
Julia, genannt "Strückerli", gewann 2015 unser Meet And Greet mit Beartooth. Nur ca. ein halbes Jahr später wurde sie bereits fester Bestandteil des MoreCore Teams und fungiert seitdem als Fotografin mit eindrucksvollem Talent. Julia packt an wo Not am Mann ist und führt auch gern mal die Kamera bei Interviews oder verschiebt Pixel und Pfade, um uns mit diversen Grafiken zu versorgen. Sie hat immer ein Lachen und ist ein Garant für gute Laune und allerhand Dad Jokes. Wenn sie nicht gerade in irgendeinem Bühnengraben herumflitzt, hosten sie und ihr Freund Jan in ihrer gemeinsamen Wohnung Bands aus der ganzen Welt, die gerade auf Tour sind und einen Schlafplatz benötigen. Auch abseits der Musik arbeitet Julia selbstständig als Fotografin und Grafikerin und verbringt möglichst viel Zeit mit ihren Freunden.
Was macht man an einem kalten Dienstagabend am besten? Richtig, man macht sich nach Kölle auf und lässt Körper und Herz auf einem Konzert erwärmen. Gut, dass Basement an diesem Tag in der Domstadt Halt gemacht haben. Gemeinsam mit Sebastian, unserem Mann hinter der Kamera, ging es also in die Kölner Kantine, die heute am “Sold Out” kratzte.
Muncie Girls
Die Show eröffneten Muncie Girls. Eine dreiköpfige, britische Band, die sich musikalisch irgendwo zwischen Punkrock und Indie einordnen lässt. Ich tue mich ehrlich gesagt sowieso schon immer schwer, was weibliche Vokalisten angeht; durch diesen Auftritt hat sich da nicht viel verändert. Ich möchte es nicht als “belanglose” Musik bezeichnen, jeder hat da ja sowieso seine eigenen Vorlieben, aber abgeholt hat es mich einfach null und verleitete mich eher immer wieder dazu, aufs Smartphone zu gucken.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Quinten Quist
Culture Abuse
Weiter ging es mit Culture Abuse… und was soll ich dazu sagen? So eine verrückte Show habe ich tatsächlich selten gesehen. Auf ihrer bandeigenen Homepage heißt es “kinda grunge, kinda punk, kinda hardcore, definitely a good time. yes, we like to party”, was es ziemlich gut beschreibt. Mir ist bis heute nicht ganz klar, ob der Sänger high, betrunken oder tatsächlich an einer schweren Krankheit leidet (in diesem Falle möchte ich mich natürlich nicht über seine “Show” lustig machen). Jedenfalls, nachdem ich im Nachhinein nochmal bei Spotify reingehört habe, habe ich nicht einen Song der Liste wiedererkannt.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Quinten Quist
Nach einer knackigen Spielzeit von knapp 25 Minuten, wurden noch ein paar Schnappschüsse mit der Digitalkamera anno 2002 auf der Bühne gemacht, danach machten Culture Abuse Platz für den heutigen Headliner Basement.
Basement
Zugegeben habe ich mich vor dem Konzert nur spärlich mit den Jungs aus UK beschäftigt. Auf so eine Art von Musik muss ich einfach Bock haben. Einen guten Einstieg dafür lieferten die Jungs direkt mit “Disconnect” aus dem 2018er Album “Beside Myself”.
Die Menge kommt allmählich in Bewegung und während ich den Gig entspannt vom FOH verfolge, muss sich Sebastian vorne vor den ersten Crowdsurfern in Acht nehmen. Dass es am heutigen Abend keine Barriere gibt, lädt natürlich dazu ein auf die Bühne zu springen und Purzelbäume in die Menge zu machen. Ich war schon auf vielen Shows, bei denen das gang und gäbe ist, und auch, wo es schon wesentlich härter zugegangen ist als heute; jedoch habe ich hier das Gefühl, dass die Stage-Stürmer heute wesentlich unachtsamer sind, die Musiker fast mit umreißen und diese davon irgendwie genervt zu sein scheinen.
Nichtsdestotrotz überzeugen die fünf Kerle und sie beherrschen ihre Werkzeuge 1A. Sänger Andrews Stimme dringt bis in die letzte Zelle meines Körpers und löst des Öfteren Gänsehaut bei mir aus.
Die Songs der neuen Platte haben heute natürlich Oberhand, Dauerbrenner „Covet“ darf aber trotzdem nicht fehlen.
Nach knapp 60 Minuten Spielzeit findet der Auftritt von Basement auch schon wieder ein Ende. Die “Zugabe” und “One more song”-Rufe des Publikums bleiben überhört und es bleibt bei diesem knappen Set.
Ich weiß nicht, wie genau ich über diesen Abend urteilen soll. Mal hat es mich wirklich berührt, in anderen Momenten hatte ich schlichtweg das Gefühl im falschen Film zu sein. Jedenfalls war es für mich interessant, Basement einmal live gesehen zu haben und das Ganze würde ich mir bei Gelegenheit vermutlich auch nochmal anschauen.
Konzertinfo

Basement
Die Rockband Basement wurde 2009 von den Brüdern Andrew und James Fisher, sowie den Gitarristen Alex Henery und Ronan Crix, Bassist Duncan Stewart gegründet. Ein Jahr später erschien die Debüt-EP „Abo…
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