
Kritik: Lotus Eater – „Social Hazard“
„Zorn. Aggression. Verzweiflung. Gewalt. Wilde Wut“ Mit diesen Worten...
Sascha kennt sich als gelernter Veranstaltungstechniker ganz gut mit Technik aus und ist deswegen auf Festivals und Shows meistens hinter der Kamera anzutreffen und sieht zu, dass dort alles funktioniert und gut aussieht. Ansonsten kümmert er sich hauptsächlich um die Postproduktion von Interviews für den MCTV Channel auf YouTube. In seiner Freizeit stalkt er User und Bands auf Twitter, macht selbst Musik oder produziert Musikvideos und versucht sich als Filmemacher. Außerdem guckt er so an die 350 Filme im Jahr und wird sich nicht davor scheuen, euch welche zu empfehlen.
„Zorn. Aggression. Verzweiflung. Gewalt. Wilde Wut“ Mit diesen Worten beschreiben sich Lotus Eater aus Schottland selbst und ich könnte es selbst nicht besser zusammenfassen.
Am morgigen Freitag veröffentlicht die Band ihre neue EP „Social Hazard“ und das Teil ist wirklich nichts für schwache Nerven. Das ist der Soundtrack für deinen nächsten Slasher-Horror-Film.
Nach dem verstörenden Introtrack „Thug“ fackeln die Jungs nicht lange. „Yuck“ bietet einen Drumbeat zum Kopfnicken, fiese Gitarrensounds und alles in allem einen sehr aggressiven Vibe, der sich durch die ganze EP zieht.
Die runtergestimmten Gitarren kommen auch beim nächsten Track „The Fear“ gut durch. Der Song geht sehr gut nach vorne und hat einen krassen Groove, der die allgemeine düstere und wütende Atmosphäre erneut unterstreicht.
„Mother“ fasst die Essenz des Sounds von Lotus Eater am besten zusammen. Groovige und atonale Gitarrenriffs, unerwartete und gemeine Breakdowns und teils wirklich unangenehm klingende Effekte auf den Vocals. Das Gesamtbild passt.
Den Abschluss macht „Jawless“ und hier geht es nochmal richtig nach vorne. Allerdings würde ich mich wiederholen, wenn ich versuchen würde, ihn zu beschreiben. So fett der Sound der Jungs auch ist, fehlt es dann aber am Ende des Tages doch etwas an Abwechslung.
Fazit:
„Social Hazard“ hat einen erfrischend aggressiven und verstörenden Klang, der genau so schnell wieder aufhört, wie er angefangen hat. Mit nicht einmal 16 Minuten Laufzeit ballert die EP schnell durch den Gehörgang und hinterlässt dabei Lust auf mehr. Ich bin gespannt, was man in der nächsten Zeit noch so von den Jungs zu hören bekommt und wann sie sich wieder zu uns wagen. Nehmt euch die Viertelstunde, hört die EP und macht euch selbst ein Bild von Lotus Eater. Fans von wütender Musik sollten die Jungs auf jeden Fall im Auge behalten.
Wertung: 7/10
Band: Lotus Eater
Album: Social Hazard
Veröffentlichung: 29.03.2019


