
Julian ist bei uns immer der Mensch, der anfängt zu wirbeln, wenn viele Projekte aufblühen; hier mal eine Review, da mal ein Live-Bericht, dann wird da mal der Rock am Ring Content geplant und jetzt, zu guter Letzt, die MoreCare-Woche, unsere Initiative zur Mental Health Awareness. Wenn er mal nicht selber hinterm Schlagzeug sitzt oder sich mit Musik beschäftigt, ist Julian mit unserem guten Philip und unserer Julia am Rodarock beteiligt oder in sozialen Projekten und Beratungen in Aachen und Umgebung beschäftigt. Womit ihr ihn immer gut abfangen könnt? ‘ner guten Nudelsuppe! Falls er also mal wegen eines Interviews in einer eurer Städte ist, nennt ihm eure Hotspots!
Kann man sich mehr wünschen, als ein ausverkauftes Konzert zu Tourbeginn? Ich bin mir fast sicher, dass das nicht besser geht. So erging es Periphery, Plini und Astronoid am letzten Freitag in Köln.
Aber wie erging es denn uns? Ich war mit unserem Sebastian da und ich kann euch sagen: Es war bombastisch.
Bombastisch voll, zuallererst. Wenn man, wie ich, mit der Straßenbahn angereist war, sah man zunächst eine riesige Schlange von Menschen. Ich muss sagen, so ganz realisiert habe ich das Phänomen immer noch nicht; immerhin war das hier ein Progressive Metal-Konzert, die “Nischen”-Musik der Metal-Community für Instrumentalnerds, oder jedenfalls haben das immer viele gesagt.
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Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Quinten Quist
Endlich in den heiligen Hallen der Essigfabrik angekommen, bot sich ein fantastisches Bild, wenn auch Astronoid eine halbe Stunde zu früh angefangen haben. Schade für eine Review, denn das was ich noch hören konnte, knallte mir dann doch gut um die Ohren. Oder wie Sebastian sagte: “Ist fett. Schreib das!” Also: War fett!
Bei Plini hingegen, nach kurzer Zeit, ging es deutlich ruhiger zu. Instrumentale Gitarrenklänge luden zum Träumen ein und ließen, wenn auch für mich sehr interessant, doch immer mal wieder das Publikum teils kalt. Bekanntere Stücke, wie beispielsweise “Electric Sunrise” oder “Cascade” motivierten dann doch immer wieder Besucher zu freudigem Headbangen. Gerade die Soli der Bands waren erste Sahne, dennoch ist für mich Plini ein Act für ein intimes Konzert, große Bühnen mit vielen Menschen nehmen mir hier ein wenig das Gefühl raus. “abschweifen” zu können. Macht es das schlechter für den Zuhörer? Absolut nicht!
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Quinten Quist
Kommen wir zu den Stars des Abends: Periphery.
Leev Marie, würde der gebürtige Öcher sagen. (Übersetzt wäre das quasi: Holy Shit.) Mit einem Song anzufangen, der 16 Minuten dauert, war bei ihrem neuen Album schon eine Mutprobe, aber damit ein Livekonzert zu beginnen? Euer Ernst? Die jungen Herren, die nach dem Austreten von Adam “Nolly” Getgood nur noch zu fünft auftreten, schepperten aber direkt mit “Reptiles” los und die Meute tobte.
Kein Vergleich zu damals, als die Kombo noch als Vorband von Dream Theater in der Mitsubishi Halle in Düsseldorf als “Jungs” aufgetreten ist. Hier erzählte Mark noch davon, dass sie damals fast von der Tour geflogen wären, da sie sich zuviele Schnitzer erlaubten.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Quinten Quist
Davon war am Freitag absolut nichts zu sehen. Alles, aber wirklich alles saß. Der Sound war phänomenal, die Performance wurde durch Crowdsurfer (sogar blinde Konzertgänger!) noch geschmückt und überall, wo ich nur hinblickte, waren die Besucher am Feiern.
Lag das vielleicht auch an dieser wirklich gut ausgesuchten Setlist? Neben fünf Songs des neusten Albums kamen Stücke wie “Scarlet”, “Marigold” und als Zugabe sogar “Lune” vor. Da wars dann für mich auch nicht mehr interessant, dass Misha auf der Bühne Pizza gegessen hat.
Ich war einfach hin und weg davon, dass die Menge den Refrain von “Lune” locker 5 Minuten durchgesungen hat. Ach was sag’ ich da, ich war ja mittendrin; und es hat tierisch Spaß gemacht.
Wäre das nun ein GameStar Artikel über ein Videospiel, würde ich nun sagen: „10/10, unbedingt kaufen und mit hohem Wiederspiel-Wert.“

Periphery
Die progressive Metal Band Periphery wurde 2005 von Misha Mansoor in Washington D.C. gegründet. Gerade zu Beginn gab es einige Änderungen im Band Line-Up. Zwischen der Gründung und 2012 arbeiteten Per…
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