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George Ragan - The Abyss
ReviewRock

George Ragan

The Abyss

Album

VÖ 14. Mai 2021BMG Rights Managementcd · vinyl
Melanie Bonk/20. Mai 2021
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M

Melanie Bonk


George Ragan The Dead Son, vielen auch bekannt als Johnny 3 Tears von Hollywood Undead, hat sein erstes Solo-Album veröffentlicht. Laut eigener Aussage ist „The Abyss“ ein Album, welches sein Leben schrieb – eine richtige Herzensangelegenheit also.

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Eingeleitet wird das Werk mit „All Gone“, welches mit sanften Country-Tönen beginnt. Mit seiner sehr kräftigen und doch sanften Stimme erzählt J3T in diesem Song, wie leicht doch alles ist, wenn man jung ist und wie schwer es ist, wenn einen das Leben bzw. der Tod konfrontiert, wie fehl am Platz man sich fühlt und wie hart es ist, weiterzumachen.

„All Gone“ und der weiter unten angeführte Track „Heaven Can Wait“ wurden bereits ein paar Wochen vor dem Albumrelease veröffentlicht, da diese Songs wohl die wichtigsten sind, denn beide thematisieren den Tod.

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Bei „Bring Me Down“ wird’s ein bisschen positiver, denn hier wird einem Mut zugesprochen, sich nicht von dem erdrückenden Gewicht der Welt unterkriegen zu lassen. Mit der sehr eingängigen Melodie und dem harmonischen Chor bleibt das Lied definitiv im Kopf und macht trotz des ernsten Themas in gewisser Weise gute Laune.

Songs wie sie nur das Leben von George Ragan The Dead Son schreiben kann

In „Porcelain“ spricht Johnny über sein Drogen-Sucht und dass diese sein größter Alptraum ist, aus dem er nicht entkommen kann. Das ganze wird von eher härteren Tönen, verglichen mit dem Rest des Albums, begleitet und gibt dem Hörer eine ganz untypische Sicht in das Leben des Hollywood Undead-Mitglieds.

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„Heaven Can Wait“ wurde, wie eingangs bereits erwähnt, schon vor ein paar Wochen veröffentlicht. Auch hier haben wir wieder einen sehr eingängigen Chorus. Instrumentalisch wird das Werk hauptsächlich von Gitarren begleitet, dabei bekommt man sogar fast Lust, selbst zu spielen.

In „Waste Away“ wird passend zum Mental-Health-Awareness-Monat Mai die Depression thematisiert George berichtet in einem sehr emotionalen Song davon, wie er sich als Betroffener fühlt und die Dinge wahrnimmt. Auch hier hört man vorwiegend wieder sanfte Drums und die E-Gitarre.

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Solltest du selbst das Gefühl haben, dass du dich in einer belastenden Situation befindest, dann kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst du anonym Hilfe von Beratern, die mit dir Auswege aus schwierigen Situationen finden und eine tolle Stütze sein können. Danke, dass du es versuchst!

Hollywood Undead ist immer mit dabei

Ein Song der bei den Hollywood Undead-Fans viele Fragen aufgeworfen hat, ist „Young, Pt. 2“. Wer die Truppe kennt, weiß dass einer ihrer beliebtesten und bekanntesten Song „Young“ heißt. Warum beim Solo-Projekt des Sängers jetzt ein zweiter Part aufgetaucht ist, geht aus dem Song selbst leider nicht ganz hervor. Der Track ist nämlich das komplette Gegenteil des ersten Teils – total ruhig, reflektiert und bei weitem nicht so wutgeladen.

„Go To War“ kommt gänzlich ohne Schlagzeug und E-Gitarre aus, der Gesang wird hauptsächlich von der Akustik-Gitarre und einem Keyboard begleitet. Auch hier kann man ganz klar Parallelen zu HU finden – in ein paar Zeilen wird hier nämlich das Cover des Albums „V“ beschrieben.

Familie ist das Wichtigste

„The Day I Die“ hat George allem Anschein nach für seine Ehefrau Asia geschrieben, da er hier davon singt, wie sie für immer in seinem Kopf und Herzen sein wird. Ein sehr schöner Mix aus Akustik- und E-Gitarre mit passend sanften Drums.

„Dear Ava“ ist vermutlich der Fan-Liebling, denn was gibt es Schöneres als einen Vater, der darüber singt, wie sehr er seine Tochter liebt und wie froh er ist, sie zu haben? Neben den ganzen sehr düsteren Themen ist dieser Song mit Abstand der positivste auf dem ganzen Album, aber fügt sich dennoch perfekt beim Rest ein.

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Doch genug der positiven Vibes, es wird gleich wieder düsterer mit „Broken Man“. Die Hintergrundstimme wirft die Frage auf, ob Danny von HU eventuell seine Finger mit im Spiel hatte, jedoch wurde das in einem Live Q&A auf Instagram von George verneint. Der Song startet zwar etwas aggressiver als die restlichen Tracks, doch der Refrain ist dafür wieder gleich ruhig.

Und zum Abschluss noch etwas Abwechslung: „Goodbye (A Farewell To Arms)“ ist der letzte Track des Albums und behandelt zum Abschluss nochmal den Tod und das Danach. Hier dominiert ausnahmsweise mal das Klavier. Ein passender Abschluss für so ein Projekt.

Bild: George Ragan / Artwork zu „The Abyss“

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Fazit

7/10
· Gut

Alles in allem wartet die Platte jetzt nicht gerade mit einer Instrumenten- oder Stimmvielfalt auf. Hauptsächlich sind Gitarren und Drums vertreten, was aber eine gut gewählte Kombination ist, da das Album ja doch sehr persönlich und emotional ist. Wer jedoch nicht genug bekommen konnte, darf gespannt bleiben – laut George Ragan gibt es noch zwei weitere Lieder, die vielleicht bald veröffentlicht werden.

George Ragan - The Abyss

George Ragan

The Abyss

Album

VÖ 14. Mai 2021

cd · vinyl

BMG Rights Management

▶Tracklist 11 Songs
  1. 1All Gone
  2. 2Bring Me Down
  3. 3The Day I Die
  4. 4Porcelain
  5. 5Heaven Can Wait
  6. 6Waste Away
  7. 7Young, Pt. 2
  8. 8Go To War
  9. 9Dear Eva
  10. 10Broken Man
  11. 11Goodbye (A Farwell To Arms)
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George Ragan
Foto: George Ragan / Artwork zu "The Abyss"

George Ragan

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Bild: George Ragan / Artwork zu "The Abyss"

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