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Good Charlotte - Generation RX
Review

Good Charlotte

Generation RX

Album

VÖ 14. September 2018
Maik Krause/16. September 2018
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M

Damals noch für den eigenen Musikblog geschrieben, entschied sich Maik 2015 bei MoreCore anzuheuern und nahm unseren Jonas gleich mit. Mittlerweile kümmert er sich als Redakteur um den Bereich "Features und Interviews", legt auf unseren MoreCore Partys auf, betreibt mit Linn unseren Podcast "Kerngeschäft" und ist auch immer mal wieder vor der Kamera bei MCTV zu sehen. Im Team gilt er insgeheim als das sympathische Multitalent. In seiner Freizeit sammelt er Schallplatten, schaut so ziemlich jedes Fußballspiel und isst für sein Leben gerne Pizza.


16 Jahre ist es her, dass Good Charlotte mit “The Young and The Hopeless” einen Pop-Punk Instant Classic rausgebracht haben. Songs wie “Lifestyles Of The Rich And The Famous”, “Girls & Boys” oder “The Anthem” katapultieren die Jungs aus Maryland damals in die Herzen einer ganzen Generation, die MTV noch als Musikfernsehen kannte und Emo als Modetrend verstand. Viel Zeit ist seitdem vergangen und mittlerweile sind Good Charlotte mit “Generation RX” bei Album Nummer sieben angelangt.

Manchmal ist es so, wie auf einem Klassentreffen: Du triffst einen alten Kumpel, schwelgst mit ihm in alten Erinnerungen, du denkst zurück an die guten Momente, die man zusammen geteilt hat. Doch dann wird dir irgendwann bewusst, dass dieser Kerl mittlerweile kurz vor der 40 steht und dir den ganzen Abend mit Nachdruck erzählen möchte, wie traurig er und wie furchtbar die Welt um ihn herum ist. Dabei willst du ihm gar nichts Böses und du bemühst dich wirklich ihn zu mögen, bist dann aber doch ganz froh, wenn er die Party wieder verlassen hat.

So oder so ähnlich fühlt es sich mit Bands wie Good Charlotte in 2018 an. Bemüht ihre Fanbase von damals zu unterhalten, gleichzeitig aber modern zu klingen, um bloß eine gewisse Relevanz auszustrahlen, tragen sie einfach völlig zu dick auf. So wäre der eigentliche Opener “Self Help” ohne das Elektro-Gedudel und die immer wieder gesampelten Vocals sogar ein ganz solider Punkrock-Song gewesen. “Cold Song” und “California (The Way I Say I Love You)” betteln um den Eintritt in die Radio-Playlisten und machen damit höchstens Freunde von Sunrise Avenue oder Nickelback glücklich.

“Leech” überrascht mit einem Gast-Auftritt von Sam Carter (Architects), dessen Potential jedoch völlig verschenkt wird und kaum Mehrwert zum Song bringt.

Wer sich mit dem sehr poppigen Gesamtsound anfreunden kann, der findet mit “Shadowboxer” oder “Actual Pain” zwar durchaus gute Songs, allerdings verraten nur die Vocals wirklich, welche Band sich hinter den insgesamt nur neun Tracks inklusive Intro verbirgt. Denn bei allen Bemühungen darum, einer “Generation RX” den passenden Hymnen-Soundtrack zu verpassen, verzetteln sich Good Charlotte leider völlig und wirken wenig authentisch. So verwundert es auch nicht, dass der Funke beim Musikvideo zu „Prayers“ nicht überspringen möchte, wenn die Madden-Zwillinge und ihre Kollegen mit Goldzähnen und Supreme-Klamotten auf die Leidensgeschichte einer lateinamerikanischen Einwanderfamilie verweisen.

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Fazit:

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht: Good Charlotte versuchen auf „Generation RX“ krampfhaft zu alter Stärke zurückzufinden. An echte Hits wie „The River“, „Hold On“ oder „We Believe“ aus früheren Werken können sie dabei leider nicht mehr anknüpfen. Und auch der moderne Sound klingt zu beliebig und zu aalglatt, als dass dieser wirklich zu begeistern weiß.

Wertung: 4/10

Band: Good Charlotte

Album: Generation RX

Veröffentlichung: 14.09.2018

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Good Charlotte - Generation RX

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Generation RX

Album

VÖ 14. September 2018

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