
Berliner Fans der härteren musikalischen Gangart hatten am Abend des 23. Februars allen Grund zur Freude, denn die Deathcore-Veteranen von CHELSEA GRIN waren in der Stadt. Um die Zuschauer vor ihrem Auftritt im Lido garantiert in gute Stimmung zu versetzen, brachten sie die Newcomer VOID OF VISION, die Band MAKE THEM SUFFER aus Australien sowie die Pariser Metalcore-Durchstarter BETRAYING THE MARTYRS gleich mit in die Hauptstadt. Was konnte da noch schiefgehen?
Als um 19:30 die erste Band des Abends, VOID OF VISION, die Bühne betrat, lautete die Antwort leider: das Interesse der Zuschauer. Obwohl die Gruppe einen überraschend starken Opener abgab und live zu überzeugen wusste, war das Lido zu dieser Zeit bestenfalls zu einem Drittel gefüllt. Da half es auch nicht, dass VOID OF VISION einige Songs aus ihrem im letzten Jahr erschienen Debütalbum „Children of Chrome“ das erste Mal in Berlin live spielten. Der Konzertsaal füllte sich nur langsam und so ließen sich einige Zuschauer die Chance entgehen, eine aktuelle Hoffnung der Core-Szene live zu genießen, von der man hoffentlich noch mehr hören wird.
Um 10 nach 8 wurde schließlich mein persönliches Highlight des Abends eingeläutet: MAKE THEM SUFFER betraten die Bühne. Die Australier, die im letzten Jahr ihr überragendes Album „Old Souls & Lord Of Woe“ veröffentlicht haben, stellen für mich schon länger einen DER Sterne am Metalcore-Himmel dar. Ihre vergleichsweise kurze Setlist bestand dabei jedoch nur zur Hälfte aus Tracks vom aktuellen Album – darunter das stark an die DEFTONES erinnernde „Ether“, in dem die klare Stimme von Louisa Burton, der Keyboarderin der Band, normalerweise sehr präsent ist, aufgrund der Live-Akustik diesmal aber etwas unterging:
