
Nach fast sieben Jahren: Airbourne kündigen selbstbetiteltes neues Album in Brief an Lemmy an
Erste Single „Alive After Death (Last Plane Out)" ab sofort verfügbar.
Vanessa Wobb
Über sechs Jahre mussten Fans auf ein neues musikalisches Lebenszeichen der Australier warten. Jetzt haben Airbourne ihr neues, selbstbetiteltes sechstes Studioalbum für den 28. August 2026 via Spinefarm Records angekündigt. Die letzten sich zu geduldenden Monate werden auch versüßt. Und zwar gibt's die erste Single gleich mit.
Zur ersten von insgesamt 12 Tracks auf dem neuen Album – „Alive After Death (Last Plane Out)“ – liefern Airbourne auch gleich ein dazugehöriges Musikvideo mit.
Die gesamte Tracklist des kommenden Albums liest sich namentlich wie folgt:
- Gutsy
- Alive After Death (Last Plane Out)
- Here She Comes
- Sky High
- Who Put The Rhythm In You?
- Christmas Bonus
- Last Man Standing
- Rock ‘N’ Roll Ya
- Bogotá
- Hells Got No Vacancy
- Send Me To Rock ‘N’ Roll Heaven
Ein Brief an Lemmy
Im Zuge der Albumankündigung hat Frontmann Joel O'Keeffe einen offenen Brief an die 2015 verstorbenen Motörhead-Legende Lemmy Kilmister verfasst. Darin erinnert O'Keeffe an einen unvergesslichen Ratschlag von Lemmy: Macht Musik, die euren Roadies gefällt, denn die haben euren Scheiß öfter gehört als irgendjemand sonst. Wenn die es lieben, wird es alle lieben.
Der restliche Brief liest sich wie ein Abenteuerroman zur Entstehungsgeschichte des im August erscheinenden Albums. "Vor sechs Jahren haben wir uns komplett zurückgezogen und angefangen, Songs für dieses Album zu schreiben", heißt es in dem Brief. Nach jahrelangem Schreiben, Verwerfen und Neuanfangen zog die Band ins Music Farm Studio – versteckt im Dschungel an der australischen Surfküste, umgeben von Braunschlangen, Pythons, Sydney-Trichternetzspinnen und Kröten. "Jede Menge Zeug, das dich umbringen kann", schreibt O'Keeffe. "Wir wissen, du hättest es dort geliebt, denn was dich nicht umbringt, macht dich nur noch lauter!"
Gemeinsam mit Produzent Brian Howes und Toningenieur Mike Fraser wurde täglich 12 bis 16 Stunden gearbeitet – angetrieben von starkem Kaffee und Bier: "Die Zeit schien für uns stillzustehen, und es war der größte Spaß, den wir je bei einer Albumproduktion hatten."
Einige Teile des Albums entstanden außerdem auf Tour: "Das hat sich aber als Glücksfall erwiesen, denn die Texte, die nicht im Studio entstanden waren, mussten unterwegs geschrieben werden. Genau das ist mit dem Song „Alive After Death“ passiert." Andere wiederum im Heimstudio in Melbourne.
Zum Abschluss schreibt O'Keeffe:
"Also, wir haben endlich den Mut aufgebracht, es den Roadies vorzuspielen … Und wisst ihr was? Sie lieben es! Gott sei Dank! Hat ja nur 20 Jahre gedauert!"


