
Ad Infinitum: „Wir machen etwas Neues, weil wir nicht immer das Gleiche machen können“
Mit dem neuen Album im Gepäck auf dem Weg zu den Sternen.
Wenn unsere Tamara nicht gerade mit ihrem Master in Musikjournalismus eingespannt ist, versorgt sie die Leserschaft mit Rezensionen und Interviews rund um Bands, die eigentlich nur noch unsere Eltern hören. Zu ihren Lieblingsfreizeitbeschäftigungen gehören Till Lindemann und Wacken. Sieht man sie nicht im Club oder durch einen Moshpit tanzen, steht sie hinter dem Tresen und mixt unverschämt gute Cocktails, um mit Freuden ihre Freunde abzufüllen. Neuerdings versucht sie sich auch als Pflanzenmutti und an der E-Gitarre. Ganze 3 Akkorde beherrscht sie schon, einer Karriere in einer Punkband würde also nichts mehr im Weg stehen.
Vier Jahre – vier Alben. Was für ein Start! Die noch junge Metal-Kombo Ad Infinitum aus der Schweiz und aus Deutschland will von vorne rein alles und gibt dementsprechend viel. In ihrem gerade mal vierten Bandjahr veröffentlicht die Band mit „Abyss“ einen Longplayer, der musikalisch und thematisch ein neues Kapitel öffnet. Aber geht es damit auch hoch hinaus?
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Als Symphonic Metal-Band begonnen, wollen sich Ad Infinitum 2024 von jeglichen Genre-Leinen lösen und begeben sich auf „Abyss“ in neue musikalische Gewässer. Laut Bassist Korbinian Benedict hat das einfache Gründe: „Wir machen was Neues, weil wir nicht immer das Gleiche machen können. Wir können zwanzigmal das gleiche Album schreiben, aber das ist langweilig. Wir wollen uns als Künstler weiterentwickeln und das war in uns drinnen. Jeder von uns hat seine Sachen reingebracht, und da war nichts Symphonisches mehr.“
Ad Infinitum erforschen neue musikalische Wege
Wenn man es labeln wollen würde, dann allerhöchstens mit dem Stempel Modern Metal – ein Begriff also, unter dem man viele aktuelle Genre-übergreifende Musiken zusammenfassen kann. Darunter fallen zum Beispiel auch große Vorbilder der Gruppe, wie Bring Me The Horizon oder Within Temptation. Letztere stammen ursprünglich auch aus dem Symphonic Metal-Bereich und reichern ihren Sound nun mit modernen Elementen an.
Aber nicht nur das ist neu auf „Abyss“ – es ist der Beginn einer neuen Ära. Zuvor hatte die Gruppe auf ihren ersten drei Alben mit historischen Figuren als Grundthematik gearbeitet und sie durchnummeriert, sodass eine Trilogie entstanden war, die nun aber ihr Ende gefunden hat: „Es geht nicht mehr um historische Figuren, sondern um persönliche und menschliche Erlebnisse der eher düsteren, melancholischen und negativen Seite, die wir da verarbeiten. Mit dem nächsten Album geht es auf dieser persönlichen Ebene weiter. Wir haben uns von diesem historischen Ding verabschiedet. Das war jetzt eine Trilogie, die ist abgeschlossen – jetzt machen wir einfach eine neue.“
Die nächsten Alben sind bereits in Planung
Eine neue Ära heißt im Hause Ad Infinitum eine neue Trilogie. Neue Musik ist schon längst in der Planung; Ideen für Songs gesammelt, verrät Benedict: „Ein Album kam jetzt raus, aber wir haben schon Album fünf und sechs im Blick.“
Das kann ja noch heiter werden! Mit Ad Infinitum hat sich auf jeden Fall ein neuer Stern am Modern Metal-Himmel in Bewegung gesetzt und wir sind gespannt darauf, wo die Reise für ihn hingeht!
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Foto: Stefan Heilemann / Offizielles Pressebild

