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Eskimo Callboy: „Geht nicht, gibt’s nicht. Das haben wir eigentlich immer so durchgezogen.“
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Interview

Eskimo Callboy: „Geht nicht, gibt’s nicht. Das haben wir eigentlich immer so durchgezogen.“

Die Band lässt die letzten 10 Jahre Revue passieren und blickt auf das, was noch kommt.

Admin/4. Feb. 2022· Aktualisiert 2. April/5 Min.Foto: Christian Ripkens / Offizielles Pressebild zu "Pump It"
A

Unser Admin sorgt dafür, dass alles funktioniert. Manchmal funktioniert es nicht, dann ist zwar er schuld. Aber dann repariert er es und wir haben ihn alle wieder lieb.


Eskimo Callboy sind vergangenes Jahr mit ihren beiden Singles „We Got The Moves“ und „Pump It“ durch die Decke gegangen und haben sich obendrein auch noch für den Eurovision Song Contest 2022 beworben. Der Hype geht durch die Decke, doch bodenständig bleiben die Jungs aus Castrop-Rauxel allemal.

Wir durften uns mit den Herrschaften über die Erfolge unterhalten und haben ihnen mal auf den Zahn gefühlt, wie sie die vergangenen Jahre ihre Karriere reflektieren.

Das Interview mit Eskimo Callboy in voller Länge

MC: „Pump It“ ist auf Platz 31 der deutschen Single-Charts geschossen. Ein riesiger Erfolg für euch! Wie geht es euch damit?

Da kann man sagen was man will. Wenn man Musik macht, ist es immer was Besonderes, in den Charts aufzutauchen. Das ist einfach geil. Vor allem, weil man ja oft das Gefühl hat, da dürfen nur Rapper rein. Umso schöner ist Platz 31 in den deutschen Single-Charts, auch wenn es nur für ein paar Wochen ist.

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MC: Seit dem Einstieg von Nico als neuen Sänger habt ihr euch als Band noch einmal komplett neu erfunden und aufgestellt. Welche Maxime war euch dabei besonders wichtig?

Wir haben gar nicht das Gefühl, dass wir uns so krass neu aufgestellt haben. Natürlich haben wir mit Nico einen neuen Sänger und dann fragt man sich, funktioniert das alles so, wie man sich das vorstellt? Aber das hat alles so smooth funktioniert und im Prinzip machen wir weiter unsere EC-Mucke – mit Nico. Und das macht derbe Spaß und dafür sind wir echt dankbar.

MC: Der Sound und die Außendarstellung von EC hat sich in den letzten 1-2 Jahren nochmal deutlich verändert. Welche Prämissen habt ihr als Band vielleicht sogar komplett abgelegt und welche werden euch immer begleiten?

Geht nicht, gibt’s nicht. Das haben wir eigentlich immer so durchgezogen. Wir sind nie irgendwelchen Vorstellungen von anderen gefolgt. Wenn wir dahinterstehen, dann machen wir das. Das klingt vielleicht etwas dämlich, aber da bleiben wir uns treu. Sonst könnten wir all das hier auch bleiben lassen. Deshalb probieren wir auch immer wieder neues aus. Mal als Vokuhila tragender Vollprolet, mal als Schreihals aus Castrop-Rauxel.

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MC: Mittlerweile gibt es EC über 10 Jahre und euer Sound sowie die Lyrics haben sich stark verändert. Würdet ihr jetzt nochmal alles genau so machen wie 2010? Was ist heute noch genauso durchführbar, was nicht?

Wie gesagt, wir verstellen uns nicht und machen Musik, wie wir es gut finden. So war das vor 10 Jahren und so ist das heute noch. Das heißt aber natürlich nicht, dass wir als Band stehen bleiben oder uns von allem, was um uns herum passiert, abkoppeln können.

Die Welt hat sich krass gewandelt, man achtet zum Beispiel stärker auf Diskriminierung, auch im Alltag. Das macht auch was mit uns. Und am Ende ist das doch total gut. Deswegen haben wir auch gesagt, dass wir einzelne Texte von vor 10 Jahren nicht mehr so schreiben würden. Ansonsten sind wir aber ganz zufrieden mit dem, was wir so getrieben haben und würden fast alles wieder ganz genau so machen.

Die Band beim Eurovision Song Contest 2022

MC: Ihr habt euch nun ganz offiziell für den Vorentscheid des ESC 2022 beworben. Wie lief das Ganze genau ab und was kommt nun im Detail auf euch als Band zu?

Die Idee war ehrlicherweise nicht von uns. Das war ein Kommentar auf Youtube unter unserem Video. Wir versuchen da ja echt so viel zu lesen, wie es geht und wenn dann ein Kommentar Tausende Likes bekommt, dann kommt man schon mal auf dumme Gedanken. Was da jetzt auf uns zukommt, wissen wir aber ehrlicherweise auch noch nicht genau. Kein Plan, ob die uns überhaupt wollen.

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MC: Mit dem ESC werdet ihr einem viel größeren Publikum präsentiert und seid noch mehr in aller Munde, als ihr es jetzt schon seid. Wie geht ihr damit um und vor welchen neuen Herausforderungen steht ihr jetzt?

Ja das stimmt, aber wir wissen ja gar nicht, ob wir auf irgendeiner ESC-Bühne stehen werden. Und wenn, dann wird das so sein, wie bei jedem großen Publikum: Vorher machst du dir in die Hose und dann geht dir ordentlich einer ab und es ist ein reines Fest. Das ist doch das Schöne an dem, was wir tun.

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MC: Im April geht ihr mit Blind Channel auf Europa-Tour – Blind Channel haben im vergangenen Jahr sehr erfolgreich am ESC teilgenommen. Habt ihr Kontakt zu den Jungs und konntet bereits ein paar Tipps abgreifen?

Natürlich schreibt man hin und her. Die haben einfach gesagt: Das ist auf jeden Fall ein Erlebnis, was man mitnehmen sollte. Sehen wir mittlerweile natürlich genauso. Wir freuen uns aber vor allem auf die Tour. Auf der Bühne zu stehen, die Nähe zu den Fans, das direkte Feedback, das ist alles so geil und letztendlich doch das, was uns antreibt.

MC: Zum Ende ein paar Worte an eure Fans…

Danke für den ganzen Support und dass ihr uns alle die Stange haltet und einfach weiter Tickets für unsere Konzerte kauft. Auch wenn wir die Tour schon wieder verschieben mussten. Wir bleiben aber verdammt optimistisch und das liegt vor allem an unseren Fans. Wir freuen uns mega auf das, was dieses Jahr so ansteht. Unsere Touren, unser erstes eigenes Festival in Oberhausen und auch wieder einen richtigen Festival-Sommer. Das wird gut.

Foto: Christian Ripkens / Offizielles Pressebild zu „Pump It“

#Eskimo Callboy#Eurovision Song Contest

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