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Black Label Society - Doom Crew Inc.
ReviewGroove MetalHeavy Metal

Black Label Society

Doom Crew Inc.

Album

VÖ 26. November 2021Spinefarm Recordscd · vinyl
Kathrin Löffler/24. November 2021
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K

Kathrin ist ein Chamäleon des alternativen Musikgeschmacks, mit einem Faible für alles, was außergewöhnlich ist. Nichts bleibt vor ihr sicher – und erst recht kein Nischengenre. Da überrascht es wohl nicht, dass sie als Allrounder das MoreCore-Team tatkräftig unterstützt. Wenn sie nicht gerade voller Inbrunst an neuen Alben- und Live-Reviews schreibt, sitzt sie entweder in einem spannenden Bandinterview, um uns auf dem neusten Stand zu halten, oder verfasst informative MoreCore-Beiträge für die Website. Möchte man das Herz unserer Münsteranerin (jetzt Kölnerin) im Sturm erobern, dann am besten mit Sci-Fi-Lektüre aus den 60ern, Star Wars - kein Star Trek! - oder Lebkuchen.


Um ihren bedingungslosen Anhängern und der „First to bleed, last to leave“-Roadcrew nach über zwanzig Jahren Bandgeschichte mal so richtig Tribut zu zollen, widmen Zakk Wylde und seine Black Label Society ihr neuestes Werk „Doom Crew Inc.“ der namensgebenden Doom Crew Incorporated.

Black Label Society widmen ihr Album „Doom Crew Inc.“ ihrer Roadcrew

Der erste Song und gleichzeitig eine der vorab erschienenen Singles „Set You Free“ startet ungewohnt ruhig ins Album. Lange dauert es aber nicht, bis sich die gewohnten Hard-Rock-Töne über den Song legen und der altbekannte Black Label Society-Sound die Oberhand gewinnt. Dennoch plätschert der Song eher vor sich hin und auch wenn Zakk Wylde buchstäblich versucht uns seine Hand zu reichen: „Take my hand, walk with me“, wird man mit diesem Song nicht so ganz warm. Lohnenswert ist hingegen das humorvolle Video, mit dem die Herren diesen Song bebildert haben.

Weiter geht’s mit netten Tempiwechseln im folgenden „Destroy Conquer“. Das Riff geht ins Ohr, der Key Change ist nicht schlecht und langsam nimmt die Platte an Fahrt auf. Leider wird die aufkeimende Hoffnung auf ein abwechslungsreiches Album voller Heavy Metal im Anschluss wiederum geschmälert. „You Made Me Want to Live“ ist ein Filler, bei dem man nur darauf wartet, dass es endlich weitergeht.

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Nach den ersten paar Tracks wird es langsam Zeit für eine Ballade. Das scheinen zumindest die Herren gedacht zu haben und schieben einen ruhigen Song hinterher. Die vom Klavier begleiteten Harmonien in „Forever and a Day“ bringen Melancholie in den Longplayer. Der Song ist ganz nett, aber da geht doch noch mehr!

Zum Glück bringt „End of Days“, eine weitere Single, wieder mehr Energie in die Bude. Der Song besticht mit seinen harten als auch zarten Seiten gleichermaßen und liefert shreddernden Gitarrensound und stampfende Drums. Endlich geht das Album mal etwas vorwärts und hält mit dem bluesigen „Ruins“ dann auch direkt das Highlight der ersten Hälfte Parat.

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Ab geht’s in die zweite Hälfte und damit in die nächsten sechs Songs des Albums. „Forsaken“ bedient sich der Energie seines Vorgängers und lässt die Akustikgitarre glänzen. Ein toller Song und hoffnungsvoller Einstieg in die zweite Hälfte. Während „Love Reign Down“ setzt sich Zakk Wylde dann aber erneut hinter das Piano und klimpert im Hintergrund für Ballade Nummer 2. Trotz der einsetzenden Gitarren, dem Solo und den einsetzten Drums bleibt der Song eher langweilig.

Richtig düster wird es mit den tief gestimmten Gitarren, die unheilvoll in „Gospel of Lies“ einstimmen und an die alten Songs von Black Sabbath erinnern. Der Song nimmt trotz moderatem Tempo richtig an Fahrt auf und macht Spaß.

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Während „Shelter Me“ ebenfalls ganz in Ordnung vorbei rauscht, zieht mit „Gather all my Sins“ ein gewaltiges Soundgewitter am BLS-Himmel auf. Ein energetischer Song in dem sich Dario Lorina und Zakk Wylde einen Solowettstreit der Extraklasse liefern. Nach diesem Meisterwerk bleibt die Rausschmeißer-Ballade „Farewell Ballad“ leider erst recht auf der Strecke.

Letztendlich findet man in „Doom Crew Inc.“, was man bei Zakk Wylde und Konsorten sucht. Auch das elfte Album der Band ist mal wieder ganz im Stile ihres ganz eigenen Genres. Wo Black Label Society drauf steht, ist auch Black Label Society drin. Überragende Soli in jedem einzelnen Song, eingängige Riffs und Hymnen, die zum Mitnicken einladen sind hier definitiv am Start.

Glücklicherweise sind diese so platziert, dass es einem leichtfällt zu übersehen, dass fast jedem zweiten Song das gewisse Etwas fehlt.

Foto: Justin Reich / Offizielles Pressebild

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Fazit

7/10
· Gut

Mit ihrem elften Album „Doom Crew Inc.“ zollen Black Label Society ihrer Roadcrew einen Tribut und liefern gleichzeitig ein solides Album in typischer BLS-Manier. Wie man es nicht anders gewohnt ist, finden sich auf der Platte eingängige Riffs und herausfordernde Soli, die mal wieder beweisen, welch grandiose Musiker hier am Werk waren. Dennoch haben sich einige Songs auf das Album geschlichen, die auch eingeschweißte Fans nicht so ganz aus den Socken hauen werden und das gewisse Etwas schwerlich vermissen lassen.

Black Label Society - Doom Crew Inc.

Black Label Society

Doom Crew Inc.

Album

VÖ 26. November 2021

cd · vinyl

Spinefarm Records

▶Tracklist 12 Songs
  1. 1Set You Free
  2. 2Destroy & Conquer
  3. 3You Made Me Want To Live
  4. 4Forever And A Day
  5. 5End Of Days
  6. 6Ruins
  7. 7Forsaken
  8. 8Love Reign Down (2021 Version)
  9. 9Gospel Of Lies
  10. 10Shelter Me
  11. 11Gather All My Sins
  12. 12Farewell Ballad
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Black Label Society·Groove Metal·Heavy Metal

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Black Label Society
Foto: Justin Reich / Offizielles Pressebild

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