Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Jana Boese (synapsengift)
Generell war es neben der Musik, die gradlinig und dennoch verspielte Elemente, wie einen effektreichen Gesang, aufwies, die Bühnenpräsenz und Ästhetik von Kid Kapichi, die herausstach. Sei es das Backham-England-Trikot im Retro-Stil oder das Adidas-Netz-Oberteil des Gitarristen, die Band bewies ihr extravagantes und stilsicheres Auftreten. Getoppt werden, konnte dieser Anblick lediglich von den auflockernden und humorvollen Aktionen auf der Band. Diese standen ganz klar im Kontrast zu den stark politischen und ernsten Songs der Gruppe. So bewiesen Kid Kapichi eine Vorliebe für deutsche Schnaps- und Likör-Produkte und verteilten obendrein Trocken-Ramen-Packungen im Publikum, das sich sichtlich von der positiven Stimmung mitreißen ließ.
Familintreffen mit Frank Carter und ein emotionaler Abschied
Es war spürbar, dass das Publikum an diesem Abend mit einem lachenden und einem weinenden Auge dem Showbeginn von Frank Carter And The Rattlesnakes herbeisehnte, so hieß es doch, dass dies der Anfang eines Abschieds sein würde. Genau so bedeutungsschwer begann auch die Show, die, anders als bei vielen anderen Konzerten, eher ruhig begann und dann im Laufe der Songs Fahrt aufnahm. Mit der Zeit schien es beinahe so, als wäre diese Show ein wahrhaftiges Familientreffen. Es wurde deutlich, dass Frank Carter während der fast zehn Jahre anhaltenden Bandgeschichte unterschiedlichste Locations in Hamburg bespielte. Es war also ein waschechtes nach Hause kommen für die Gruppe.