
Julia L. ist die zweite Julia im MoreCore-Bunde und ergänzt das Team gerne mit Rezensionen, News, Live-Berichten sowie kleineren und größeren Schreibarbeiten. Als Germanistin aus dem schönen Hessen ist sie ständig hin- und hergerissen zwischen “da ist ein grammatikalischer Fehler im Satz!” und “am liebste tät isch de ganze Tach nur hessisch babbele”. Tippt sie nicht gerade wie wild auf der Tastatur rum, um irgendetwas zu Papier zu bringen, findet man sie gerne mit ihrem Hund im Feld oder auf Shows und Konzerten im Rhein-Main-Gebiet. Für einige Bands fährt sie aber auch gerne mal nach NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern oder Baden-Württemberg. Autofahren tut sie auch besonders gerne und hat dabei am liebsten gute Musik laufen. Leider will wegen der bei ihren Freunden verhassten “Schreimusik” kaum jemand mitfahren. Umso besser, denn dann hört niemand, wie schief sie mitsingt!
Während Corona uns nach wie vor fest im Griff hat, sitzen Slipknot, ebenso wie haufenweise Musiker weltweit, seit über einem Jahr auf dem Trockenen, was Konzerte angeht. Während sich viele Acts mit dem neuen Medium der Livestream-Shows bisher wenigstens ein kleines Trostpflaster geschaffen haben, spielte die Maskenkombo bislang kein virtuelles Konzert. Shawn „Clown“ Crahan verriet jetzt auch wieso.
Deshalb spielen Slipknot keine Livestream-Konzerte
In einem Interview mit „Beez“ für die bandeigene Seite Knotfest.com ließ der Percussionist wissen, dass man die Corona-Beschränkungen sehr ernst nehme und sich derzeit nicht vorstellen kann, für einen Livestream zusammenzukommen.
„In my opinion, it’s just too soon. I mean, the vaccine isn’t even available to everyone yet […]. I take that very, very, very, very serious… The point is, for SLIPKNOT, being a very visual band, and beyond the art side of it, the music side… I mean, I don’t know how I get together with everybody on lockdown, go through a set to make special for you, where we are convinced that it’s coming through to you absolutely the way you need it. I need time for that. I don’t know if everybody’s got time. We’re not even allowed to get out of the house in some places.“
Darüber hinaus glaubt „Clown“, dass ein Livestream dem künstlerischen Anspruch seiner Band nicht gerecht werden würde. Er glaube, dass man bei einer Band wie Slipknot mit einer reduzierten Show bei einem Stream nur verlieren könne. Das wolle er vermeiden.
“ I will not waste money on a livestream, because if I am, it’s gotta be wasted on you. I can’t just get with a bunch of people that, all of a sudden, may or may not be working and aren’t used to taking two and a half years off and having to figure out what to do. So when you ask me, ‚Why don’t you do it?‘, how am I gonna get the time and all these people together to give you the exquisite, beautiful art thing that you’re needing so badly? And if I don’t do it, and you see it, and you’re, like, ‚Man…‘ For example, let’s say I don’t use explosives. And I’m, like, ‚But I tried to make it an intimate setting in a theater.‘ And you’re, like, ‚It’s not good enough.‘ I don’t even know how to approach this, man.“
Wer weiß, wie lange die Pandemie noch dauert und wer weiß, ob Slipknot nicht doch in Versuchung kommen, uns wenigstens virtuell mit Live-Action zu beehren. Das ganze Interview mit „Clown“ findet ihr nachfolgend.
Real wäre die Band um Frontmann Corey Taylor hierzulande eigentlich beim Wacken Open Air 2021 als Headliner zugegen. Ob die Sause auch stattfindet, kann bislang noch nicht mit Sicherheit gesagt werden. Infos dazu sollen zeitnah folgen.
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Die Downtime nutzten die Bandmitglieder für den kreativen Prozess und setzten sich an neue Musik. Wie genau es nun allerdings um einen Nachfolger des 2019 erschienenen Albums „We Are Not Your Kind“ steht, ist noch nicht ganz klar.
Foto: Slipknot / YouTube: „Pollution“


