
Escape From Wonderland: Neue Single „Dissimulate“; Signing bei Drakkar Entertainment
Ein Song mit Hintergrundgeschichte.
Lisa Scholz
Escape From Wonderland melden sich gleich mit doppelt guten Neuigkeiten zurück. Kehrten sie im vergangenen Jahr mit zwei neuen Tracks aus der Pandemie zurück, hat der Fünfer aus Baden-Württemberg nun einen dritten Dreher am Start. Die brandneue Single hört auf den Namen „Dissimulate“ und markiert den allerersten Song bei Drakkar Entertainment, wo die Metalcore-Mannen kürzlich unterschrieben haben. Zur Zusammenarbeit mit dem Label verkünden sie:
„Wir freuen uns riesig, diese Chance bekommen zu haben! Natürlich war es für uns eine große Entscheidung, da man natürlich nicht jeden Tag einen Labeldeal unterschreibt. Aber mit der Unterstützung, die wir jetzt durch Drakkar erhalten, haben wir endlich die Möglichkeit, uns noch viel mehr auf das zu konzentrieren, was wir als Musiker machen wollen: Musik schreiben und live spielen! In dem Sinne ist es also eine echt große Erleichterung für uns, da wir uns jetzt effektiv um weniger Organisatorisches kümmern müssen und vieles, was wir vorher in Eigenregie auf die Beine stellen mussten, aus der Hand geben können. Somit freuen wir uns schon richtig auf die zukünftige Zusammenarbeit und über die Möglichkeit, die uns damit geboten wird.“
Jetzt auf Abruf: „Dissimulate“ von Escape From Wonderland
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Passend zum Thema „Musik schreiben“ hat die Kombo aus Stuttgart einen brandneuen Brecher am Start, der direkt samt Musikvideo daher kommt. „Dissimulate“ basiert auf einem heftigen Hintergrund, war Sänger Dennis doch vor einigen Jahren in einen Autounfall verwickelt, bei dem ihm jemand auf der Autobahn bei voller Geschwindigkeit in die Seite gefahren ist und ihm im Nachhinein die Schuld daran in die Schuhe schieben wollte. Nur durch die Aufzeichnungen von Verkehrskameras konnte letztendlich seine Unschuld bewiesen werden, doch bis dahin verging eine Zeit voller Unsicherheit, Schuldgefühlen und Wut.
Wie die musikalische Umsetzung dessen klingt, erfahrt ihr nach einem Klick auf den Play-Button:
Der Escape From Wonderland-Fronter berichtet von der Zeit und seinen Learnings daraus in einem ausführlichen Statement wie folgt:
„Es hat mich erkennen lassen, dass manche Menschen in der Lage sind, ohne Rücksicht auf dein Leben, nur an sich selbst und ihre eigenen Lügen zu glauben. Und wie diese Lügen durch die Masse an Zuspruch eine gewisse Glaubwürdigkeit entwickeln. Der ganze Vorgang ging so weit, dass ich am Ende selbst nicht mehr sicher war, ob ich Täter oder Opfer des Ganzen bin. So wie ein Kult oder eine Sekte dir erzählt, dass deren erfundenen, zurechtgelegten Lügen die eigentliche Wahrheit sind, die man aufgrund der Masse an Mitläufern selbst anfängt zu glauben. Und genauso haben auch die Zeugen vor Ort dann später die Version des Täters abgenickt.
Ich habe deswegen stark an mir gezweifelt, weil ich als Schuldiger so in der Zeitung stand, aber eigentlich mit mir und dem Wissen beschäftigt war, dass ich hätte sterben können. Es war irgendwann einfacher zu glauben, ich sei schuld, als zu verneinen, was die Masse schildert. Letzten Endes bekam ich anhand einer Videoaufnahme den Beweis, dass ich Recht hatte. Als einzelne Person, entgegen den falschen Aussagen aller anderen. Aber es hätte auch schieflaufen können und ich wäre im schlimmsten Fall mit einer erfundenen, gut zurecht gelegten Lüge ins Grab gegangen. Das hat meine Sichtweise auf mein Leben in vielerlei Hinsicht stark beeinflusst. Mittlerweile denke ich: Sei dir selbst was wert und lass dich nicht in den Fluss der Massen fallen, nur weil es einfacher ist.“
Da EFW nicht nur gerne Musik schreiben, sondern diese auch gerne live präsentieren, stehen für die fünfköpfige Truppe in diesem Jahr Auftritte an:
01.07.2023 – AT – Heavy Mölltol, Kreuzeckbahn Kolbnitz
21.07.2023 – DE – Traffic Jam Open Air, Dieburg
Foto: Alen Ljubic Photography / Offizielles Pressebild


