Bring Me The Horizon haben am vergangenen Wochenende erstmalig als Headliner bei Rock am Ring und Rock im Park gespielt. Und diese Rolle hat die Band um Sänger Oli Sykes richtig gut ausgefüllt. Wer vorher Sorge hatte, ob die Band aus Sheffield dem Headliner-Status gewachsen wäre, wurde eines Besseren belehrt. Eine fulminante Show, ein bestens aufgelegter Sykes. Und dann noch eine Setlist, die vielleicht nicht allen, aber doch sehr vielen Wünschen gerecht wurde. Zur Vorbereitung der ersten Festival-Shows des Jahres statteten Bring Me The Horizon dem Kölner Palladium noch einen Besuch ab. Auch den haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Soviel vorab: Wir haben es nicht bereut.
Ein exklusives Vergnügen
Die Show wurde zwar recht kurzfristig angekündigt. Sie war aber selbstverständlich dennoch innerhalb weniger Minuten ausverkauft. Und das trotz des fast dreistelligen Betrags pro Ticket. Ein fraglos sehr hoher Preis. Doch die Chance, eine Band wie Bring Me The Horizon in einer für sie eigentlich zu kleinen Location zu erleben, war für viele Fans offensichtlich immer noch sehr attraktiv. Die Atmosphäre einer Clubshow kommt an diesem Mittwochabend im Palladium allerdings trotzdem nicht wirklich auf. Zum einen ist die Halle im Kölner Stadtteil Mülheim immer noch groß (und vor allem lang). Zum anderen gehört sie auch ganz sicher nicht zu den schönsten Konzerthallen des Landes. Die Pfeiler an der Seite lassen grüßen. Einen Support haben Bring Me The Horizon übrigens nicht mitgebracht.
Routiniert und professionell
So startet die Show pünktlich um 20 Uhr mit den Stars des Abends. Die Setlist entspricht – so viel darf schon jetzt verraten werden – exakt den Setlists, die auch wenige Tage am Ring und im Park gespielt werden. Los geht es unter großen Jubel mit „DArkSide“ vom im vergangenen Jahr erschienenen Album „POST HUMAN: NeX GEn“. Visuell ist die Bühnenshow natürlich im Vergleich zu den Auftritten bei den Festivals deutlich abgespeckt. Aber die großen Festivalbühnen bieten erstens ganz andere Möglichkeiten und zweitens wäre es doch ein sehr großer Aufwand gewesen, für eine einzige Show alles umzubauen. Beeindruckend ist die Lichtshow allerdings trotzdem. Und viel wichtiger als alle visuellen Elemente sind bekanntlich ohnehin die musikalischen.