
Sepultura huldigen mit „Sepulnation – The Studio Albums 1998 – 2009“ einer schwierigen Zeit
Damals noch für den eigenen Musikblog geschrieben, entschied sich Maik 2015 bei MoreCore anzuheuern und nahm unseren Jonas gleich mit. Mittlerweile kümmert er sich als Redakteur um den Bereich "Features und Interviews", legt auf unseren MoreCore Partys auf, betreibt mit Linn unseren Podcast "Kerngeschäft" und ist auch immer mal wieder vor der Kamera bei MCTV zu sehen. Im Team gilt er insgeheim als das sympathische Multitalent. In seiner Freizeit sammelt er Schallplatten, schaut so ziemlich jedes Fußballspiel und isst für sein Leben gerne Pizza.
Sepultura gehören zweifellos zu den wichtigsten und einflussreichsten Metal-Bands der 90er Jahre und sind zudem der größte brasilianische Musikexport aller Zeiten. Kein Wunder, dass die Trennung von Frontmann Max Cavalera 1996 nach interner Unstimmigkeiten für einen großen Aufschrei sorgte.
Viele Fans sahen damit auch das Ende der Band eingeleitet.
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Stattdessen fanden Sepultura mit Derrick Green einen durchaus würdigen Nachfolger und veröffentlichte 1998 mit „Against“ das erste Album mit dem damals noch neuen Sänger.
Doch auch wenn die Band nie mehr an ihre alten Erfolge anknüpfen konnte und von vielen Fans links liegen gelassen wurde, veröffentlichten sie noch vier weitere Alben bis sie 2010 bei Nuclear Blast unterschrieben.
Viel nachzuholen für Sepultura-Fans
Mit „Sepulnation – The Studio Albums 1998 – 2009“ erscheint nun eine Zusammenstellung der insgesamt fünf Alben, die in dieser Zeit auf Roadrunner Records und SPV erschienen, als umfassendes CD- und Vinyl-Box-Set.
Als netten Bonus gibt es die seltene „Revolusongs“-EP dazu. Diese erhält Covers unter anderem von U2, Massive Attack und Exodus-Songs und wurde 2003 exklusiv in Brasilien und Japan vertrieben.



Leider kommt das Box-Set, das jeweils aus acht Schallplatten (180g-Vinyl) oder wie den uns vorliegenden fünf CDs besteht, ohne weiterer Extras wie begleitender Booklets oder Poster aus.
Dafür glänzen die Songs durch einen neuen Remaster und dem Schnitt auf halber Geschwindigkeit.
Fans, die die sogenannte zweite oder mittlere Phase von Sepultura vernachlässigt hatten, bekommen so die Chance, das Ganze in sehr feiner Soundqualität nachzuholen.
Ob das nun auf dem Plattenteller oder im CD-Spieler passiert, ist letztendlich eine Frage des Geldbeutels. Sammler machen jedoch in beiden Fällen wenig falsch.

