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Alex Mofa Gang - Ende offen
ReviewPunkrock

Alex Mofa Gang

Ende offen

Album

VÖ 21. Juni 2019Redfield Recordscd · vinyl
Kevin Postir/20. Juni 2019
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SpotifyApple MusicYouTubeDeezerTidal
K

Kevin als das MoreCore-Nordlicht zu bezeichnen, würde wahrlich zu kurz greifen. Zwar ist der leidenschaftliche St.Pauli-Fan in Hamburg zuhause, hat aber unverkennbar sowohl rheinländische als auch italienische Wurzeln. Genau so vielfältig wie sein Stammbaum sind auch seine Aufgaben bei MoreCore. Teil des Headquarters, Feel Good Manager und Redakteur auf allen Ebenen. Wie man daneben noch Zeit für Langstreckenläufe und den Viersaiter in einer Pop Punk-Band findet, weiß wohl nur Kevin selbst. Aber egal, was er macht: Er macht es gut und mit ganz viel Herzblut.


Es gibt etwas Neues auf die Ohren und das direkt aus der Hauptstadt. Nach zwei Jahren voller Konzerte, Festivals und einer intensiven Studiozeit steht die neue Scheibe „Ende offen“ von den Jungs von Alex Mofa Gang beim Plattenhändler eures Vertrauens. Die Fünf, die ihre Musik selbst als Pop mit Punkwurzeln bezeichnen, sind in den letzten Jahren immer weiter gewachsen. Von Support-Shows für Bands, wie Zebrahead, Jennifer Rostock und Massendefekt, hin zu ausverkauften Headliner-Shows.

Der Titel „Ende offen“ gibt bereits Hinweise darauf, was die Fans von dem neuen Album, auf insgesamt 12 Songs erwarten können. Gradlinige Aussagen und ein Potpourri aus Themen und Einflüssen, welches die Fans aus ihrem Alltag reißt und hinein in die Welt von Alex katapultiert.

Genauso gradlinig beginnt das Album mit dem ersten Song und einer, der mittlerweile drei, Singleauskopplungen „Ende offen“. Die Aufbruchstimmung wird sofort deutlich. Er geht gut nach vorne und man hat gleich das Live-Feeling, das Kribbeln eines beginnenden Konzerts in der Magengegend. Dieses Feeling wird durch „Erstmal für immer“ noch weiter verstärkt. Eine wunderschöne Ode an die Festivalzeit, in der die Welt außerhalb des Campingplatzes vermeintlich still steht. Zwischen morgendlicher Kater-Melancholie und dem Tanzen im Konfettiregen, spielt der Song mit den unterschiedlichen Eindrücken und beschreibt das, was jeder Festivalgänger schon einmal erlebt hat.

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Allerdings werden auf „Ende offen“ auch deutlich ernstere Töne von Alex Mofa Gang angeschlagen. So wird in „Alles Robotisiert! (I am in love)“ die rasante Technisierung und die entstehende Abhängigkeit zwischen Mensch und Technik auf eine ironische Art und Weise kritisch behandelt. Mit „Düsenjäger“ richtet sich die Band in wütendem Ton gegen das politische Wegsehen und spricht sich unter Anderem für die Rettung von Geflüchteten aus.

„Es ist vorbei“ erzählt von dem Ende einer Beziehung und der Realisierung bzw. der Verarbeitung, dass der Abschnitt mit einer anderen Person vorbei ist. Das Ganze verpackt in einem poppigen, tanzbaren Gitarren-Song, der trotz der Schwere der Thematik zum Springen animiert und den Stil der Band zeigt. Diese Aufbruchsstimmung, welche auch über dem Album generell prangert, wird ebenfalls in „Mensch, Ludger!“ deutlich, in dem es auf ironische Art um das Glücklich werden geht und darum, dafür auch etwas aufzugeben. Abgeschlossen wird diese Thematik und auch das gesamte Album mit dem Song „Treibholz“, der eine sehr persönliche und verletzliche Seite aufzeigt. Hier geht es darum, dass Familienleben und das Künstlerdasein unter einen Hut zu bekommen. Sänger Sascha Hörold singt von der Ungewissheit und dem Ziel aus dem „Baukastenleben“ des Künstlers ein Zuhause bauen zu wollen.

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Foto: Alex Mofa Gang / Offizielles Pressebild

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Fazit

7/10
· Gut

„Ende offen“ wird sowohl eingefleischten Fans von Alex Mofa Gang als auch Freunden der poppigen Rockmusik, welche die Band noch nicht kannten, gefallen. Das Konzept hinter dem Album, die zusammenhängende Stimmung des Aufbruchs und die ironische Darstellungsweise geben ein rundes Bild ab, überraschen allerdings recht wenig. Man bekommt das, was versprochen wurde. Ein solides Album, das den Zuhörer aus der Realität ziehen und gleichzeitig wachrütteln möchte. Das Ganze in einer tanzbaren Gute-Laune-Verpackung oder um es mit den Worten der Band zu sagen: „ Ich fühl mich so yeah! Yeah!“.

Alex Mofa Gang - Ende offen

Alex Mofa Gang

Ende offen

Album

VÖ 21. Juni 2019

cd · vinyl

Redfield Records

▶Tracklist 12 Songs
  1. 1Ende offen
  2. 2Hinter den Fassaden
  3. 3Alles robotisiert! (I am in love)
  4. 4Kleine Schwester Größenwahn
  5. 5Dieses Mal
  6. 6Düsenjäger
  7. 7Erstmal für immer
  8. 8Es ist vorbei
  9. 9Helden deiner Jugend
  10. 10Nacht aus Gold
  11. 11Mensch, Ludger!
  12. 12Treibholz
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Alex Mofa Gang
Foto: Alex Mofa Gang / Offizielles Pressebild

Alex Mofa Gang

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Alex Mofa Gang ist eine 2012 gegründete Band aus Berlin. Die Kombo spielt seit der Bandgründung in Originalbesetzung und besteht aus Sascha Hörold (Gesang, Gitarre, Tommy Kosslick (Gitarre), Rotscher …

4 Artikel auf MoreCore

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