
Lisa liebt Live-Musik und schreibt am liebsten Konzertberichte. Sie sagt gerne von sich, dass sie nur Genres hört, die auf –core enden, aber tanzen und laut mitsingen sieht man sie insbesondere zu theatralischen Clean-Gesängen. Lisa hat für jede Lebenslage ein passendes Genre, ihre Lieblingsband und diesen einen Song, der sie direkt abholt. Zu jedem dieser Lieder hat sie dann sofort die Lyrics samt ihrer Interpretation parat. Wenn Lisa nicht gerade in der ersten Reihe auf Konzerten steht und fleißig Set-Listen sammelt, setzt sie sich für den Schutz der Meere ein oder kümmert sich um ihre tierischen Mitbewohner.
Am 01. Oktober kamen SILVERSTEIN für eine Headline-Show in die Hansestadt Bremen. Im Rahmen ihrer „For The Fans“-Tournee spielen die Kanadier momentan einige Clubkonzerte in Deutschland. Am Sonntagabend reisten Fans aus ganz Deutschland an, der Bremer Tower war komplett ausverkauft.
Das Publikum zeigte sich in einer bunten Mischung aller Altersklassen und Facetten: vom Oldschool-Hardcore-Fan bis zum klassischen Indie-Mäuschen. Im Club stapelten sie sich eng an eng bis direkt hinter die Eingangspforte. Als um Punkt neun Uhr auf die kleine, kniehohe Bühne trat, drängten und drückten sich alle Anwesenden weiter nach vorne. Mit dem Song „Retrogate“ von ihrem vor kurzem erschienenen Album „Dead Reflections“ eröffneten die fünf Jungs ihre Show. In den ersten Reihen wurde ausgelassen die Kopfbehaarung durch die Luft geschwungen und Fäuste in die Höhe gereckt, dahinter öffnete sich ein friedlicher, energischer Mosh-. Das Set erwies sich als stimmige Mischung aus neuen und alten Songs. Für mich, die vor allem als eine Band der Hochzeiten des „Emo“ abgespeichert hat und sie nach 2008 eher aus den Augen verlor, war es erstaunlich, dass die neuen Songs ebenso gut ankamen wie die Klassiker des 2005 erschienenen Albums „Discovering The Waterfront“.
