Vanessa schreibt am liebsten über Geschichten, die mehr Hintergrund verdienen als nur eine Schlagzeile. Besonders zuhause fühlt sie sich zwischen Metalcore, Post-Hardcore und Alternative.
Vier Jahre. So lange haben Avenged Sevenfold an ihrem aktuellen Album gefeilt. Doch kaum war die Platte draußen, teilte sich das Fanlager in zwei Hälften: in die Begeisterten und die Skeptiker. In einem Interview mit dem Rolling Stone Brasil hat Frontmann M. Shadows nun offen über die Kritik und seine Haltung zur eigenen Kunst gesprochen.
M. Shadows (Avenged Sevenfold): „Künstler sollten tun, was sie wollen“
„Ich glaube nicht, dass mich das alles belastet“, erklärt Shadows. „Ich glaube, es belastet andere mehr als die Band. Denn wir stehen voll dahinter. Wir lieben es. Wir finden es großartig.“
Dass „Life Is But A Dream“ nicht jedem gefällt, ist ihm klar. Für den Sänger gibt es aber nur zwei Wege, mit einer neuen Platte umzugehen:
„Ich denke, diese Leute können entweder auf eine Reise gehen und lernen, es zu mögen, oder sie werden es nie wieder hören.“
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Dementsprechend liege nicht die Verantwortung bei den Musikschaffenden, ob Musik Fans gefällt, oder nicht:
„Künstler sollten tun, was sie wollen. Es ist einfach unsere Aufgabe, etwas zu veröffentlichen, das wir voll und ganz unterstützen und schätzen. Und wir werden sehen, wohin es führt. Es ist okay, diese Platte zu hassen.“
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Avenged Sevenfold wollen keine Kopie ihrer selbst sein
A7X wollten nie dieselbe Platte zweimal schreiben. Es ginge nicht um das Bedienen alter Muster, sondern immer um das Gefühl, das Musik in ihnen auslöst:
„Wenn wir Riffs im 4/4-Takt spielen und Übergänge so machen, wie man es früher gemacht hat, sitzt man mit seinen Kumpels da, schreibt Musik und fühlt nichts. Wenn wir uns aber an etwas Einzigartiges wagen – in Bezug auf Klang, Riffs oder Arrangements – und wir davon begeistert sind, dann sagen wir: ‚Okay, jetzt haben wir etwas, worauf wir aufbauen können. Lasst uns dieses Gefühl weiter verfolgen und es dann veröffentlichen.'“
Und an diesem Ansatz hielte die Band auch fest, wenn sie damit polarisiert. Dass Avenged Sevenfold heute anders klingen als in den 2000ern, sei nämlich völlig natürlich.
„Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn Leute von dir erwarten, dass du dieselbe Musik schreibst wie früher. Die Musik spiegelt wider, wer wir damals waren: Wir waren aggressive, junge Kids, die einfach überall waren und eine bestimmte Art von Musik machten. Jede Platte hat sich irgendwie verändert.“
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Das gelte auch für ihre aktuelle Platte „Life Is But A Dream“.
„Es ist eine andere Art von Platte. Sie enthält so viele verschiedene, eklektische Einflüsse, die wir unser ganzes Leben lang hatten. All diese verschiedenen Sachen, mit denen wir aufgewachsen sind. Die Philosophie ist anders, und deshalb wird sie Leute nicht ansprechen, die das Gleiche oder mehr vom Gleichen wollen.“
Für Avenged Sevenfold scheint also der Reiz jener zu sein, immer weiter Grenzen zu verschieben, egal wie unbequem das für manche sein mag.
Das gesamte Interview könnt ihr euch hier ansehen:
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