf Twitter, macht selbst Musik oder produziert Musikvideos und versucht sich als Filmemacher. Außerdem guckt er so an die 350 Filme im Jahr und wird sich nicht davor scheuen, euch welche zu empfehlen.
Die Konzeptband Starset hat in den letzten Jahren immer mehr an Bekanntheit gewonnen und ist mit ihrem letzten Album „Vessels“ sogar in den deutschen Charts vertreten gewesen.
In der Zwischenzeit hat Dustin Bates, Sänger und Kopf der Band, unter Marvel Comics eine Graphic Novel zur „Starset Society“ veröffentlicht, die weitere Hintergrundinformationen zur Geschichte im Konzept der Band liefert. Mit dem nunmehr dritten Album „Divisions“ schrauben die Alternative-Rocker erneut an ihrem Sound.
„A Brief History Of The Future“ bringt als Intro knapp eineinhalb Minuten Stimmung in Form einer gesprochenen Einleitung, bevor sich die Band mit „Manifest“ zurückmeldet. Die erste Videoauskopplung erinnert stark an die ersten beiden Alben aber bringt durch den Wechsel zwischen melodiösen und atonalen Instrumentals etwas Frische in das Konzept.
Besonders positiv ist mir die Stimme von Bates aufgefallen, da er eindeutig daran gearbeitet hat und sie sehr viel natürlicher als noch auf den letzten Alben wirkt. Mal abgesehen von den gewollten Effekten an manchen Stellen natürlich.
Auch bei „Where The Skies End“ spielt das Songwriting abwechselnd mit minimalistischen elektronischen Drums, dicken Gitarrenriffs und fast schon epischen Gesangslines, die im Ohr kleben bleiben. Zumindest für den Moment. Ein Stilmittel, was sich durch das gesamte Album zieht.
Was sich ebenfalls durch das Album zieht, sind kleine Skits am Ende einiger Songs, die die „Handlung“ vorantreiben. Beim ersten Durchlauf sind diese zwar noch interessant, aber nach mehrmaligem Hören nerven sie dann doch etwas. Besonders, wenn man einzelne Songs und nicht das Album als Ganzes durchhört.
Während „Faultline“ mit seinen Synthesizer-Sounds und elektronischen Drums leichte Imagine Dragons-Vibes mit sich bringt klingt „Other World Than These“ wieder deutlicher aggressiver als die restlichen Songs des Albums und erinnert nochmal an die eigentlichen Wurzeln der Band.
„Diving Bell“ ist der letzte Song der Platte und fährt mit Streichern und langsamem Aufbau nochmal richtig auf. Ein durchaus sehr imposantes Finale, welches das Album gebührend abschließt.
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Foto: Starset / Offizielles Pressebild
Fazit
Starset haben sich mit der Zeit immer mehr von der Band mit dem „Space-Breaking Benjamin“-Image gelöst und haben ihren eigenen Sound gefunden, den sie sehr gut in ihrem Konzept verarbeiten. Live sind sie zwar eine ziemliche Wucht mit mörderguter Show, aber hier geht es um „Divisions“. Das Album ist sehr gut durchkonzeptioniert und jede Note sitzt genau da, wo sie sein soll. Das führt allerdings dazu, dass die Songs sehr wenig Abwechslung bieten. Bis auf zwei Songs ist bei mir auch nach mehreren Durchläufen nicht wirklich viel hängen geblieben und das Gesamtbild wirkt leider etwas zu verkopft komponiert. Das mindert aber keineswegs den Hörgenuss. Die Melodien gehen für den Moment gut ins Ohr und regen zum Mitsingen und zum Kopfnicken an. Trotz der nervigen Skits macht es Spaß das Album zu hören. Mir fehlt allerdings der Hit, der sich auf ewig in mein Hirn brennt.

▶Tracklist 13 Songs
- 1A Brief History of the Future
- 2Manifest
- 3Echo
- 4Where the Skies End
- 5Perfect Machine
- 6Telekinetic
- 7Stratosphere
- 8Faultline
- 9Solstice
- 10Trials
- 11Waking Up
- 12Other World Than These
- 13Diving Bell
