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Great American Ghost - Power Through Terror
ReviewHardcore

Great American Ghost

Power Through Terror

Album

VÖ 14. Februar 2020eOne Musiccd · vinyl
Kevin Postir/13. Februar 2020
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K

Kevin stellt den nördlichen Teil von MoreCore dar. Seitdem er zum Team gestoßen ist, ist er fester Teil der Redaktion und wird liebevoll "Redaktionsrambo" genannt, da er einfach überall am Start ist. Seien es Reviews, Konzert-Berichte, Interviews oder Unterstützung im MoreCore.TV Team, Kevin ist gerne dabei. Ursprünglich im Hardcore und Punkrock zu Hause, interessiert er sich für die unterschiedlichsten Genre und entdeckt gerne neue Künstler. Wenn es für MoreCore gerade einmal nichts zu tippen gibt, nimmt er auch selbst die Gitarre in die Hand und schrammelt etwas vor sich hin. Neben der Musik, Festivals und Konzerten begeistert Kevin sich für American Football und schlägt sich dafür mit Freude die ein oder andere Nacht um die Ohren.


Im November vergangenen Jahres habt ihr sie vielleicht schon auf der Never Say Die Tour sehen können, nun erscheint am morgigen Freitag das neue Album der Bostoner Jungs von Great American Ghost. Mit „Power Through Terror“ bringt die Band ihr mittlerweile drittes Studioalbum auf den Markt, das über eOne veröffentlicht wird. Wir durften uns den 2020er Sound der Band schon einmal ausgiebig anhören und teilen unsere Eindrücke gerne mit euch.

Great American Ghost lassen auf „Power Through Terror“ keine Kompromisse zu

Wer nicht bis zur Release warten konnte, der wurde nicht enttäuscht: mit „Prison of Hate“ wurde bereits im November ein erster Song samt Musikvideo veröffentlicht. Darin zu sehen ist die Band, die sich in heruntergekommenen, anstaltartigen Räumen befindet, während der Zuschauer von schnell wechselnden Bildern, wilden Effekten und einem stampfenden Beat eingenommen wird. Der Song zeigt gleich, worauf man sich auf dem neuen Album einstellen kann und freuen darf.

Der typische Sound der Band wird auch auf „Power Through Terror“ beibehalten. Dieser zeichnet sich besonders durch ein treibendes und schnelles Schlagzeug aus, während die Saiteninstrumente eher einen stampfenden Sound vertreten. Dadurch wird das Gesamttempo etwas gebremst. In „Prison of Hate“ wird dies bereits angedeutet.

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Darüber hinaus zeigt sich im Refrain, dass die Screams von Sänger Ethan Harrison deutlich mehr Melodie besitzen. Das fügt sich sehr gut in den Gesamtausdruck des Songs ein und rundet ihn ab. Die Wut und die Härte der Songs, wie man sie von der Band gewohnt ist, konnte gemeinsam mit Produzent Will Putney (Counterparts, Harm’s Way, Terror) definitiv fortgesetzt werden.

Einen weiteren Song, den es bereits auf die Ohren gab, ist „Altar of Snakes“. Die bereits beschriebenen Elemente sind auch hier wiederzufinden. Im Refrain, der deutlich atmosphärischer klingt als die Strophen, könnte man bei der Art der Screams fast an Sam Carter von den Architects denken. Die Strophen, die hingegen deutlich minimalistischer klingen, bringen die Schwere, die dem Song inneliegt, besonders deutlich zum Vorschein. Dies könnte dem ein oder anderen eventuell etwas eintönig vorkommen, wenn man bedenkt, dass dies im folgenden Track „Power Through Terror“ ebenfalls der Fall ist.

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Der Titelsong des Albums ist brachial und lädt live definitiv zum Bouncen und Tanzen ein. Der Unterschied der Tempi zwischen Schlagzeug und Gitarren ist hier besonders groß. Der Song wirkt aber keinesfalls so schwerfällig wie sein Vorgänger. Dies liegt besonders an den herausragenden Schlagzeugbeats, dem Blastbeat in den Strophen, der sich definitiv gewaschen hat, und dem Breakdown, der zum Ende des Songs dem Ganzen noch einmal die Krone aufsetzt.

Apropos Blastbeat: „Rivers of Blood“ beginnt so direkt und abrupt, dass man als Zuhörer gar nicht genau weiß, wo einem der Kopf steht. Dabei sind die Drums so schnell, dass man beim Zuhören schon Krämpfe in den Händen und den Füßen bekommt. Da wird jedes Metalcore-Herz definitiv höher schlagen. Der Refrain, der mit einer besonders großen Fülle an Instrumenten daherkommt, stellt einen gekonnten Kontrast zu den eher stringent gehaltenen Strophen dar. Zusätzlich wird der Song durch vereinzelte Groupshouts unterstützt, wodurch in Nuancen eine Abweichung des bisherigen Schemas erzielt wird.

„No More“ ist der letzte Song des Albums. Gegen Ende nimmt die musikalische Vielseitigkeit aus der ersten Hälfte der Platte ein Stück weit ab. Was bleibt, ist die prägnante Melodie im Refrain, die auch im letzten Track nicht vergessen wird. Die Strophen sind derweil deutlich punktierter und lassen durch ihre Direktheit keine Missverständnisse zu. Dies wird auch bei Songs wie „Rat King“ oder „WarBorn“ deutlich und spiegelt die klare Handschrift der Band wieder, die sich auf dem dritten Studioalbum noch verfeinert hat.

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Foto: Great American Ghost / YouTube: „Altar Of Snakes“

Fazit

7.5/10
· Sehr stark

Generell ist zu „Power Through Terror“ zu sagen, dass sich Great American Ghost definitiv treu geblieben sind und sich innerhalb ihrer musikalischen Spannweite weiterentwickelt haben. Die Songs sind akzentuiert und knüpfen nahtlos an Werke von anderen Bostoner Bands des Genres, wie Gang Green oder Slapshot, an. Der Aufbau der Songs ist dabei durchgängig klar, variiert allerdings insgesamt eher wenig. Dadurch kommt es zustande, dass das Songkonzept, beispielsweise in „Altar of Snakes“ oder „Rivers of Blood“, sehr gut aufgeht, andere Songs allerdings eher träge wirken lässt. Dies wird unterstützt durch die breite Spreizung der Spielgeschwindigkeit von Schlagzeug zu Saiteninstrumenten. Dieses Stilelement trifft nicht immer ganz genau den Nerv. Die Platte hinterlässt allerdings definitiv ein positives Gefühl, da sie die logische Weiterentwicklung der Band darstellt, ohne allzu große Experimente einzugehen.

Great American Ghost - Power Through Terror

Great American Ghost

Power Through Terror

Album

VÖ 14. Februar 2020

cd · vinyl

eOne Music

▶Tracklist 10 Songs
  1. 1Rat King
  2. 2Prison Of Hate
  3. 3Altar of Snakes
  4. 4Power Through Terror
  5. 5Rivers of Blood
  6. 6Socialized Animals
  7. 7Black Winter
  8. 8Scorched Earth
  9. 9WarBorn
  10. 10No More
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