Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)
Etwas zu früh, um 21:25 Uhr, beginnen die Jungs von OUR LAST NIGHT ihr Set mit „Broken Lives“, einem Song ihres aktuellen Albums „Selective Hearing“, welches zugleich auch Namensgeber dieser Tour ist. Direkt hinterher stimmen die Vier, die aus New Hempshire kommen, „Same Old War“ und „I’ve Never Felt This Way“ an. Als Sänger Trevor eine kurze Ansprache hält und dem Publikum mitteilt, dass dieses Konzert die größte Headliner-Show ist, die sie je gespielt haben, staunen wir nicht schlecht. Wir können uns noch wage daran erinnern, wie sie vor einigen Jahren vor wenigen Leuten in Wuppertal spielten und vor nicht allzu langer Zeit ein Konzert im Underground gaben. „Respekt Jungs!“, kann man an dieser Stelle wohl nur sagen.
Nicht jede Band schafft es, sich so schnell einen so großen Namen zu machen. Es folgen drei ältere Songs der Band („Prisoners“, „Road To Throne“ und „Fate“) bevor sie mit „Ivory Tower“ und „Tongue Tied“ erneut zwei Songs ihres aktuellen Albums performen. „Ivory Tower“ ist hierbei, so Trevor, der härteste Song, den die Band je geschrieben hat. Passend hierzu kommen wir nun wieder auf das Thema mit dem Crowdsurfing-Verbot zurück und machen es jetzt kurz und knapp, ohne um den heißen Brei herumzureden: Natürlich hat sich nicht jeder daran gehalten. Wenn man den härtesten Song, den man je geschrieben hat, spielt, kann man vom eigenen Publikum nicht erwarten, dass keiner auf die Idee kommt eine Runde crowdsurfen zu gehen. Die ersten Fans werden von der Menge Richtung Bühne getragen, wo bereits gefühlt die Hälfte der OUR LAST NIGHT-Crew wartet, um die Crowdsurfer direkt von der Bühne zu bringen. Leider macht besonders Trevor den Eindruck, dass er den Fans körperlich lieber nicht allzu nah sein will. Es kann natürlich auch sein, dass es uns nur so vorkommt oder er einfach in seinem Tun nicht gestört werden will.