
Immer gut gelaunt und stets mit einem Lächeln auf den Lippen nimmt sich Sporty-Spice-Energiebündel Cassy, neben ihren Jobs als Pilates- und Jumping-Fitnesstrainerin, gerne auch Zeit für eine ausführliche Albumrezension. Wenn sie sich dann doch mal etwas Zeit für sich freischaufelt, kümmert sie sich liebevoll um ihre Kollektion seltener Pflanzen, macht es sich für `nen Star Trek Marathon (kein Star Wars!) vor dem Fernseher bequem oder recherchiert für themenbezogene MoreCore-Beiträge. Ihr bereicherndes Talent zum „Labern“ nennen einige „angenehm grenzüberschreitend“, wir nennen es lieber „Potential für gute Interviews“. Festivalbesuche stehen natürlich auch regelmäßig auf dem Plan, bevorzugt die Kleineren. So oder so - die spannenden Livereviews lassen jedenfalls nicht lange auf sich warten.
Livestream mit Sightseeing.
„Livestream concerts are boring!“ – Dance Gavin Dance: „Ok, hold my beer.“
Ich habe keine Ahnung, was Dance Gavin Dance und deren Management sich dabei gedacht haben, als feststand: Diese Band wird eine Show streamen. Wahrscheinlich muss es so etwas wie „Egal was kommt, es muss großartig werden“ gewesen sein. Um genau zu sein, ganze 49 Meter „groß“, denn das, liebe Leute, ist nichts anderes als die Höhe der Sacramento Tower Bridge – und dreimal dürft ihr raten, was genau auf dem Wahrzeichen Sacramentos stattgefunden hat.
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Diese Show, so viel schon mal vorab, hat es in sich. Das Fünfergespann hat sich ganz offenbar zum Ziel gesetzt, alles (aber auch wirklich alles) aus dem Streaming-Event herauszuholen: Dazu gehört zum Beispiel eine einstündige Pre-Show, in der die Jungs dem Publikum ihre Heimatstadt Sacramento vorstellen und wir lockerflockig mit unserer Lieblingsband auf eine kleine Sightseeingtour mitgenommen werden. Nun bekomme ich ein Konzert UND ein kleines bisschen Urlaubsflair geboten? Ich stelle fest, es könnte mir gerade nicht besser gehen, denn näher kann man einer Band am anderen Ende der Welt wirklich nicht sein, oder etwa doch? Kurzerhand werde ich eines Besseren belehrt: Fünf Minuten vor Showbeginn sehen wir einen in die Kamera starrenden Jon Mess, der nichts anderes tut, als sich zuhause genüsslich sein Rührei zu verzehren. Nichts sagend sorgt der Screamer der Band – und dafür kennt und man ihn – in dem zuvor aufgezeichneten Video für Verwirrungen höchsten Grades.

