Kevin als das MoreCore-Nordlicht zu bezeichnen, würde wahrlich zu kurz greifen. Zwar ist der leidenschaftliche St.Pauli-Fan in Hamburg zuhause, hat aber unverkennbar sowohl rheinländische als auch italienische Wurzeln. Genau so vielfältig wie sein Stammbaum sind auch seine Aufgaben bei MoreCore. Teil des Headquarters, Feel Good Manager und Redakteur auf allen Ebenen. Wie man daneben noch Zeit für Langstreckenläufe und den Viersaiter in einer Pop Punk-Band findet, weiß wohl nur Kevin selbst. Aber egal, was er macht: Er macht es gut und mit ganz viel Herzblut.
Es durfte einige freudig hochgezogene Augenbrauen gegeben haben, als die Emo-Könige American Football ihr neues Album „LP4″ ankündigten. Dieses erscheint am 01. Mai via Polyvinyl Record Co. und ist der erste Longplayer seit nunmehr sieben Jahren der Gruppe. Mit der Single „Bad Moons“ veröffentlichen American Football nun ihre erste Single-Auskopplung aus eben diesem Album und geben damit die musikalische Richtung für die kommende Platte vor.
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Wer denkt, dass sich die Musiker, die besonders mit ihrem (ersten) selftitled Album Wellen schlug, einem altvertrauten Schema widmete, der irrt. Nach Aussagen von American Football, wurde für den neuen Longplayer neue Prozesse im Songwriting, aber auch in der Aufnahmetechnik etabliert. Was das genau zu bedeuten hat, das erklären die Jungs nicht, der Sound der Band wirkt allerdings zum einen vertraut, zum anderen überraschend frisch. Hier scheint also definitiv ein neuer Wind zu wehen.
Auch visuell wird einiges geboten
Doch nicht genug mit neuer Musik, passend dazu veröffentlicht die Gruppe das dazugehörige Musikvideo, welches unter der Leitung von Regisseur Alex Acy produziert wurde. Die Zusammenarbeit scheint wie die Faust aufs Auge zupassen, das Ergebnis bietet ein düsteres, tiefgehendes visuelles Ereignis, welches eine gelungene Untermalung der American Football-Klänge bietet.
Zur Entstehung von „Bad Moons“ sagt Frontmann Mike Kinsella:
„„Bad Moons“ ist eigentlich ein Frankenstein aus zwei verschiedenen Demos, die wir schon seit geraumer Zeit herumgereicht hatten: eine verspielt, mit spielenden Kindern und klimpernden Spielzeugklavieren; eine grüblerisch, mit kreischenden Gitarren und bombastischen Trommeln. Ich hatte bereits das Mantra „(…) in the dark“ über Letzteres gesungen, daher bestand die größte Herausforderung für mich darin, thematisch eine Brücke zwischen der Unschuld und Ausgelassenheit des ersten Teils und der tiefen Verzweiflung des zweiten Teils zu schlagen. Ich beschloss, den Song als Kind zu beginnen. Oder besser gesagt… als zwei Kinder. Eingepackt in einen einzigen Trenchcoat, heimlich und widerwillig das Leben eines erwachsenen Mannes führend, der all seine Fehltritte und Schuldgefühle auf sich nimmt. Am Ende quellen diese Fehltritte fast aus den Jungen heraus[…]“
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American Football zeigen läuten mit dieser Single ihren Release-Zyklus für 2026 ein und machen damit definitiv neugierig auf all das, was in den kommenden Wochen und Monaten noch zu erwarten ist. Hier dürften einige Emo-Herzen höher schlagen!