
Sigir bringen ihr erstes Album „Rainmaker“ an den Start
Melodic Death Metal-Nachwuchs.
Wenn unsere Tamara nicht gerade mit ihrem Master in Musikjournalismus eingespannt ist, versorgt sie die Leserschaft mit Rezensionen und Interviews rund um Bands, die eigentlich nur noch unsere Eltern hören. Zu ihren Lieblingsfreizeitbeschäftigungen gehören Till Lindemann und Wacken. Sieht man sie nicht im Club oder durch einen Moshpit tanzen, steht sie hinter dem Tresen und mixt unverschämt gute Cocktails, um mit Freuden ihre Freunde abzufüllen. Neuerdings versucht sie sich auch als Pflanzenmutti und an der E-Gitarre. Ganze 3 Akkorde beherrscht sie schon, einer Karriere in einer Punkband würde also nichts mehr im Weg stehen.
Dass das Genre des Melodic Death Metal seine Wurzeln in den skandinavischen Ländern hat, ist allgemein bekannt und unbestreitbar. So kann man natürlich als nordische Metalband den Klängen der Heimat Tribut zollen, in dem man sich diesem Genre verschreibt. Sigir, die aus Finnland stammen, präsentieren nun mit ihrer Debütplatte „Rainmaker“ genau das: Ehrlichen, rohen und nordischen Death Metal.
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Sigir gründen sich, zunächst als Trio, im Jahr 2019 in den kalten Weiten Skandinaviens – Vesanto, Finnland um genauer zu sein. Beschließt man als Metalhead mit dieser geografischen Lage sich einer Band anzuschließen, hat man in der Regel zwei Genre-Möglichkeiten zur Auswahl: Black Metal oder Melodic Death. Viel mehr Spielraum ist da nicht, oder?
Dass es auch anders geht, beweist das nun als Quartett komplettierte Gespann Sigir mit ihrem Debütalbum „Rainmaker“. Das klingt zwar in erster Linie nach Melodic Death in seiner reinsten und ursprünglichsten Form, ihm liegen aber auch die Black Metal-Einflüsse aus der Heimat zugrunde.
Hier geht’s zum Stream der Scheibe:
Die Band selbst beschreibt den Sound ihres ersten Longplayers wie folgt:
„Das Hauptaugenmerk bei diesem Album lag darauf, brutalen, primitiven und melodischen Death Metal zu machen. Alles zur gleichen Zeit. Sogar ein Hauch von Black Metal ist in einigen Riffs und im Gesang zu finden.“
Große Fußstapfen
Und das jenes Debütalbum nicht nur aus Finnland stammt, sondern ebenfalls in Schweden produziert, gemixt und gemastert wurde, hört man. Nimmt man es ganz genau, wurde sogar in den Top Floor Studios in Göteborg daran gearbeitet – ein geschichtsträchtiger Ort und eine sagenumwobene Stadt aus der Bands wie In Flames, At The Gates und The Halo Effect stammen und nach welcher sogar das Genre des Göteborg Metal benannt wurde.
Große Fußstapfen, in welche die Newcomer Sigir hier treten. Mit „Rainmaker“ beweisen sie dennoch, dass sie dem Erbe großer Genrevorreiter wie In Flames und Children Of Bodom würdig sind.
Sieben Tracks, welche die Kombo seit ihrer Gründung im Jahr 2019 produziert hat, versammeln sich auf dem neuen Longplayer. Darunter die bereits veröffentlichten Powerstücke „Depraved“, „The Lantern“ und der Titeltrack „Rainmaker“. Zu den inhaltlichen Ebenen und den Lyrics an sich sagt die Band:
„Die lyrischen Themen gehen zurück ins Finnland des 19. Jahrhunderts. Der Gesang ist hauptsächlich englisch, aber es gibt auch ein paar finnische Parts auf dieser Platte.“
Mit „Rainmaker“ schlagen die Finnen das erste große Kapitel in ihrer noch jungen Bandkarriere auf. Wir sind gespannt was das Vierergespann nach diesem vielversprechenden Start noch alles für uns in petto hat.
Foto: Sigir / Offizielles Pressebild


