
Unsere persönlichen Top-Performances in 2018
Auch dieses Jahr war wieder gespickt mit vielen, vielen Touren und...
Unser Admin sorgt dafür, dass alles funktioniert. Manchmal funktioniert es nicht, dann ist zwar er schuld. Aber dann repariert er es und wir haben ihn alle wieder lieb.
Auch dieses Jahr war wieder gespickt mit vielen, vielen Touren und Festivals. Und genau die konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Doch welche Auftritte haben unsere Teammitglieder eigentlich persönlich am meisten überzeugt? Hier unsere Übersicht:
Fever 333 als Support von Bring Me The Horizon
Jakob Jahnke wurde förmlich umgehauen: Fever 333 das neue Ding von Jason Butler (ehem. letlive.) zusammen mit Stephen Harrison (ehemals bei The Chariot) und Aric Improta (Night Verses). Mir war direkt klar, dass das live komplett verrückt wird. Jason Butler war immer ein Garant für beeindruckende Live-Performance und hat mich bei einem meiner ersten Konzerte mit letlive. (Fun Fact: Zusammen mit Stick To Your Guns als Support des damaligen Headliners Your Demise; wie sich die Zeiten doch ändern) komplett umgehauen. Fever 333 steht dem in nichts nach. Drei Menschen, die ohne viel Schnickschnack eine dank BMTH sehr gut gefüllte Mitsubishi Electric Halle innerhalb kürzester Zeit mit so viel Energie füllen war der Wahnsinn. Ich weiß nicht wie viele Gäste Fever 333 vor dem Abend kannten. Was aber sicher ist: Vergessen wird man sie danach nicht mehr!
Counterparts in Arnheim mit The Pariah als Support
Julia Strücker war in voller Euphorie: In Counterparts habe ich mich erst 2017 so richtig verliebt und in diesem Jahr wirklich mehr als einmal live erleben dürfen; aber eine Show ist mir dabei besonders in Erinnerung geblieben. Im August ging es mit meinen sehr lieb gewonnen Dudes von The Pariah nach Arnheim, wo sie Counterparts als Support begleiten durften. Ich weiß genau, was Counterparts, und vor allem dieser Gig, den Jungs bedeuten. Ich glaube, dass ich mindestens genauso aufgeregt war sie, als Shouter Brendan Murphy auf die Bühne kam, um sein Feature bei “Surged” live mit der Band zu performen.
As I Lay Dying im Kesselhaus in Berlin
Sebastian meint: Vor der Zwangspause von As I Lay Dying habe ich es nie geschafft, die Kalifornier live auf der Bühne zu erleben. Umso größer war meine Freude, als sich vor einem halben Jahr die Rückkehr der Band mit dem Release der Single “My Own Grave” andeutete und schnell feststand, dass nicht nur Tim Lambesis, sondern auch die komplette Besetzung von As I Lay Dying das Projekt fortführen wird. Nach der Ankündigung einer Show in Berlin, die – typisch für die gesamte Tour – ebenso schnell hochverlegt wie ausverkauft war, stellte sich letztendlich nur noch die Frage, ob As I Lay Dying nach all dieser Zeit noch immer live überzeugen können. Am 12. Dezember zeigte sich schließlich: Oh ja, und wie! Nach einem starken Opener durch Bleed From Within, die in diesem Jahr ebenfalls ein grandioses Comeback hinlegten, sowie der technisch wirklich überzeugenden Truppe namens Erra, kannte das Publikum im Kesselhaus von der ersten bis zur letzten Minutes des Auftritts von Tim Lambesis und seinen Kollegen kein Halten mehr. Zu der extrem guten Stimmung unter den Zuschauern gesellte sich eine Setlist, die aus vielen älteren Tracks der Band bestand und eine Atmosphäre wie zu den Anfangstagen des Metalcores heraufbeschwor. As I Lay Dying zeigten an diesem Abend, dass sie zurück sind, und das fühlte sich verdammt gut an.
Tremaire beim Sunset Mosh Fest meets ADF Live (Kleve)
Maik Krause: Ich habe dieses Jahr wieder eine ganze Menge große Bands und Künstler auf “großen” Bühnen erleben dürfen. Vieles war eindrucksvoll (Alexisonfire bei RaR, Movements in Köln, Fever 333 in Düsseldorf), aber ganz besonders in Erinnerung ist mir eine “kleine” Band aus Marburg geblieben: Tremaire. Es ist einfach immer wieder schön, wenn auch lokal noch die Lutzi abgeht und dafür sorgten die fünf Jungs beim „SMF meets ADF Live“ in Kleve mit Nachdruck. Mit (gewohntem) vollem Körpereinsatz und einer heftig positiven Art und Weise waren Tremaire mehr als ein dankbarer Einheizer für einen rundum geilen Festivaltag.
Pianos Become The Teeth im MTC in Köln
Sebastian Scheele konnte sich fast gar nicht entscheiden: Auch wenn das Euroblast 2018 mal wieder sehr beeindruckend war und mit erinnerungsträchtigen Auftritten von Theia, Rolo Tomassi oder Caligula’s Horse trumpfen konnte und die Black Peaks im MTC eine fantastische Show ablieferten, blieben mir Pianos Become The Teeth in selbigem Laden in noch deutlicherer Erinnerung. Alle älteren Screamo-Songs außen vor mit dem Fokus auf ein harmonisches Set in jeder Hinsicht, was im Gesamtkontext kaum nachteilig war, erlebte ich eine hoch emotionale Show ohne unnötige Füll-Ansagen und Lobhudelei-Lügenmärchen à la “This is the best show of the tour” oder nervige Zugabe-Rockstarallüren. Perfekt.
