
Parkway Drive – live. Jedem halbwegs erfahrenen Leser*in braucht man kaum mehr als diese drei Worte mit an die Hand zu geben, um klarzustellen: Da kommt ein richtig gutes Konzert auf uns zu! Nachdem die Band aus Down Under momentan auf einer Minitournee unterwegs ist, bei der sie erst wenige Tage vorher den Ort und die Zeit ihres nächsten Auftritts bekanntgibt, war auch in Berlin am Abend des 21. März nicht nur das Überraschungsmoment, sondern auch die Vorfreude auf die Location groß. Schließlich fiel die Wahl nicht wie in den vergangenen Jahren auf das recht große Huxley’s oder die voluminöse Columbia Halle, sondern das kleinere, ziemlich gemütliche Lido in Berlin-Kreuzberg. Statt Bühnengraben und gesitteten Securitys würden hier also Stage Dives, Fannähe und Wohlfühlatmosphäre an der Tagesordnung stehen. Eine einmalige Chance für Fans in der Hauptstadt und allen anderen Orten, an denen Parkway Drive in diesem Rahmen kurzfristig Halt machen.
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Bevor die Truppe um Sänger Winston McCall mit ihrer Show beginnen konnte, oblag es zunächst aber Polar, die Zuschauer warm zu machen und für etwas Stimmung zu sorgen. Während die Menschenschlangen vor dem Eingang, der Garderobe und den Bars noch reichlich lang waren, betraten die Briten pünktlich gegen 19:30 die Bühne des Lidos. Leider hatten sich zu dem Zeitpunkt noch nicht allzu viele Zuschauer in den Konzertraum verirrt, wodurch die Band gerade in den ersten zwei Dritteln ihrer Performance das Publikum motivieren musste, doch etwas näher zu treten. Das tat dem Ganzen aber kaum Abbruch. Frontmann Adam Woodford und seine Kollegen zauberten einen starken Auftritt auf die Bühne und machten das Beste aus ihrem schwierigen Los als Opening Act – auch dank ihren Fans vor der Stage, die die meisten Songs tatsächlich motiviert mitzusingen und die Atmosphäre aufrechtzuerhalten vermochten. In ihrer Setlist mit dabei hatten dabei auch den immer noch neuen Track „Breathe“, den sie Ende des letzten Jahres veröffentlichen. Während weitere Menschen ins Lido strömten, füllte sich im letzten Drittel des Auftritts auch der Konzertraum mit weiteren Zuschauern. Nach einer halben Stunde spielten Polar mit „Blood for Blood“ den letzten Song ihrer Show – der Auftakt war gemacht.
