
Wir befinden uns im Jahre 2016 nach Christus. Ganz Berlin verbringt den Samstagabend zu elektronischer Musik. Ganz Berlin? Nein! Ein von Metalcore-Fans und Pop-Punks besetzter Club hört nicht auf, den elektronischen Klängen Widerstand zu leisten. Und das Leben kann so schön sein, mit grandiosen Bands wie TRASH BOAT, VANNA und BEARTOOTH, die im ausverkauften Lido angekündigt waren. Und ja, die Einleitung dieses Berichts ist an Asterix und Obelix angelehnt – dennoch gab es an diesem Abend keinen magischen Zaubertrank, sondern jede Menge gute Live-Musik zu genießen.
Den Anfang machten um 20 Uhr die britischen Jungs von TRASH BOAT, die in einem noch nicht ganz gefüllten Saal um einen überzeugenden Auftakt bemüht waren. Während vor dem Eingang des Lidos noch eine lange Schlange an Menschen auf den Einlass wartete, schepperten die ersten Töne des noch recht frischen Albums „Nothing I Write You Can Change What You’ve Been Through“ durch das Lido, die für gute Stimmung unter den ersten Anwesen sorgten.
Um 20:45 enterten schließlich VANNA die Stage. Die Bostoner Band hat in diesem Jahr ihr neues Album „All Hell“ veröffentlicht, das mit zehn starken Metalcore-Tracks gefüllt ist und den Vorgänger-LPs in Nichts nachsteht. Das Lido war zu diesem Zeitpunkt bereits nahezu voll, weshalb es mit dem ersten Song „Paranoia Euphoria“ nur wenige Sekunden dauerte, bis sich erste, noch zaghafte Moshpits bildeten.