Blackout Problems im Gebäude 9 in Köln
Sascha Grethmann steht auf Schweiß und Tränen: Blackout Problems sind mittlerweile kein Geheimtipp mehr, aber ich schaue sie mir trotzdem noch immer gerne live an. Tatsächlich nehme ich jede Gelegenheit wahr, die vier Jungs aus München auf der Bühne zu sehen. Die Energie und die Atmosphäre, die in der Halle herrschte, war einfach überwältigend. Ich und die anderen schwitzenden Fans pogen durch das Gebäude, Sänger Mario steht mit Gitarre und Mikrofon im Publikum und alle legen sich, wie in Trance, die Arme über die Schultern. Als sie dann noch “Das Bleibt Hier” von Heisskalt covern, war es um das Publikum und mich endgültig geschehen. Blackout Problems gehören für mich zu den Top 5-Live-Bands und ich kann jedem nur ans Herz legen, sich dieses Spektakel mal zu geben.
Bury Tomorrow, Lionheart und Blessthefall im Musikzentrum in Hannover
Unsere Lisa wählte ein besonderes Club-Konzert zu ihrem Favoriten: Im Hochsommer kamen Bury Tomorrow zwischen ihren Festivalshows für ein paar Clubkonzerte nach Deutschland. In Hannover spielten sie ohne Absperrung vor der Bühne im doch recht kleinen Musikzentrum. Solche Konzerte sind meine Liebsten. Sie erinnern mich an meine Anfänge in dieser Musikszene und geben den Bands mehr Möglichkeiten der Interaktion mit ihren Fans. Überrascht hat mich an diesem Abend Lionheart als Support-Band, die mit ihrem selbstironischen Auftreten eine beinahe komödiantische Show hinlegten. Mit dieser konnte die Band aus Kalifornien mich nach mehreren Anläufen in den vergangenen Jahren erstmals überzeugen. Bury Tomorrow hingegen riss das Publikum mit ihrem Song „Lionheart“ mit und lieferte eine gewohnt kraftvolle und ausgelassene Performance, die mir immer wieder Spaß macht.
Rock am Ring mit dem Team
Sascha Dejas ist voll und ganz verliebt: Mein erstes Mal bei Rock am Ring durfte ich gleich mit unserem großartigen Team verbringen. Interviews, Live-Streams, ein bisschen Blödsinn („Lokaaaalrunde“) und natürlich die Auftritte von Taking Back Sunday, Alexisonfire, Enter Shikari und Scarlxrd machten das gemeinsame Wochenende abwechlsungsreich, unterhaltsam und rundum großartig. Ich bin als überzeugter Club-Konzert-Fan eigentlich ungerne auf Festivals unterwegs. Das Jahr 2018 hat es aber geschafft, dass RaR auf jeden Fall auf meinen To-Do’s für 2019 steht.
Don Broco bei Rock am Ring
Julian Schmitz hätte seinen persönlichen Favoriten beinahe gar nicht gesehen: Dieses Jahr war für mich ein eher “maues”, was Konzerte anging. Trotzdem gab es nach ein bisschen Überlegen diesen Moment beim Überlegen, wo ich unwillkürlich grinsen musste: Rock am Ring mit dem Team. “Komm’ mit zu Don Broco, mach jetzt!” hör’ ich da Julia noch sagen. Im Nachhinein: Mann…. hätte ich mich geärgert, wenn ich mir die Jungs nicht angeschaut hätte! Das Wetter war perfekt (unübersehbar war ja eh mein Sonnenbrand in den letzten MoreCore TV-Videos), die Leute waren super drauf und die Band hat sich da für mich mit ihrem neuen Album “Technology” absolut zum Sommerhit gemausert. Es ist zwar nicht mehr die Jahreszeit dafür, aber „den Booty shaken“ kann man auch im Schnee (oder aktuell Regen), also hört mal rein!
Arcane Roots im Kesselhaus in Wiesbaden
Rodney Fuchs schwelgt in Erinnerungen: Ich habe dieses Jahr viele Konzerte besucht und mir dabei oft die Frage gestellt, warum ich überhaupt hingegangen bin. Als Beispiel hierfür dienen aber eher Touren, die ich selbst mehrmals besucht habe. Auch wenn das Complexity Fest in Haarlem, zusammenfallend mit meinem Geburtstag, eigentlich mein Highlight 2018 war, möchte ich ein weiteres Konzert hervorheben. Auch wenn ich Arcane Roots leider kein weiteres Mal sehen werde, bin ich froh, dass ich dieses Konzert nicht verpasst habe. Nachdem ich ein großer Fan von “Melancholia Hymns” geworden bin, hat mich das britische Trio vollends überzeugen können. Performativ und menschlich boten Arcane Roots knappe 90 Minuten vollstes Entertainment und spielten dabei unfassbar viel Musik vom neuen Album. Auch wenn es sich nicht danach anfühlte, beschloss die Band kurze Zeit nach der Tour in Zukunft getrennte Wege zu gehen. Doch eins kann man mir nicht nehmen und das ist die Erinnerung an dieses grandiose Konzert, das zu meinem persönlichen, emotionalen Highlight gehört und mich auch fernab der Kamera in die allererste Reihe gelockt hat!
Beitragsfoto im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Julia_Rocknrolla)


