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Foto: Offizielles Artwork von Bandcamp
Nach Übernahme durch Songtradr: Bandcamp entlässt die Hälfte seiner Mitarbeiter
Music

Nach Übernahme durch Songtradr: Bandcamp entlässt die Hälfte seiner Mitarbeiter

Ein herber Schlag.

Tamara Jungmann/17. Oktober 2023· Aktualisiert 6. April/3 Min.
T

Wenn unsere Tamara nicht gerade mit ihrem Master in Musikjournalismus eingespannt ist, versorgt sie die Leserschaft mit Rezensionen und Interviews rund um Bands, die eigentlich nur noch unsere Eltern hören. Zu ihren Lieblingsfreizeitbeschäftigungen gehören Till Lindemann und Wacken. Sieht man sie nicht im Club oder durch einen Moshpit tanzen, steht sie hinter dem Tresen und mixt unverschämt gute Cocktails, um mit Freuden ihre Freunde abzufüllen. Neuerdings versucht sie sich auch als Pflanzenmutti und an der E-Gitarre. Ganze 3 Akkorde beherrscht sie schon, einer Karriere in einer Punkband würde also nichts mehr im Weg stehen.


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Das hatte wohl niemand kommen sehen: Der Online-Musikdienst Bandcamp hat die Hälfte seiner Mitarbeiter entlassen. Die Plattform gewann seit ihrer Gründung im Jahr 2007 stetig an Popularität. Im letzten Jahr war die Plattform für unabhängige Musiker und Kulturschaffende so interessant geworden, dass sogar der Software-Riese Epic Games seinen Teil vom Kuchen haben wollte. Diese Ehe sollte allerdings nicht lange halten.

Nach Übernahme durch Songtradr: Bandcamp entlässt die Hälfte seiner Mitarbeiter

Epic Games entschied sich in diesem September, nach gut eineinhalb Jahren Kooperation, dazu, den Online-Dienstleister wieder zu verkaufen. Er ging so an Songtradr über, eine B2B-Plattform für Musiklizensierung. Die offizielle Übernahme erfolgte am 16. Oktober und Songtradr versprach „Bandcamp zu helfen, weiter in einer ‚Music first‘ Gemeinschaft zu wachsen und es so zu ermöglichen, die Fähigkeiten der Künstler zu unterstützen.“

Doch wie nun herauskam, geht diese Übernahme mit einem harten Preis einher. Wie mittlerweile von Seiten der Musikplattform bestätigt, entließ Songtradr knapp die Hälfte der Mitarbeitenden der Plattform. Ein Statement dazu, welches die Redaktion von Metal Injection bei Songtradr einholte, könnt ihr im Folgenden nachlesen:

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„Am 16. Oktober hat Songtradr Bandcamp offiziell übernommen. In den letzten Jahren sind die Betriebskosten für Bandcamp erheblich gestiegen. Dies musste angepasst werden, um ein gesundes und nachhaltiges Unternehmen und deren Dienst an seiner Künstler- und Fan-Community zu gewährleisten.

Nach einer umfassenden Bewertung, was die Wichtigkeit verschiedener Rollen im Geschäftsgefüge von Bandcamp sowie bestehender Rollen bei Songtradr betrifft, haben 50% der Mitarbeitenden von Bandcamp ein Jobangebot akzeptiert. Diejenigen, die kein Angebot erhalten haben, bekommen eine Abfindung von Epic Games ausgezahlt, im Rahmen der Entlassungen vom 28. September.“

Was wird nun aus Bandcamp und seinen Nutzern?

Songtradr verspricht im weiteren Verlauf des Statements, Bandcamp so weiterzuführen wie zuvor und die „Dienste, die die Fans und Künstler lieben“ fortzusetzen, einschließlich des „Artist-First Revenue Share“, „Bandcamp Fridays“ und „Bandcamp Daily“.

„Wir freuen uns darauf, Bandcamp in unserer musikorientierten Community willkommen zu heißen. Wir teilen alle unsere Leidenschaft für Musik und wollen weiter Musiker, Labels und Fans unterstützen, wo wir nur können“, heißt es abschließend.

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Die Musiklizenzierungsplattform plant außerdem ein weiteres Tool einzubauen um Kulturschaffenden anzubieten, ihre Musik für Medienformen wie Games, Marken oder Creator Content zu lizenzieren. Das könnte den Künstlern helfen mehr Kontrolle über ihre eigene Musik zu behalten.

Außerdem ist der Software-Riese Epic Games nicht komplett ausgeschieden. Künstlern soll weiterhin die Möglichkeit gegeben werden ihre Musik im Epic Games-Universum unterzubringen und sie beispielsweise für Games wie Fortnite zur Verfügung zu stellen.

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Ob der Käufer Songtradr am Ende halten wird was er verspricht, wird sich wohl erst mit der Zeit herauskristallisieren. Bis dahin gilt es ein Auge mehr auf den Online-Dienst zu werfen.

Bild: Offizielles Artwork von Bandcamp


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