Da eine dreistündige Fahrt für einen normal-berufstätigen Mensch auch leider während Corona-Zeiten nicht möglich ist, kam mir das Zusatzkonzert wie gerufen.
Endlich angekommen kam schon die erste Verwunderung: Einen Parkplatz direkt vor dem Gelände, keine zehn Minuten vor Einlass, war Anfang des Jahres noch nahezu unmöglich, zu ergattern.
Na dann – Maske auf und am Einlass vorbei, an welchem man noch gefragt wurde, ob man direkt in das Werk wolle oder davor noch in den Biergarten, um etwas zu trinken.
Meine Aufregung überwog meinen Durst, also gesellte ich mich lieber vor die Eingangstüren zu einer Handvoll wartender Gäste.
Hier sei allerdings einzuwerfen, dass das Backstage sowie andere Veranstaltungsorte und alle Mitwirkenden wirtschaftlich aus den jetzt stattfindenden Konzerten keinen Gewinn ziehen können, deshalb sollte man sie mit einem Getränkekauf oder über ihre StartNext-Kampagne unterstützen. Gegen eine kleine Spende kann man so bei letzterem eine Patenschaft für eine Pflanze, Sitzbank, ein paar Goodies oder ein Golden Ticket erwerben.
Die Konzerte im Backstage sind vorerst dazu da, um Künstlern und Bands aus und rund um München zu unterstützen und um natürlich die Konzertbranche am Leben zu erhalten, damit wir auch “nach Corona” immer noch Spaß an der Freude haben können.
Pünktlich um 19:00 Uhr öffneten sich die Glastüren und man konnte eintreten. Die Räumlichkeiten, die normalerweise eine Kapazität von ca. 1.200 Personen zuließ, war nun ausgefüllt mit Bierbank-Garnituren. Die Bar im Inneren war stillgelegt. Auf den Toiletten wurde Desinfektionsmittel bereitgestellt. Einzig und allein der Merchandise-Tisch direkt neben der Tür ließ noch einen Hauch Normalität aus vergangenen Zeiten mitschwingen.