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HIS STATUE FALLS - POLAR
Review

HIS STATUE FALLS

POLAR

Album

VÖ 04. März 2016
Jonas Happel/22. Februar 2016
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J

Jonas ist einer der Heads von MoreCore und kümmert sich hauptsächlich um die Pressearbeit, Zahlen, diverse Projekte sowie die Kommunikation mit Partnern, Labels und Bands. In seiner Freizeit vertritt er in Perfektion die kölsche Lebensart, die er nach über zehn Jahren in der Rheinmetropole nun auch im Münsterland auslebt. Dazu gehört auch, für jeden im Team ein offenes Ohr zu haben! Zudem ist er auf vielen Konzerten und Festivals anzutreffen, schwingt super gerne mal den Kochlöffel und schreibt nebenher Musik für Kinder. Beruflich arbeitet Jonas als Lehrer für Sonderpädagogik an zwei inklusiven Grundschulen in Bocholt.


Seit ihrer Gründung bin ich Fan von HIS STATUE FALLS und habe mir bereits damals schon die Demo zu „Sooner If You Left Me“ auf MySpace angehört. Das waren noch Zeiten, meine Freunde! Zeiten, wo man mit dem neu geschaffenen Techcore die Szene noch ordentlich auf den Kopf gestellt hat. Damals waren HIS STATUE FALLS deutschlandweit in diesem Subgenre unangefochtene Nr. 1, doch diese Zeiten scheinen vorbei. Ihre Ursprünge hat die Band zwar nie vergessen, doch heute bewegt man sich in einem Mix aus verschiedensten Core-Bereichen, um noch auf der Welle mitschwimmen zu können. Aber hey, was muss, das muss! Die Jungs um Clean-Sänger und Gitarrist Dennis Fries haben in ihrer jungen Vergangenheit viele Veränderungen erleben müssen. Nachdem mit Jan Vergin der alte Frontmann Alex Sauer bereits vor längerer Zeit ersetzt wurde, ist mittlerweile von der ursprünglichen Besetzung nichts mehr übrig geblieben. Für so manchen Fan, vor allem die der alten Tage, sicherlich manchmal schwierig zu verstehen. Schließlich feiert man eine Band ja gerade auch oft wegen ihrer Mitglieder. Wenn diese sich dann im Laufe der Zeit fast alle vom Acker machen, ist ein solches Projekt nur schwer am Leben zu halten. HIS STATUE FALLS haben sich aber für den eigenen Verbleib entschieden, und das Baby von Dennis Fries lebt weiter. Es soll ihm gegönnt sein!

Nach ihrer letzten EP „I Am The Architect“ aus dem Jahr 2013, wo sich die Band, meiner Meinung nach, noch auf einer Selbstfindungsphase befand und mehr oder weniger, vier nicht besonders eingängige Core-Songs veröffentlichte, war es nun Zeit für Album Nummer Drei! Ob dies überzeugen kann, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

HSF2

 Ich muss zugeben, dass ich dieses Album bereits seit einigen Wochen rauf und runter höre, damit aber nicht so ganz warm werde. Vielleicht mag es daran liegen, dass die Jungs aus dem Saarland mal wieder eine etwas neue Richtung einschlagen. Sicherlich, brutale Shouts und Synth sind geblieben, jedoch geht es nun um einiges poppiger zur Sache. Beim Album Opener „The Black In My Eyes“ ist dies zwar noch nicht so zu erkennen, aber seid gewiss, die folgenden Songs werden den Eindruck bestätigen. Auf der Platte werden Extreme mal wieder noch weiter ausgereizt, als es vielleicht unbedingt nötig wäre. Denn oft erscheinen die krassen Breaks zwischen harten Shoutparts und poppigen Abschnitten schon fast anstrengend und zu aufdringlich. Aber gut, vielleicht fällt euch das Zuhören ja leichter. Beim Song „FTW“ schaffen es die Jungs mich dann doch mit einem feinen Rappart zu überraschen, der aber im Laufe des Songs seine Effektivität wieder verliert. Schade, dabei hatte der Song so energiegeladen begonnen. Die folgenden Songs plätschern dann leider etwas vor sich hin. Es wird mit Effekten gespielt was das Zeug hält und Parts aneinandergereiht, die für mich nicht mehr homogen wirken und mich manchmal eher verstörend zurücklassen, als mit dem Kopf nickend im Sessel zu sitzen.

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Dachte ich bei der ersten Singleauskopplung „Hang Me High“ noch, dass sicher noch bessere Songs auf der Platte zu finden sind, muss ich nun sagen, dass mir dieser Song noch am besten gefällt. Denn hier passt noch das HSF-Prinzip. Aufeinander abgestimmte Parts mit einem Mitsing-Refrain schaffen es hier immerhin, sich in mein Gehirn zu fressen. Songs wie aber z.B. „Flatliner“ kann ich mir hingegen Live kaum vorstellen. Da würde ich dann doch nicht wirklich daran denken, HIS STATUE FALLS gerade auf der Bühne stehen zu sehen. Grundlegend schalten die Saarländer auf ihrer Platte eher einen Gang zurück, da hilft auch „Skip The Goodbye“ nicht mehr viel, welcher mal wieder etwas mehr nach vorne geht. Beim Durchhören werde ich dann auch irgendwie das Gefühl nicht los, dass man diese Platte nicht auch vor fünf Jahren hätte rausbringen können. Ich denke, zu diesem Zeitpunkt hätte mir das Ganze sicher mehr gefallen. Mir fehlen im Endeffekt die alten HSF-Momente: die gut gelaunten Synth-Parts aus „Collisions“, die düsternen Sounds aus „Mistaken For Trophies“ und die guten alten Lines von Dennis, die einem so viele Ohrwürmer verschafft haben.

2015 Polar Releasetour

Fazit: HIS STATUE FALLS schaffen es mit ihrer neuen Platte „Polar“ leider nicht mich zu überzeugen. Hier und da gibt es definitiv diese typischen HSF-Momente, im großen und ganzen hatte ich mir aber mehr erwartet. Vielleicht bin ich aber auch nur einer der komischen Menschen, der der alten Truppe zu sehr hinterher trauert. Wer weiß das schon!? Eines werde ich mir aber definitiv nicht entgehen lassen, mir die neuen Songs live zu geben. Vielleicht können Sie mich ja dort überzeugen. Für 3-4 Songs des Albums lohnt es sich auf jeden Fall bei den anstehenden Clubshows vorbeizuschauen. Und die alten Songs werden ja sicher auch noch gespielt. In diesem Sinne: Das könnt ihr besser, Jungs. Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Scheibe!

Wertung: 6/10

~ Autor: Jonas Happel

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HIS STATUE FALLS

POLAR

Album

VÖ 04. März 2016

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His Statue Falls

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