
Fotos: Karoline oder kurz Karo ist unsere verrückte Katzenlady (ohne eigene Katze) und seit der Gründung von MoreCore, bzw. seit dem Vorgänger (NRWCoreConcerts), mit dabei. Sie liebt und lebt die Fotografie, besonders gern lichtet sie Konzerte und Festivals auf der ganzen Welt ab. Ihre Fotos findet man nicht nur bei uns, sondern auch in anderen Magazinen und in Büchern, auf Shirts oder Plakatwänden. Außerdem ist sie eine unserer Interviewerinnen und wirkt somit ebenfalls bei MoreCoreTV mit. Sie reist gerne und viel und arbeitet sonst auch mal am Merchandise Stand eurer Lieblingsbands. Sonst zählen Roadtrips und Achterbahnparkbesuche gehören zu ihren liebsten Freizeitbeschäftigungen. Außerdem ist sie im Herzen ein Pferdemädchen und hört in Phasen recht "corefremde" Musik.
Ein energetischer Abend.
Die lange Schlange vor dem Kölner Palladium wartet mit fröhlicher Stimmung und angemessenen Covid-19-Abständen auf den trotzdem recht zügig laufenden Check am Einlass des Konzerts von Nothing But Thieves, Black Honey und Kid Kapichi. 2.400 Besucher, die unter der für diesen Abend geltenden 3G-Regel eintreffen, haben sichtlich viel Vorfreude mitgebracht. Für viele der erste Konzertbesuch seit langer Zeit.
Gut durchgemischt sind neben goldfarbenen Samt-Zweiteilern, stilvollen Retro-Jogginganzügen, türkisen Haaren, Teens und auch Paaren, die ihre Teens anscheinend nicht dabei haben, viele verschiedene Fans vertreten.
Die Punk-Band Kid Kapichi machen einen energetischen Start in den Abend, der auch ihr Beginn als Vorband auf der “The Moral Panic Tour” von Nothing but Thieves war. Die sympathischen Jungs aus Hastings, UK wirken wie gute Freunde, mit denen jeder Pubabend deutlich spaßiger wird.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schaefer (Cat Eye Photography)
In Bezug auf die momentane Krise in der Ukraine war die Stagebeleuchtung komplett in Gelb und Blau gehalten. Diese und weitere politische Themen zogen sich durch die Songs (& Konversationen) und kamen sehr gut beim Publikum an. Auch diese Konzertbesucherin war gut unterhalten und froh dabei zu sein, als Jack Wilson, Ben Beetham, George Macdonald und Eddie Lewis es offensichtlich genossen haben vor dem Publikum in Köln aufzutreten.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schaefer (Cat Eye Photography)
Wer die Musik noch nicht kennt, aber Freude an genügend unpoliertem Rock (um Punk zu sein), charmanten englischen Akzenten und vor allem Auseinandersetzung mit aktuellen Themen hat, ist hier gut aufgehoben. In einem guten britischen Independent-Film wären mit ihnen als Soundtrack eine Szene, in der die Hauptcharaktere eine exzessive Pubtour machen, sehr stimmig unterlegt.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schaefer (Cat Eye Photography)
Als nächstes sind die Mitglieder von Black Honey mit ihrer Performance dran. Die Band aus Brighton, UK kommen ebenfalls zu viert und das Publikum nimmt dankbar an. Frontsängerin Izzy Baxter Philips, modisch erinnernd an Courtney Love, übernimmt das Mikrofon, Chris Ostler, Tommy Taylor und Alex Woodward ergreifen ihre Instrumente und mit einem Mix aus Balladen und energetischen Songs geht der Abend weiter.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schaefer (Cat Eye Photography)
Lange erwartet, startet jetzt die Performance von Nothing but Thieves. Die Band liegt irgendwo zwischen etwas von dem Drama des zweiten Albums der Band 30 Seconds To Mars, den Anfängen von The Killers, The 1975 und Teenage-Lebenssehnsucht.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schaefer (Cat Eye Photography)
Auch bei den Mitgliedern Conor Mason, Joe Langridge-Brown, Dominic Craik, Philip Blake und James Price der Haupt-Band ist deutlich zu spüren, dass sie darauf gewartet haben, wieder auftreten zu können. Die Stimmung im Palladium ist begeistert und das Set geht mit “Futureproof“ los.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schaefer (Cat Eye Photography)
Die Bühne ist in indigofarbenes Licht getaucht, als “Real Love Song” gespielt wird. Für “Soda” ergreift Conor Mason seine Gitarre liefert eine gesanglich beeindruckende Leistung ab. Die Performance insgesamt ist ohne Stunts und Sperenzchen, aber mit Kraft und Konzentration vorgetragen. Die Besucher beweisen lautstark, dass sie die Texte mit Hingabe studiert haben.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schaefer (Cat Eye Photography)
Bei “Amsterdam” bebt die Halle unter dem Tanzen und Hüpfen des Publikums und die Temperatur steigt merklich. Nach 17 Songs und zwei Zugaben endet der Abend und alle Beteiligten wirken sowohl erschöpfter als auch ein ganzes Stückchen fröhlicher.