
Chris Barnes (Six Feet Under) über den Death Metal: „Ich verachte, was aus diesem Genre geworden ist“
Oh je.
Kathrin ist ein Chamäleon des alternativen Musikgeschmacks, mit einem Faible für alles, was außergewöhnlich ist. Nichts bleibt vor ihr sicher – und erst recht kein Nischengenre. Da überrascht es wohl nicht, dass sie als Allrounder das MoreCore-Team tatkräftig unterstützt. Wenn sie nicht gerade voller Inbrunst an neuen Alben- und Live-Reviews schreibt, sitzt sie entweder in einem spannenden Bandinterview, um uns auf dem neusten Stand zu halten, oder verfasst informative MoreCore-Beiträge für die Website. Möchte man das Herz unserer Münsteranerin (jetzt Kölnerin) im Sturm erobern, dann am besten mit Sci-Fi-Lektüre aus den 60ern, Star Wars - kein Star Trek! - oder Lebkuchen.
Das ehemalige Mitglied von Cannibal Corpse und aktueller Sänger der Death Metal-Kombo Six Feet Under, Chris Barnes, äußerte sich abwertend über das was aus dem Genre geworden sei.
Damit nahm er Bezug auf die Diskussionsrunde des „Death Metal Round Table“, der im Zuge des Knotfest aufgenommen wurde.
Six Feet Under-Sänger Chris Barnes teilt gegen heutigen Death Metal aus
Er kritisierte aber nicht nur das Genre an sich. Auch die Musiker, die an der Diskussion teilnahmen, standen unter Beschuss. Mit dabei waren Trevor Strnad von The Black Dahlia Murder, Chase Mason von Gatecreeper, Alex Jones von Undeath und außerdem George Fisher. Letzterer, auch unter den Namen „Corpsegrinder“ bekannt, ist seit vielen Jahren der aktuelle Frontmann bei Cannibal Corpse und damit Barnes Nachfolger. Angeblich hätte ihn das Gespräch der Musiker „körperlich krank gemacht“.
Zu sagen hatte er folgendes:
„Ich habe mir gerade einen „Death Metal“-Podcast auf YouTube angeschaut, der vor etwa einer Woche mit den „Top“-Death-Metal-Sängern gemacht wurde … das hat mich körperlich krank gemacht. Ich verachte, was aus diesem Genre geworden ist.“
Auf den abfälligen Tweet des Sängers wurde nun auch Jamey Jasta aufmerksam. Der Frontmann von Hatebreed betreibt einen eigenen Podcast und ludt Barnes ein, als Gast in seiner „The Jasta Show“ dabei zu sein, um über das Video und die Entwicklung des Death Metal zu sprechen. Doch Barnes schlug das Angebot prompt aus.
Der Schlagabtausch der beiden Schwergewichte lief folgendermaßen ab.
Chris Barnes und Jamey Jasta bei Twitter
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Die Metal-Diskussion in Gänze
Später reagierte Barnes auf den Kommentar eines Fans, der die ganze Sache in seinen Augen auf den Punkt brachte:
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Wenn euch interessiert was die Musiker vom runden Tisch über Death Metal zu sagen hatten, dann schaut doch hier mal sein:
Chris Barnes und seine Band Six Feet Under werden wohl – wenn alles gut geht – sicherlich demnächst wieder für eine Headliner-Tour in Europa unterwegs sein. Wer also Lust hat, sich genau den Death Metal reinzuziehen, den Barnes für den einzig wahren hält, sollte vorbeischauen.
Foto: YouTube / „Six Feet Under – Live at Altavoz 2018 (Medellin,Colombia) [FULL SHOW]“


