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Coldrain - The Side Effects
ReviewPost-HardcoreRock

Coldrain

The Side Effects

Album

VÖ 28. August 2019Warner Musiccd · vinyl
Severin Furer/2. September 2019
Streamen
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S

Severin Furer


Zwei Jahre nach dem Album „FATELESS“ hat das japanische Quintett Coldrain vor kurzem sein sechstes Studioalbum „The Side Effects“ veröffentlicht. Vorher belieferten uns die Jungs aus Nagoya mit drei Singles, wovon JANUARY 1ST als Ballade besonders heraussticht – eine ungewöhnliche Wahl für eine Single.

Umso wilder beginnt jedoch das Album: Unterstützt durch Ryo Kinoshita, Leadsänger der ebenfalls japanischen Band Crystal Lake, begrüßt uns «MAYDAY» mit einem eingängigen Refrain und den starken Vocals des eben erwähnten Ryo während der Bridge. Weiter geht es mit viel Tempo, sei es nun das ebenso als Single bereits veröffentlichte COEXIST oder dem mit vielen Screams betonten SPEAK.

Coldrain mit vielen Höhen und nur wenigen Tiefen

Der dritte Track dazwischen, SEE YOU, ist das einzige Lied auf dem Album, das mich noch nicht wirklich überzeugt hat. Das Lied plätschert mehr vor sich hin und auch wenn ein Aufbau zum Refrain hin erkannt werden kann, gipfelt dieser lediglich in einigen «oh-oh’s» und einem langsamen Off-Beat des Schlagzeugs. Etwas zu austauschbar und langsam.

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Das fünfte und titelgebende Stück THE SIDE EFFECTS ist eins der Highlights der Platte. Der Mix aus ruhiger Strophe und einem Refrain, der zum Mitsingen und -tanzen anregt, erinnert etwas an einen Papa Roach-Song mit Screams in der Bridge. Gewagt aber gut gelungen sind die trapmässigen Hi-Hats während der Strophe und im Hintergrund des Refrains.

Wie schon im vorherigen Lied kann Leadsänger Masato Hayakawa auch im bereits erwähnten Lied JANUARY 1ST seine variable Stimme perfekt präsentieren. Wenn auch etwas gar langsam für meinen Geschmack, dient es als guten Übergang über INSOMNIA zum besten Lied des Albums: ANSWER/SICKNESS.

Dieses Lied bietet alles was ein Post-Hardcore-Herz begehrt: Starke, aggressive Screams in der Strophe und der Bridge, Taktwechsel, einen schnellen, eingängigen Refrain und einen ansatzlosen, kurzen Breakdown. In den letzten vier Songs sticht vor allem «REVOLUTION» heraus, der ersten Single des Albums und ausgestattet mit wiederum starken Screams und einem eigentlich atypischen kurzen Rap-Part. Die folgenden Tracks BREATHE, STAY THE COURSE und LI(E)FE beschränken sich auf eingängige Refrains, groovigen Strophen und vor allem Clean-Vocals.

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Foto: Coldrain / Offizielles Pressebild

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Fazit

8/10
· Sehr stark

Auch wenn Coldrain trendmässig seit "The Revelation", dem Album, das ihnen zum weltweiten Durchbruch verhalf, weniger Screams benutzen, werden diese umso effektiver eingesetzt. Zudem kann man sich bei den tollen Clean-Vocals des Frontmanns Masato schnell über die fehlenden Screams hinwegtrösten. Auch wenn "The Side Effects" für mich persönlich nicht ganz an großartige Alben wie "The Revelation" und "VENA" heranreicht, bietet das Quintett aus Japan ein starkes Album, das Hoffnungen auf eine Europatour weckt.

Coldrain - The Side Effects

Coldrain

The Side Effects

Album

VÖ 28. August 2019

cd · vinyl

Warner Music

▶Tracklist 12 Songs
  1. 1MAYDAY (feat. Ryo from Crystal Lake)
  2. 2COEXIST
  3. 3SEE YOU
  4. 4SPEAK
  5. 5THE SIDE EFFECTS
  6. 6JANUARY 1ST
  7. 7INSOMNIA
  8. 8ANSWER / SICKNESS
  9. 9BREATHE
  10. 10STAY THE COURSE
  11. 11REVOLUTION
  12. 12LI(E)FE
Streamen
SpotifyApple MusicYouTubeDeezerTidal
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JapanSeit 2007

Coldrain sind eine Post-Hardcore-Band aus Nagoya in Japan. Gegründet hat sich das Projekt, das gerne auch mal Abstecher in den Rock, Alternative Metal und Metalcore macht, im Jahr 2007 rund um Sänger …

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