
Anja Schroth
What the Hell?! Die singenden Cowboys von SpiritWorld sind wieder im Lande um uns den dritten Teil ihrer Death Western-Trilogie zu präsentieren, der auf den vielversprechenden Namen „Helldorado“ hört. Die Band entführt uns mit dem neusten Longplayer in eine Welt, die die Wüstensonne des amerikanischen Westens als „herniederbrennendes Tor zur Hölle“ zeigt. Noch Fragen? Mit dem am 21. März 2025 erscheinenden Album wird es definitiv laut, hart und brutal.
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Wer hier nur auf eingängigen Westernsound hofft, kann das schnell vergessen. Vielmehr verspricht die Scheibe knallharten Metal im Wild-West-Gewandt, der sich darüber hinaus nicht scheut, sich in Richtung Übernatürliches und makabrer Horror auszuleben.
Fangen uns SpiritWorld mit dem Lasso?
Ob uns „Helldorado“ dann auch ins musikalische El Dorado führt? Wer die Kombination aus gitarrenlastigem Hardcore gepaart mit Western-Sound mag und sich in die blutige Horrorwelt von Mastermind und Sänger Stu Folsom geben will, für den ist die neue Erscheinung von SpiritWorld genau das Richtige.
Mit Blick auf das im Jahre 2022 erschienene „Deathwestern“ stellt sich der musikalische Mix in „Helldorado“ weniger ausgewogen dar. Dies gilt zum einen für die genutzten Genres, in denen sich die Songs bewegen, zum anderen präsentiert sich der neue Release zunehmend in einem musikalisch eher mittleren Härtegrad und wagt nur vereinzelt Ausreißer in die Extreme.
Es geht nach vorn!
Die in Western-Sound gehüllten Tracks, wie der Opener „Abilene Grim“ oder „Bird Song of Death“ und „Annihilism“, überzeugen durch schmissigen Honky-Tonk-Rhythmus und eingängige Melodien. Damit schaffen es SpiritWorld regelrecht, die Höhrer:innen zum Tanz regelrecht aufzufordern.
Doch damit noch lange nicht genug, denn „Abilene Grim“ hält noch ein paar Überraschungen parat und lässt zum Schluss schnelle und kraftvolle Riffs auf den Hörer:innen los, die Slayer alle Ehren machen würden. Das dazugehörige Video steht darüber hinaus dem Song in Nichts nach und zelebriert den Untergang eines geweihten Predigers in die Unterwelt. Was kann man da noch mehr wollen?!
Foto: Jasmine Garcia / Offizielles Pressebild
Fazit
Mit "Helldorado" liefern SpiritWorld einen energetischen, harten Longplayer. Der eingängige Gitarrensound sowie Stu Folsoms Growls beherrschen den Sound der Band, welche musikalisch alles aus sich rauslässt, um die Songs rund um Horror, Outlaw Country und Okkultismus zu präsentieren. Mir persönlich gefallen auch das ruhigere „Bird Song of Death“ und das Instrumental zu „Cleansing“, die mit einer gewissen Leichtigkeit daherkommen und eine gelungene Abwechslung liefern.

▶Tracklist 10 Songs
- 1Abilene Grime
- 2No Vacancy in Heaven
- 3Western Stars & The Apocalypse
- 4Bird Song of Death
- 5Prayer Lips
- 6Waiting on the Reaper
- 7Oblivion
- 8Cleansing
- 9Stigmata Scars
- 10ANNIHILISM
