
Kevin stellt den nördlichen Teil von MoreCore dar. Seitdem er zum Team gestoßen ist, ist er fester Teil der Redaktion und wird liebevoll "Redaktionsrambo" genannt, da er einfach überall am Start ist. Seien es Reviews, Konzert-Berichte, Interviews oder Unterstützung im MoreCore.TV Team, Kevin ist gerne dabei. Ursprünglich im Hardcore und Punkrock zu Hause, interessiert er sich für die unterschiedlichsten Genre und entdeckt gerne neue Künstler. Wenn es für MoreCore gerade einmal nichts zu tippen gibt, nimmt er auch selbst die Gitarre in die Hand und schrammelt etwas vor sich hin. Neben der Musik, Festivals und Konzerten begeistert Kevin sich für American Football und schlägt sich dafür mit Freude die ein oder andere Nacht um die Ohren.
Melodic Hardcore zum Anfassen!
Es wirkte beinahe etwas kurzfristig, als die Kanadier von Counterparts ihre Tour für den Herbst 2022 verkündeten, welche kurze Zeit später bereits startete. Generell bewegte sich die Band um Frontmann Brendan Murphy derzeit in ereignisreichen Zeiten. Das neue Album „A Eulogy for Those Still Here“ wurde nur kurze Zeit später veröffentlicht und konnte sich über äußerst positive Resonanz freuen. Es war daher keine Überraschung, dass das Konzert im Hamburger HeadCrash eine der Show war, die an der Abendkasse ausverkauft wurden. Ein Abend der Emotionen, ein Abend mit Tiefgang und dennoch einer ganzen Menge Spaß stand an.
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Vielseitiger Support gibt den Startschuss
Die Tour bestritten Counterparts auf dem europäischen Festland gemeinsam mit Thrown und Justice For The Damned. Erstere läuteten den Abend mit einem intensiven Set ein, zu dem sich die Venue bereits früh am Abend füllte. Mit eingängigem, gradlinigen Hardcore sorgten die Schweden gleich zu Beginn für die notwendige Grundstimmung. Auch wenn die Songs sich insgesamt in einer eher engen musikalischen Range bewegten, wurde das Publikum in Bewegung versetzt und die Temperatur im Raum stieg spürbar.
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Justice For The Damned gingen musikalisch in eine etwas andere Richtung. So öffnete die Band eine breite Schwere aus klassischem Hardcore und artverwandten Genre-Elementen, die bis zu blackmetal-artigen Blastbeats reichten. Und genau das kam beim Publikum gut an, sodass der Moshpit offiziell eröffnet werden konnte. Auffallend war das äußerst tighte Schlagzeug, das die Songs in einer akkuraten Art und Weise vollzog, die der sonst eher breite Sound hätte vermissen lassen. Die Bühne war nun vorbereitet, der Soundcheck vollzogen, das Publikum war heiß – Counterparts, dürfen wir bitten?
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Counterparts reißen in gewohnter Manier ab
Bei einem Abend mit Counterparts erwartet man nicht unbedingt ein epochales Bühnenbild, oder eine besonders ausfallende Show. Das Konzert ließe sich am besten mit dem Wort schnörkellos beschreiben. Sowohl die Songs, die ohne eine große Einleitung auskamen, als auch die persönlich und teilweise flapsig wirkenden Ansagen von Murphy sorgten für ein Gemeinschaftsgefühl und einten Publikum und Band in der Musik. Dabei stellte das Konzert eine musikalische Zeitreise durch das Schaffen der Band dar und bot Songs aus allen Veröffentlichungen. Hier war wirklich für jeden etwas dabei.
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Besonderes Augenmerk legte Murphy in seinen Ansagen auf die Freiheit, die auf einer Counterparts-Show zu erwarten sei. Ganz im Stile des Hardcore wolle er, dass das Publikum auf die Bühne komme, mitsinge und genau das tue, was ihm in den Sinn komme. Und genau das war es, was dieses Konzert dem Publikum bot. Einen Safe Space, in dem alle sich so ausleben konnten, wie es ihnen gefiel. Von musikalischer Seite ist darüber hinaus der klare, hochwertige und aufgeräumte Sound der Band hervorzuheben, der diesen Abend definitiv noch abrundete.
Foto: Ben Ward / Offizielles Pressebild
