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Bandcamp bannt KI-generierte Musik von Streamingplattform
Technology

Bandcamp bannt KI-generierte Musik von Streamingplattform

Neue Richtlinien stellen menschliche Kreativität in den Fokus.

Vanessa Wobb/14. Januar· Aktualisiert 7. April/3 Min.
V

Vanessa schreibt am liebsten über Geschichten, die mehr Hintergrund verdienen als nur eine Schlagzeile. Besonders zuhause fühlt sie sich zwischen modernem Metalcore und Alternative Metal.


Technology·#KI-Musik,#Künstliche Intelligenz
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Der Musik-Marketplace Bandcamp zieht eine klare Linie: Musik, die vollständig oder überwiegend mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellt wurde, ist auf der Plattform künftig nicht mehr erlaubt. Das Unternehmen hat die neue Richtlinie kürzlich über die eigenen Kanäle kommuniziert und positioniert sich damit deutlicher als alle anderen im aktuellen Diskurs rund um KI in der Musik.

Bandcamp verbietet KI-Musik zum Schutz menschlicher Kreativität

Hintergrund der Entscheidung ist laut Bandcamp der Wunsch, die eigene Community und echte, menschliche Kreativität zu schützen. In einem Reddit-Thread erklärte das Unternehmen am Dienstag, man sei immer wieder beeindruckt von der Leidenschaft und Kreativität der Künstler:innen auf der Plattform. Wörtlich heißt es dort:

“Die Tatsache, dass Bandcamp eine so lebendige Community aus echten Menschen beherbergt, die unglaubliche Musik machen, ist etwas, das wir schützen und erhalten wollen. Im Einklang mit diesem Ziel legen wir heute unsere Richtlinien zu generativer KI dar. Wir möchten, dass Musiker:innen weiterhin Musik machen und dass Fans darauf vertrauen können, dass die Musik, die sie auf Bandcamp finden, von Menschen geschaffen wurde.”

Konkret bedeutet das: Der Upload von KI-generierter Musik oder Audio ist vollständig untersagt – unabhängig davon, ob ein Track komplett oder nur in Teilen mithilfe von AI entstanden ist.

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KI-Tracks und Imitationen klar ausgeschlossen

Die neuen Richtlinien schließen auch den Einsatz von KI-Tools zur Imitation anderer Künstler:innen oder Stilen aus. Gemeint sind damit unter anderem künstlich erzeugte Stimmen, Sounds oder Produktionsweisen, die gezielt reale Acts nachahmen. Solche Inhalte verstoßen laut Bandcamp ohnehin gegen bestehende Richtlinien zu Identitätsmissbrauch und Verletzungen geistigen Eigentums.

Nutzer:innen können entsprechende Inhalte über ein Tool melden. Zudem behält sich Bandcamp vor, Inhalte bei Verdacht selbst zu entfernen.

„Keeping Bandcamp Human“

In dem begleitenden Blog-Beitrag „Keeping Bandcamp Human“ unterstreicht die Plattform noch einmal ihren Grundgedanken: „Bandcamp wurde gegründet, um Künstler:innen und ihre Fans direkt miteinander zu verbinden und es den Fans zu erleichtern, Künstler:innen fair zu unterstützen, damit sie weiterhin Musik machen können.“

Der neue Standard soll dazu beitragen soll, Vertrauen in echtes, menschliches Schaffen zu stärken.

Ki-Musik und der Umgang anderer Plattformen

Während Bandcamp mit seinem Verbot nun einen klaren Cut macht, wird dieses Thema auf anderen Plattformen wie Deezer und Spotify weniger streng gehandhabt.

Deezer setzt auf Kennzeichnung statt Komplettverbot. Die Plattform lässt KI-generierte Musik grundsätzlich zu, versucht deren Einfluss aber zu begrenzen. Vollständig KI-erstellte Tracks würden nicht in algorithmische Empfehlungen aufgenommen und nicht in redaktionellen Playlists platziert werden. Damit sollen Auswirkungen auf Reichweite und Vergütung für menschliche Artists möglichst gering bleiben.

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Anfang 2025 führte Deezer ein eigenes KI-Erkennungssystem ein. Seit Juni 2025 werden Songs, die mithilfe von KI entstanden sind, außerdem sichtbar gekennzeichnet, damit auch Nutzer*innen klar erkennen können, womit sie es zu tun haben.

Auch auf Spotify ist KI-generierte Musik nicht pauschal verboten. Im September hatte die Plattform erklärt:

„Wir unterstützen die Entwicklung eines neuen Branchenstandards für KI-Kennzeichnungen in Musik-Credits, der über DDEX erarbeitet wird. Sobald Labels, Distributoren und Partner diese Informationen einreichen, zeigen wir sie in der Spotify App an. Damit können Künstler*innen und Rechteinhaber*innen klar angeben, wo und wie KI in einem Track eingesetzt wird – etwa bei Stimmen, Instrumenten oder Postproduktion. Dieser Schritt stärkt das Vertrauen in die Plattform und hat nicht das Ziel, Künstler*innen zu bestrafen, die KI verantwortungsvoll einsetzen, oder Tracks mit KI-Anteilen im Ranking zu benachteiligen.“

Streng untersagt sei jedoch die als Identitätsmissbrauch geltende stimmliche Nachahmung realer Künstler*innen – es sei denn, die betroffenen Acts haben der Nutzung ausdrücklich zugestimmt.

Wenn ihr tiefer einsteigen wollt, legen wir euch das folgende Video wärmstens ans Herz, in dem wir uns ausführlicher mit Chancen, Risiken und aktuellen Entwicklungen rund um KI in der Musikbranche befassen:

YouTube Video

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